Mittwoch, Mai 23, 2007

Baustellen-Praktikum: Woche 1

Ja eigentlich waren dies ja erst 2 Tage, aber der Rest der wunderbaren Woche darf ich in der Schule verbringen. Auf jeden Fall war ich nun diesen Dienstag und Mittwoch unter dem Namen "Bohli von Wullschleger AG - Bedachungen und Spenglerarbeiten" unterwegs.

2 Tage Sonne
2 Tage schwitzen und keuchen
2 Tage auf einem hohen Flachdach herumtanzen
2 Tage immer um ca. 16.00 Uhr ein Eis schlecken
2 Tage eine unmögliche Leiter heraufsteigen (und das ich, mit Fallangst)

Aber das wichtigste: 2 Tage lang aus dem Büro raus, mit den Händen gearbeitet und wieder einmal die Stimmung auf einem Bau erlebt. So eine Abwechslung wäre mir sehr willkommen, leider kommt die zu selten.
Was wurde eigentlich getan? Das Flachdach eines Blockes musste erneuert werden, da die alte Abdichtungen ihrem Namen nicht mehr gerecht wurde. Ergo: Alles Kies wegschaufeln, alte Abdichtunge wegreissen, nasse und kaputte Dämmplatten austauschen, noch mehr dämmen, Bitumendichtungsbahnen draufschweissen, Kies wieder draufwerfen.

Alles weitere wäre wohl zu langweilig für euch, darum hier einfach die besten Bilder.

Montag, Mai 21, 2007

Kühles Genussmittel

Samstags am Haldenweiher in Zofingen:

Die Sonne ist zurück, damit aber auch die Hitze. Hitze führt zu warmen Autos, warme Autos heizen Bierfläschchen auf und die aufgeheizten Bierfläschchen will keiner trinken (ausser ein paar freiwilligen Leutchen). Allerdings gibt es eine Option:

Abkühlen der Flaschen im ortsüblichen Weiher, hier der Haldenweiher. Das bringt aber allerlei Tücken mit sich:
1. Finden einer geeigneten Stelle, ohne dass die Flaschen im tiefen Wasser versinken.
2. Die Zugänglichkeit sollte auch bei angetrunkenem Zustand gewährleitstet sein.
3. Möglichst keine Kriechtiere an der Flasche zu haben um den Genuss nicht zu gefährten.

Punkt Eins konnte schnell gelöst werden, besonders da Punkt Zwo gar nicht beachtet wurde. Allerdings wurde das Kriechzeugs komplett vergessen, waren die ersten paar Flaschen auch noch frei davon. Doch als die restlichen Bierchen dann aus dem Weiher gefischt wurden (schliesslich musste man noch zu Herrn Parker) geschah das schreckliche: Überall auf den Flaschen befanden sich kleine schwarze Dinger. Unsere Biologe Herr Dr. S.R. aus S. konnte diese "Würmer" sofort als Blutegel identifizieren. Kenne deinen Feind heisst es ja immer!
Allerdings wurde damit kein Problem gelöst, schliesslich musste man das Ganze von den Flaschen kriegen. Nach einer heroischen Tat von meiner Seite wurden die Biere gesäubert und dann wieder im Karton versteckt.

Das Problem: Ich sah aber nicht genau ob alle Egel entfernt werden konnten, es war schon dunkel. Darum stehen jetzt noch 7 Biere auf meiner Estrichtreppe die wohl nie jemand trinken wird.. Wer weiss was da noch alles herumkriecht *schauder*.

Sonntag, Mai 20, 2007

Spider-Man 3

Trotz des zurückgekehrten Sommers begab ich mich wieder einmal in ein Lichtspielsaal. Natürlich in die Nachtvorstellung, damit man auch Platz hat.

Und der war reichlich vorhanden, nebst den Sitzreihen auch bei den Verbesserungsmöglichkeiten am Film selber. Die ersten beiden Teile der Krabbelvieh-Reihe fand ich sehr gut bis super. Doch der Dritte konnte nicht wirklich überzeugen.

Problem Nummer 1: Der Film ist besonders zu Beginn sehr zäh geraten. Scheinbar willkürlich wechseln die Szenen sich ab, ein harmonisches Gesamtbild will nicht so recht entstehen. Ausserdem entsteht keine richtige Spannung da eigentlich nichts passiert.
Problem Nummer 2: Die Geschichte spielt an zu vielen Orten gleichzeitig, ohne dass sich die Erzählstränge überschneiden würden. So begleitet man nicht nur Spider-Man, Mary-Jane oder Harry Osborn separat, nein es wird auch noch das Schicksal des Sandmannes erzählt. Hier fehlt allerdings auch die Tiefe, welche den Charakter wirklich ausfüllen würde. Ausserdem werden viele Nebenfiguren eingeführt aber dann auch gleich wieder vergessen. Besonders schade ist dies bei Gwen Stacy.
Problem Nummer 3: Schön das auch Gefühle in den Action-Filmen von heute ihren Platz haben, allerdings wird in Spider-Man 3 so viel geheult und gestritten, dass man sich teilweise wie in einer Soap fühlt. Hier wäre weniger schon etwas mehr gewesen. Besonders gegen das Ende hin.
Problem Nummer 4: Emo-Spidey! Ok das wird jetzt vielleicht etwas gemein, aber es liegt wirklich auf der Hand. Nachdem Spider-Man's Kostüm von dem ausserirdischen Symbionten übernommen wird, wird sein Verhalten beeinflusst. Wut, Hass und Gewalt kommt an die Oberfläche. Nebst den ewigen Tränenergüssen und Problemen (die Welt ist ja sooo böse zu mir) kommt dann auch noch Peters neue Frisur. Sorry, ist einfach Emo und für mich zu viel des Guten.

Aber der Film ist keineswegs ein Rohrkrepierer sondern bietet gelungene Unterhaltung. Die Schauspieler können allesamt überzeugen, besonders J.K. Simmons als JJJ ist immer wieder genial (und Kirsten Dunst spielt mit.. 'nuf said!). Die Effekte sind einfach nur atemberaubend, auch wenn viele Kampfszenen sehr unübersichtlich geworden sind.
Was den Film dann sowieso rettet: Venom. Leider nur mit sehr wenig Screentime beschenkt, entfaltet der Gegner von Spidey doch ein super Gefühl für jeden Comic-Fan.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass der Abschluss der ersten Trilogie um Spidey leider nicht so gut geworden ist wie gehofft, aber immer noch sehenswert. Comicfreunde gehen sowieso rein.

6 / 10 Spinnen auf dem Boden. Immer noch lieber als Blutegel am Bierfläschchen..

PS: Wer mir sagen kann wer den französischen Kellner im Restaurant spielt, kriegt eine Tafel Schokolade oder ein Eis geschenkt. Internet-Recherchen kann ich nicht als richtig gelten lassen. =)

Samstag, Mai 19, 2007

Bärtiger (Prog-)Rock

Spock's Beard. Live.

Für Kenner und Geniesser der Prog-Szene bedarf es eigentlich nicht mehr Worte. Trotzdem möchte ich noch etwas schreiben, dass auch Aussenstehende verstehen was hier seit Jahren in den Himmel gelobt wird.

Spock's Beard sind seit 1992 eine feste Grösse in der progressiven Rockszene. Schon mit dem ersten Album "The Light" erschufen sie ihr Meisterwerk, was vor allem danke Neal Morse passierte. So schrieb der Frontsänger, Gitarrist, Keyboarder und Frontmann nicht nur praktisch alle Lieder selber, sondern strahlte Live eine solche unglaubliche Präsenz aus, dass jeder Live-Auftritt der Band zu einem Erlebniss der Sonderklasse wurde.
Allerdings entwickelte sich die Band nicht so wie es für Neal Morse wichtig gewesen wäre. Nach dem Konzeptalbum Snow verliess er die Band und schockierte damit auch die Fangemeinde. Wie soll es jetzt weitergehen? Die Bärte liessen sich nicht beirren und rockten weiter. Der Schlagzeuger Nick D'Virgillo übernahm nebst dem Drum auch noch den Posten des Leadsängers, die restlichen Positionen blieben unverändert. Alan Morse an den Gitarre, Dave Meros am Bass und Ryo Okumoto an den Keyboards.
Allerdings machte sich dieser Wechsel stark in der Musik bemerkbar. So wurde die Songs immer mehr purer Rock, oder auch mit AOR und Melodic Rock durchmischt. Live allerdings blieben sie eine sichere Bank.

So auch im Z7 am 16.05.2007. Obwohl die Setlist praktisch nur aus Songs aus der Zeit nach Neal Morse bestand - der grösste Teil sogar nur vom neusten Album - war das Konzert musikalisch trotzdem sehr gelungen. The Light wurde leider nicht gespielt, aber die Männer rockten auch so. Rock ist das richtige Stichwort, denn die Musik war eher Rock als Prog. Auf jeden Fall lieferten sie eine Show der sonderklasse. Da wurden Witzge gerissen, fleissig auf der Bühne getanzt / rumgehüpft, tolle Solos gespielt, zigfach mit dem Publikum interagiert und die Seele aus dem Leib gespielt. Die Freude am musizieren ist bei der Band ganz klar noch vorhanden.

Nach dem Konzert hatte Ryo den Wunsch, mit jedem einzelnen zu sprechen. Nicht ganz gelungen, allerdings bewegte sich die Band dazu am Merch-Stand Autogramme zu geben. Nachdem ich heroisch die Setlist ergattert hatte, wurde diese sogleich (zusammen mit dem Ticket) von Mr. Okumoto unterzeichnet. Ein perfekter Abschluss für ein Konzert der Sonderklasse.

Sobald die Bärte wieder einmal in der Nähe spielen werde ich sofort buchen. Eine unvorstellbar gute Liveband, bei der auch wirklich jedes Konzert ein unvergessliches Erlebnis wird. Kommt doch das nächste Mal einfach mit!

Mittwoch, Mai 16, 2007

Grossenwahnsinn?

Bestimmt nicht, den haben nur die Ersteller der "grössten Enyklopädie" im Internet, genannt Wikipedia. Auf jeden Fall findet man darin sehr essenzielle Sache nicht.. Dieser hier zum Beispiel wäre schon lange überflüssig (draufklicken):




Harr.. Heute ist seit langem wieder mal Stumpfsinn angesagt, meine Laune ist einfach zu gut! xD

Nacht der lebenden Toten

Nein ich war am letzten Wochenende nicht an einer John A. Romero Filmnacht sondern in Zürich.
Nein ich will den Zürchern bestimmt nicht unterstellen, dass sie herumschlurfen wie Zombies.. Obwohl ein paar Säufer schon diesen Eindruck erweckt haben.

Ich war an der "The Doors Celebration" welche nun doch schon seit 10 Jahren exisitert. Darum gab es vom 11.-13.05.2007 in der alten Kaserne in Zürich eine fette Party. Nebs vielen DJs traten natürlich auch Live-Bands auf. Leider konnte ich mich nur am Samstag Abend dorthin begeben, aber es hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt.
Aufmerksam auf das Ganze wurde ich dank einem Mitschüler und Berufskollege, der - so frech wie er ist - Flyers in der Schule verteilt hatte. Da ich bei solchen Anlässen praktisch nicht widerstehen kann, überredete ich noch jemanden und begab mich dann ziemlich müde (Nachwirkungen Deep Purple + Party) nach Arroganz City.
Weiteres zum Abend gibt es hier, ich beschränke mich auf die Bands. Der Post ist sowieso nicht sonderlich aktuell, aber egal.

Der Beginn machte Cosmos, eine schweizer Pink Floyd Coverband die nun aber auch eigene Lieder spielt und schon 2 Alben veröffentlicht hat. Vor der Truppe war ich schwer begeistert, denn es war wunderbarer psychodelic / Progrock, stilistisch wirklich sehr stark bei PF angelehnt. Auch die eigenen Songs passten sehr gut zwischen die Coverversionen hinein. Und diese wurde einfach genial intoniert. Man meinte, hier stehe wirklich Waters Leute auf der Bühne.
Als zweites gab sich "Soul Jam" die ehre. Hier muss ich ganz klar sagen: Guter Sound, leider nicht sonderlich passend für den Abend und nicht so mein Geschmack. Allerdings ist die Band handwerklich überalles erhaben und schmetterte so manchen Hit von der Bühne. Die Band nutzte auch gleich die Gelegenheit um ihre neuste CD zu taufen, natürlich stilecht mit einem Bier!
Der Hauptact des Abends betrat dann knapp nach 00.00 Uhr die Bühne: The Doors Experience. Auch hier war das Erlebnis eher zwiespältig. Auf der einen Seite spielten sie The Doors und zwar wirklich sehr gut. Und schliesslich ist The Doors The Doors. Einfach nur genial oder? Auf der anderen Seite jedoch wurde das Spiel durch ihre übetriebenen Show-Einlagen ein bisschen zerstört. Es war einfach zu viel Gepose.
Last but not least rockten Led Airbus die Hütte. Und zwar wortwörtlich, denn ihre Interpretationen der Led Zeppelin Songs war einfach nur atemberaubend. Auch hier hätte man meinen können, die Meister wären selber auf der Bühne. So wurde auch Hit an Hit gereiht, von Black Dog über Kashmir bis hin zu Dazed And Confused (so ca. 29 Minuten lang inkl. Geigenbogen). Jawohl, auch Stairway To Heaven fehlte nicht.

Alles in allem war es wirklich ein super Abend, oder eher Nacht. Denn Led Airbus spielten bis 04.15 Uhr am Sonntag morgen. Perfekt um gleich danach auf den ersten Zug zu huschen.

Noch was: Cosmos spielen am 22.06.2007 in der Schüür in Luzern. Wer kommt mit?

Dienstag, Mai 15, 2007

Deeper Than Purple

So langsam wird der monatliche Besuch im Hallenstadion fast zu einer Tradition. Nachdem im April schon Roger Waters eine grossartige Show darin zelebrierte, waren am letzten Freitag (11.05.2007) die alten Rock-Dinosaurier Deep Purple an der Reihe.

Als Vorband spielten Maury & Band.. *hust* Ich weiss ja auch nicht, wer die ausgewählt hat. Aber sie spielen auf jeden Fall sehr austauschbaren Radio-Rock, für mich gar nichts gutes obwohl es Schweizer sind. Besonders da ich jetzt die Lieder im Radio sogar erkenne. Wenigstens war der Spuk nach knapp 25 Minuten dann auch schon wieder vorbei.

Dann begann das Warten.. Meine Kollegen wollten schon meine Naivität zerstören indem sie erzählten, dass DP die Zuschauer das letzte Mal ziemlich lange warten liessen. Allerdings stellte sich dieses Verhalten als einmalige Sache heraus, denn die alten Mannen erschienen auf die Minute pünktlich auf der Bühne.
Deep Purple besteht in diesen Jahren aus Ian Gillan (v), Steve Morse (g), Roger Glover (b), Don Airey (k), Ian Paige (dr) und spielt die alten sowie die neuen Kracher ohne Probleme. Das Set bestand aus wirkliche tollen Songs von früher und ganz wenig neuem Material. Man könnte fast von einer Best Of Tour sprechen, wenn sie bloss "Child In Time" gespielt hätten. Aber man kann ja bekanntlicherweise nicht alles haben, und bekommen haben wir unter anderem: Hush, Space Trucking, Highway Star, Black Night, Strange Kind Of A Woman, Lazy und - natürlich - Smoke On The Water.

Was sich nun entgültig herausgestellt hat: Es gibt heutzutage nur noch eine Band, die sich lange Solos auf Gitarre / Orgel & Keyboard / Schlagzeug oder Bass erlauben darf und das ist einfach ganz klar Deep Purple. Hier gehört es zum guten Ton und macht einfach total Spass. Besonders wenn dann auf dem Keyboard ein paar Takte Mani Matter gespielt werden, oder die Gitarre "Sweet Home Alabama" anstimmt..

War ein super Konzert, gute Stimmung und eine Band die sehr gut aufgelegt war. Da nächste Mal bin gerne wieder mit dabei, ich schätze mal im Juli 2008 kommen sie wieder. Aber dann bitte mit schöneren T-Shirts..

Montag, Mai 14, 2007

A Long Way Down

Schon längers fertig gelesen (eigentlich noch vor "Die Physiker"), allerdings erst jetzt hier beschrieben:

A Long Way Down
von Nick Hornby

Nachdem ich von High Fidelity ziemlich begeistert war, freute ich mich sehr auf dieses Buch. Allerdings war der Grundton der Kritiken überall ziemlich negativ. Es sei einfach zu unspannend etc. Aber man kann ja nicht immer nur Meisterwerke verschlingen und Hornbys lockerer, wenn nicht sogar ein bisschen unsorgfältiger Schreibstil gefällt mir einfach.
A Long Way Down handelt von 4 Möchtegernselbstmörder die sich zufällig an Silvester auf demselben Dach treffen. Natürlich springt dann keiner, obwohl bei jeder (oder zumindest fast jeder) Person genügend Gründe vorhanden sind. Aus ihren Standpunkten gesehen wenigestens. Die eher merkwürdige Gruppe rafft sich zusammen und versucht sich gegenseitig zu helfen. Dies ist allerdings leichter gesagt denn getant, da sich die Vier immer wieder aus härteste verkrachen und praktisch kein Gespräch ohne Streit endet. Viele schöne Zufälle und nicht so erfreuliche Geschehnisse bringen sie aber ihrem Ziel immer näher..

Die Ausgangslage ist interessant, das Thema sowieso praktisch omnipräsent in unserer Gesellschaft. Auch die Schreibweise wirkt frisch und liest sich sehr spannend, da man die Geschichte abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erlebt. Auch der Stil wechselt dementsprechend und bringt immer wieder frischen Wind in das Buch.
Allerdings kann auch dieser Kniff nicht über die etwas langatmige Handlung hinwegtäuschen. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, was aus dem spannenden Thema ein wunderbares Buch ergeben hätte. Die Geschehnisse treten auf und verschwinden ebenso schnell wieder, ohne gross etwas zu bewirken. Auch die Gedanken und Gewissensbisse bezüglich Suizid werden mit mangelnder Tiefe behandelt, darum fällt auch das Ende eher enttäuschend aus.

Trotzdem bietet das Buch vergnügliche Stunden, witzige Momenten und viele Emotionen.

6-7/10 Sprünge von einem Haus, nicht sonderlich tödlich.

Momentan am lesen: Ein faszinieredes Buch von Herrn Frank Schätzing.. Schwärmt ruhig davon ;)

Freitag, Mai 11, 2007

Die Physiker

Nachdem ich ja schon einmal ein Buch besprochen habe, das mir von Herrn Moe empfohlen wurde, folgt hier noch das zweite:

Die Physiker
von Dürrenmatt

Es ist ein Theaterstück und sehr kurz. Eigentlich zwei Gründe, warum ich es nicht unbedingt lesen wollte. Schliesslich habe ich mit Prosa und diesen Gewichten der Weltliteratur ein bisschen so meine Probleme. Allerdings muss man ab und zu was neues wagen, darum auf ins Gefecht.

Die Geschichte ist sehr gelungen, besitzt spannende und unerwartete Wendungen. Der Schreibstil speziell, da die Geschichte eigentlich nur aus Dialogen besteht. Kleine Beschreibungen und Erklärungen werden eingefügt, da sich die Handlung aber in nur einem Raum abspielt halten sich diese in Grenzen. Trotzdem ist der Lesefluss sehr hoch, was natürlich auch an der genialen Schreibe von Herrn Dürrenmatt liegt. Viele Aussagen sind auch tiefgründiger als sie auf den ersten Blick erscheinen und so manch Vermutetes stellt sich mit der Zeit als falsch heraus.

Von der Handlung selbst verrate ich lieber nicht zu viel, auch die meisten Kurzzusammenfassungen im Internet geben meiner Meinung nach zu viel Preis. Auf jeden Fall eine lohnende Geschichte, welche die Wissenschaft und die Entwicklung / Erfindung / Gebrauch der Kernphysik sehr kritisch betrachtet.

Natürlich lässt sich in solche Geschichten sehr viel hineininterpretieren, der Autor selber hat auch am Schluss im Anhang noch 21 Thesen aufgelistet. Viel Spass beim selber herausfinden was er eigentlich genau sagen will. Eine entgültige Version wird wohl niemand erstellen können.

8/10

Mittwoch, Mai 09, 2007

Regen, Wind und Sonne

Nachdem der Tag der Sonne in Winterthur ja leider ziemlich veregnet war, hofften alle das wenigstens diesen Dienstag sich das Wetter ein bisschen benehmen würde. Ich war nochmal auf der Strasse um Stimmen für die Klimawahl zu sammeln. Dieses mal machte unsere Solar-Bar an der alten Kantonsschule in Aarau halt.

Bei meiner Ankunft regnete es ziemlich heftig, ich musste ein bisschen fluchen. Nass zu werden war ich mir allerdings langsam gewohnt, wenn auch nicht ein Wunschgedanke. Der Aufbau verlagerten wir unter das Vordach des "Aquariums" (ehemalige BVK'ler wissen wo ;)) und kämpften von da an mit dem extrem starken Wind. Als das Zelt dann stand, versuchten wir es so gut es ging zu verankern.

Pünktlich zur ersten Pause gelang uns auch dies, die ersten Schüler konnten abgefangen werden.
Das Interesse war hoch, viele begrüssten die Idee und unterstützen sie grosszügig. Nebst den Unterschriften konnten wir auch ein paar Postkarten, Videobotschaften und persönliche Treffen mit Politiker gewinnen.

Alles in allem war es ein gelungener Start der Sol
ar-Bar-Tour welche sich noch in Bern (heute), Lausanne (Donnerstag) und Zürich (Montag 14.05.) aufhalten wird. Falls ihr also Leute mit schick roten "Klimawahl.ch" T-Shirts antrefft, unterschreibt und gebt eure Meinung ab.
Jede Stimme zählt!

Montag, Mai 07, 2007

A Global Warning..



Vom Regen in die Hitze

Nach einer (ein bisschen ungewollten) Woche Pause hier im Blog, geht es heute wieder pflichtbewusst weiter.

Letzten Samstag war ich im Namen des
JugendSolarProjektes von Greenpeace in Winterthur unterwegs und versuchte mit 2 Freunden die Leute dazu zu bewegen, doch ein bisschen an den Ständen am Tag der Sonne vorbeizuschauen. Die Gelegenheit haben wir auch gleich nochmals genutzt, um Leute auf die Klimawahl aufmerksam zu machen. Wie meistens bei solchen Aktionen fielen die Reaktionen der Angesprochenen sehr unterschiedlich aus.
Nebst den obligaten Sprüchen "keine Zeit", "muss auf den Zug" oder "Ich kann eh nichts verändern..", hatte es die Leute die i
mmer noch darauf pochen dass sich die Natur dann selber helfen wird. Diese haben auf eine Weise schon recht, allerdings stellt sich dann die Frage wie lange dies dauern wird. Wir Menschen sind dann auf jeden Fall schon lange nicht mehr hier.

Zum guten Glück gab es auch das Gegenteil, was uns nach jedem Rückschlag auch wieder Lust machte weiterzugehen. So trafen wir viele Paare, die schon selber Sonnenkollektoren zu Hause haben oder sogar noch Mitglieder bei Greenpeace sind. Viele zeigten sich bezüglich der Klimawahl auch sehr interessiert und versprachen mitzumachen. Was das Ganze ein bisschen verkomplizierte: Die meiste Zeit regnete es in Strömen. Somit waren viele Leute noch gehetzer oder wollten einfach ins Trockne.
Wir selber waren ohne welchen Regenschutz unterwegs und somit vor allem nach
dem 2. Durchgang ziemlich durchnässt. Aber es hat trotzdem sehr viel Spass gemacht.
Ein besonderer Gruss hierbei noch an die netten Leute von myblueplanet. Ihr habt da ein sehr interessantes Projekt gestartet und ich wünsche euch viel Erfolgt dabei.

Am Abend kam ich dann ziemlich fröstelnd und erschöpft nach Hause, gönnte mir aber nur eine kurze Pause um dann das Konzert der
Hillbilly Moon Explosion und den Pussywarmers zu besuchen. Beide Bands konnten mich überzeugen, wenn The Pussywarmers auch eher durch ihre durchgeknallten Einfälle als die Musik selber.
HME drehten dann schön auf, Rock'n'Roll und Hillybilly vom feinsten. Hier war dann das komplette Gegenteil vom vorherigen Programm: Hitze und Schweiss.


Falls die Bands einmal in eurer Nähe spielen: Anschauen, lohnt sich wirklich!

Montag, April 30, 2007

Die Taube

Mit dem Bücher lesen ist es ja so eine Sache bei mir. Entweder verschlinge ich gleich ein paar pro Woche, oder dann lange Zeit keines mehr. Was mir dann aber fehlt, merke ich erst wenn ich wieder ein neues beginne. Lesen ist einfach besser als Kino / TV / Film es jemals sein werden.

Mein Blogkollege und Haldenweihergänger Moe hat mir nun mal "Die Taube" von Patrick Süskind geborgt. Nachdem ich ja scho sehr von "Das Parfum" begeistert war, ging ich mit grosser Vorfreude an das Buch (Oder soll ich sagen, die Kurzgeschichte? Immerhin sind es nur knapp 100 Seiten.) und habe es auch sogleich am selben Tag beendet.
Nebst seiner Kürze fällt vor allem die spezielle Geschichte auf. So passiert im Buch eigentlich nicht viel, wenn das ganze durch ist muss man resumieren: Es passiert überhaupt nichts. Ausser das man dank Süskinds perfektem Umgang mit der deutschen Sprache immer tiefer in das Bewusstsein des Protagonisten hineingezogen wird (und in dessen Wahnsinn). Vom ersten Satz an packt das Buch, bis zur letzten Silbe will man es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Viel möchte ich eigentlich nicht verraten, aber es lohnt sich wirklich. Auch für Leute die eigentlich sonst eher Lesemuffel sind. Denn diese 100 Seiten schafft noch jeder.

Ein wahres Meisterwerk der modernen Prosa, Süskind wird seine Ruf mehr als nur gerecht.

10 / 10 Rosinenschnecken, genüsslich hinuntergewürgt.

PS: Momentan bin ich an "A Long Way Down" von Nick Hornby. Ist eher durchschnittlich, weiss aber jetzt schon tolle Momente auf.

Sonntag, April 29, 2007

Once again: Dublin

Zuerst habe ich eigentlich hier noch viel über meine Reise nach Dublin hineinschreiben wollen, doch irgendwie wusste ich nie genau wie das Ganze anzupacken ist. Einer der beiden Reisebegleiter hat diese Aufgabe nun super gemeistert und postet regelmässig interessante Geschichten aus dem Urlaub.
Die ersten beiden Posts findet ihr hier und hier, natürlich gibt es dazu auch Bilder.

Ich selber habe da nicht mehr sonderlich viel hinzuzufügen, sondern werde im Anschluss einfach ein paar Impressionen veröffentlichen. Was aber noch zu sagen bleibt:
E feine Schoggola!
Bitte verwendet diesen Auspruch doch ab und zu in eurer Freizeit. Wann genau ist eigentlich egal, denn er passt praktisch überall hin. So ist er auch der perfekte Spruch um eingerostete Gespräche am Stammtisch aufzupeppen. Wer weiss, vielleicht wird er dann sogar in den Sprachgebrauch aufgenommen und wandert durch die ganze Schweiz.

Samstag, April 28, 2007

Sunshine


Sci-Fi / Horror / Art Movie der Sonderklasse. Bilder, Musik und Soundeffekte sind von den besten die man je gesehen hat. Die Schauspieler leisten einen sehr guten Job und der Film packt einem von der ersten Minute an. Aber beschreiben lässt sich das Wunderwerk nur sehr schwer. Am besten ich lasse einfach die Bilder sprechen.
9 von 10 fantastische Momente.



Aber da bewegende Bilder besser zeigen wie es wirkt, hier ein Trailer. Anschauen, und dann sofort ins Kino. Unbedingt!


Freitag, April 27, 2007

Haltet die Zeit an

Der Mensch, ein komisches Lebewesen in so mancher Weise. Vor allem aber ist es eigentlich erstaunlich, wie viele Leute mit geschlossenen Augen durch das Leben hetzen. Besonders zu dieser wunderbar warmen und sonnigen Jahreszeit wäre es eigentlich der perfekte Zeitpunkt um inne zu halten und das Dasein genauer zu betrachten.

Wir haben es so toll hier in der Schweiz. Genügend Nahrung, ein Platz zum schlafen und Freunde die zu einem halten. Leider ist es uns trotzdem nicht möglich all dies zu wertschätzen. Mir fällt in letzter Zeit immer mehr auf, wie alle Menschen einfach durch das Leben stressen und ihr Traum von Wohlstand, Ruhm und Ansicht zu verwirklichen. Aber was erreichen sie wirklich? Entschädigt das Endprodukt die ewige Hetzerei und das arbeiten bis spät in die Nacht? Ich für mich kann sagen: Es würde mich nicht glücklich machen. Ich geniesse lieber scho jetzt das "Wenige" das ich habe.

Da Musik für mich einfach.. unbeschreiblich wichtig ist, löst sie auch viele Gedanken und Gefühle aus. Auch heute kam mir wieder ein Verlangen - erscheint mir nicht nach dem richtigen Wort, aber ein anderes ist mir gerade nicht eingefallen -, nämlich einfach einmal still zu stehen. Dies auf verschiedene Weisen. So würde es mich reizen in einem Menschenstrom (zum Beispiel an einem Bahnhof oder in einer grossen Stadt in einer Gasse) einfach hinzustehen und mich vom Strom verschlingen zu lassen. Das Beobachten der vorbeigehenden Personen bringt sehr viele Erkenntnisse.
Stillstehen meine ich aber auch im Sinn von Gedanken. Einfach mal abschalten, mit Musik durch die Welt gehen und alles aus anderen Augen sehen. Gerade dies mache ich immer öfter. Auch nach Dublin musste ich es einfach tun, um mich wieder an die Umgebung hier zu gewöhnen. Viele Sachen öffnen sich einem dann erst richtig und es macht glücklich.

Und wenn ihr beim nächsten Regen jemanden mitten auf einem Platz / einem Feld stehen seht, Arme ausgebreitet und ohne Regeschutz: Das bin dann sehr wahrscheinlich ich.

=)

Mittwoch, April 25, 2007

Ein neuer Stern am Himmel

Unsereins ist ja nicht nur untätig am herumhocken und saufen, auch wenn dies manchmal so scheint.
Um das Gegenteil wieder einmal zu bestätigen entstand nun der Verein

Zum güldenen Haldenweiher

Zusammengesetzt aus alten Besucher und Gäste des wunderbaren Ortes in Zofingen, der schon so manche Verschönerung durch unsere Hand erfahren hat.


Nebst dem interessanten (und hier auch schon erwähnten) Blog http://mauricemoe.blogspot.com/ ist meiner das offizielle Sprachorgan dieses Vereines.

Zum Einstieg präsentiere ich euch ein paar ausgewählte Bilder von dem Treiben rund um den guten alten Weiher. Viel Spass.

Andere Länder..

.. andere Sitten.

Verreisen ist für mich immer etwas spezielles. Bevor es beginnt bin ich meistens nervös, da ich nicht so genau weiss was mich erwartet. Wenn ich dann mal da bin, vertiefe ich mich sehr im "neuen" Umfeld und lasse vieles aus dem Alltag hinter mir. So abschalten zu können ist auch wichtig, ansonsten wäre wohl jeder schon einmal mit einem Herzinfarkt im Spital gelegen.
Nach den Ferien bin ich dann immer etwas niedergeschlagen, dass alles so schnell vorbei ging. Die Rückkehr hierhin in die Schweiz oder einfach nach Zofingen fällt nicht immer sonderlich leicht. So habe ich mir dieses Mal aber noch zwei weitere Freitage gegönnt, bevor ich mich wieder ins Büro begab.

Ein paar Sachen haben mich in Irland aber doch ziemlich stutzen lassen. Ich selber bin ja nicht sonderlich offen, so ist der Kontakt mit Fremden (oder leider auch mit Freunden) immer wieder eine kleine Herausforderung. Aber wenn die richtigen Personen dabei sind, fällt es mir dann auch leichter. Und falls die Gesprächspartner dann noch die Initiative ergreifen (wie im Falle eines Iren der mit uns in einem Pup zu sprechen begann) geht es dann schon vorwärts.
Die Menschen in Dublin empfand ich sowieso als offener als uns Schweizer. Ich kann auch nicht genau erklären warum, aber sie kamen mir fröhlicher rüber. Klar, ich bin mir das Leben in einer solchen Stadt nicht gewöhnt und weiss auch nicht wie man sich da so verhält.. Aber gegenüber uns arroganten Schweizer fand ich sie echt toll.
Der Junge mit dem "Free Hugs" Schild brachte mich aber zum nachdenken. Nicht älter als 15 streifte er mit einem Kolleg durch die Temple Bar und umarmte fremde Leute. Was bezweckte er damit? Wollte er dein Leuten einfach sagen "hey ihr seit etwas wert, werdet geliebt und schön das es euch gibt"? Viele haben diese Gedanken leider schon lange aus den Augen verloren. Das ewige Streben nach Reichtum und Position haben und immer mehr zu gefühlslosen Körper gemacht. Auch ich habe nicht immer die Kraft, noch das Gesamtbild zu erblicken und mich doch darüber zu freuen am Leben zu sein.
Darum ist die Tat des Jungen vielleicht grösser als jede Spende eines Millionärs jemals sein könnte. Er gibt damit vielleicht ein paar Personen den Glauben an das Leben zurück.

Ich selber stelle mich diese Woche wieder einmal mir selbst. Und hoffe das mein Leben doch für einmal wieder ein glückliche Wendung nimmt.. Aber leider ist mein Hoffnungsvermögen auch nicht mehr so gross wie früher.

Dienstag, April 24, 2007

Cheers Switzerland

How're you?
Nach dem wunderbaren Wochenende in Dublin bin ich nun auch wieder unter euch Eidgenossen gelandet und will nicht zu lange warten mit den neuen Beiträgen. Wie könnte es auch anders sein, als hier gleich mal etwas von Dublin zu berichten.

Nebst vielen Photos (Auswahl für Veröffentlichung im Blog läuft noch) habe ich auch ein wenig Videomaterial nach Hause gebracht. Hier mal zwei Stück davon, viel lehrreiches ist allerdings nicht zu erwarten.



Was kann ich schon mal zu der Stadt und der Reise erzählen? Das Wetter war echt toll, wir haben nur einmal kurz ein paar Regentropfen gespürt. Ansonsten war es immer ziemlich sonnig, wenn auch ein wenig mit Wolken bedeckt. Aber was anderes habe ich eigentlich gar nicht erwartet.
Die Unterkunft (ein Youth Hostel) war echt cool. Auch wenn die Duschen und die Self-Cook Kitchen so manchen wohl in die Flucht geschlagen hätten. Item, mir gefiel es da. Auch die Leute waren cool - Franzosen in unserem Zimmer.. argh.. - und zum Frühstück wurden The Doors und Dire Straits gespielt. Wo bitteschön erlebt man das in der Schweiz?
Die Stadt selber ist natürlich extrem gross, mit Menschen vollgestopft und ziemlich schmutzig. Schon alleine der Luftunterschied zur Schweiz ist riesig. Aber nach ein paar Stunden hatte man sich daran gewöhnt und nun vermisse ich sogar das ewige Brausen des Verkehrs und das stetige Heulen der Ambulanz.
Die Pup's sind natürlich auch super, besonders die mit Live-Musik. Tipp: International Bar. Fragt mich bloss nicht mehr an welcher Strasse..

Ich werde bestimmt nochmals mehr schreiben, für den Anfang soll die nun aber reichen. Aus meiner Sicht ist die Stadt ganz klar eine Reise wert. Besonders wenn man jung ist und was erleben möchte. Ruhig wird es bestimmt nie. ;)

Donnerstag, April 19, 2007

Dublin!

Nun ist es endlich soweit, ich begebe mich an den Herkunftsort von U2. Das wird ein Fest.

Posts über den Urlaub, den sehr unterhaltsamen ÜK und noch weiteres folgen dann wieder ab dem 22.04.2007.

Man sieht sich und bis dann.

Lg
de Bohli

Sonntag, April 15, 2007

Sommer im April

Das wunderbare Wetter ist schuld, dass nun so viel Zeit in der Natur verbracht wird. Wie immer (oder wenigstens ab und zu) versuche ich die Ereignisse auf meine Art zu photographieren. Hier wieder einmal ein paar Bilder. Die ersten stammen von dem Haldenweiher-Marathon letzter Woche.


Und hier noch ein paar vom letzten Freitag. Es wurde wieder einmal grilliert, dieses mal aber im Brunngraben und mit 2 bis dahin unbekannten Personen =)

Freitag, April 13, 2007

Thank You Roger!

Nein, für einmal handelt es sich bei diesem Titel nicht um einen Beitrag über den Briefmarkenbesitzer (aber trotzdem noch am Leben), sondern um den genialen Roger Waters.
Nachdem nun schon über ein Tag verstrichen ist, kommt die Zeit um ein Resume zu schreiben. Interessanterweise geistern viele Bilder und Songs immer noch extrem präsent in meinem Kopf herum. Das gab es bis jetzt noch bei keinem Konzert. Auch war ich bis jetzt noch nie so gefühlsmässig mitgerissen worden. Die Songs von Pink Floyd und seinen Solojahren sind auch heute immer noch topaktuell und haben nichts von ihrem Reiz verloren. Sie klingen noch frisch wie beim ersten Hören und wurden von einer perfekt eingespielten Band aufgeführt.

Wie immer auf Tour besteht auch dieses Jahr Waters Truppe aus 7 Musiker und 3 Backgroundsängerinen. Zusammen ergibt das eine solch volle und grosse KLangwand, dass auch die schwierigsten Floyd Songs ohne Probleme gespielt werden. So baut sich "Set The Controls For The Heart Of The Sun" zu einer wahnsinnig grossen Klangwand auf, "Shine On You Crazy Diamond" lässt einem in ferne Welten schweben und "Perfect Sense" führt zu Tränenausbrüchen.

Gefühle waren sowieso stets da, sei es nun unendliche Freude bei den Musik, ein schweres Herz bei den Texten oder Gänsehaut wegen der Atmosphäre. Denn diese war erstklassig. Nebst den unglaublichen Musiker auf der Bühne (Waters ist und bleibt ein Perfektionist) war auch die Show der Knaller. Hinter der Band ein riesiger Bildschirm mit mehr als passenden (und effektvoll geschnittenen) Filme, 360° Soundkulisse, Laser- und Lichtshow, echte Feuereffekte und riesige Figuren die durch das Hallenstadion treiben. Hier wurde dem Besucher alles geboten. Man war nicht nur dabei sondern mitten drin.
Der Höhepunkt war dann am Ende der "Dark Side Of The Moon" Inszenierung: Über den Zuschauer wurde ein riesiges Prisma aus Laserstrahlen geformt. Das Cover von DSotM, inklusive den Regenbogenfarben die austreten.. Wahnsinn!














Ich bin immer noch überwältigt wenn ich daran denke..
Hier noch Teile der Setlist:
In The Flesh
Mother

Set The Controls For The Heart Of The Sun

Perfect Sence

Shine On You Crazy Diamond Pt. I

Have A Cigar

Wish You Were Here

Leaving Beirut
Sheeps


Komplettes DSotM Album

Vera

Bring The Boys Back Home

Another Brick In The Wall Pt. II

Comfortably Numb

Mittwoch, April 11, 2007

Noch knapp 210 Minuten..


19.45 Uhr im Hallenstadion Zürich. Das Meisterwerk live, vom Genie persönlich.

Band Projekt 08

Ich reisse mein Maul manchmal doch ziemlich fest auf und schwafle was das Zeugs hält. Mit solchen Aussagen gerät man dann teilweise in komplett neue Situationen und vor grosse Herausforderungen. So hat mich mein Vater vor kurzer Zeit gefragt, ob ich an seinem Geburtstagsfest im Sommer 2008 nicht "Stairway To Heaven (Led Zeppelin)" auf der Gitarre spielen könne. Hilfsbereit und zuvorkommend wie ich nun mal bin, habe ich auch sofort bejat und gar nicht viel überlegt.

Der erste Schock folgte dann beim Studium der Songtabs, der zweite beim Gedanken, dass eine Band auch nicht ganz schlecht wäre. Sogleich begann die Suche und die ersten kleinen Erfolge. So kann ich die ersten 7 Töne vom Lied schon auf der Gitarre (bleiben nur noch ca. 300) *g* und die Band hat doch schon ein paar Interessierte. Was fehlt sind nur noch Details wie Instrumente, Proberaum, feste Mitglieder und und und.

Allerdings bin ich voller Zuversicht und Vorfreude, denn eine Band wird auch mein bescheidenes Gitarrenspiel verbessern. Weitere Fortschritte und Veränderungen zu diesem Thema werden dann natürlich hier festgehalten.

Dienstag, April 10, 2007

300

Wieder einmal ein Kinobesuch, ihr kennt das Prozedere eigentlich schon.

300 ist nach Sin City die nächste Verfilmung eines Comics von dem genialen Frank Miller. Obowlh Comic hier eigentlich das falsche Wort ist, handelt es sich bei der knapp 90 Seiten langen Geschichte doch um eine Graphic Novel. Ein breitformatiges Buch, gefüllt mit wahnsinnig eindrücklichen Bildern. Die Geschichte selber ist nicht wahnsinnig kompliziert oder reichhaltig:
Als Sparta von dem riesigen Herr von dem persischen König Xerxes bedroht wird und der Sklaverei geweiht ist, macht sich König Leonides mit 300 Spartianer auf um die zigfache Übermacht zu bremsen. Ein Sieg ist nicht davonzutragen, das ist allen Kämpfern klar. Sie hoffen jedoch mit dieser Tat den Senat zu überzeugen, dass dieser das gesamte Herr in die Schlacht schickt.
Wie man sieht, handelt die Story eigentlich nur vom Kampf. Die 300 kämpfen gegen Gegnerhorden und deren Kreaturen, das Ende dürfte jedem von Anfang an klar sein. Zack Snyder hat nun aber versucht, dem Film mit einer Nebenstory um die Königin und den Senat etwas tiefgang zu verleihen. Eine fatale Fehlentscheidung wie sich heraustellt, denn diese langatmigen Szenen nehmen jedesmal das komplette Tempo aus dem Film und ziehen ihn unnötig in die Länge. Allerdings ist dieser Schwachpunkt zu verschmerzen, da die restlichen Szenen wahrlich grandios adaptiert wurden.
Wie schon bei Sin City wurden auch hier die Schauspieler von eine grüne / blaue Wand gestellt und dann nachträglich per Computer in die Szenerie eingefügt. Dank dieser Vorgehensweise und dem massiven Einsazu von Filter und Effekten entsteht eine sehr spezielle Atmosphäre, die den Comic in manchen Szenen 1:1 kopiert und einfach nur atemberaubend wirkt.

Es stimmt fast alles: gut agierende Schauspieler, grnadiose Musik und unglaubliche Bilder. Und wenn dann in den Schlachten ein Krieger für Minuten verfolgt wird - eingefangen mit Slow-Motion und Speed-Up und rasenden Zooms - verströmt der Film literweise Adrenalin. Allerdings sind die Schlachtszenen auch sehr brutal, nebst tonnenweise Blut und monterhaften Figuren sind auich angetrennte Körperteile an der Tagesordnung. Zarte Gemüter sollten sich den Besuch darum zweimal überlegen.

Fans des Comics dürfen sich ins Kino trauen, denn die Geschichte wurde sehr gut umgesetzt. Auch wenn durch das Hinzufügen von weiteren Szenen das Gesamtbild etwas unrunder wirkt.

8 von 10 abgetrennte Köpfe mit tiefroten Blutspritzer.

.. und am Haldenweiher.

Der Sommer hat bekanntlicherweise Einzug gehalten, Temperaturen über 20°C sind schon bald an der Tagesordnung. Und wie aus den hervorgegangenen Posts ersichtlich, richten sich da auch die Aktivitäten anders aus. Der Heitere wird wieder neu erobert / entdeckt und gebraucht, aber auch der gute alte Haldenweiher erfährt einen regen Gebrauch. Nebst dem Aspekt der Tradition hat der Platz noch andere entscheidende Vorteile:
So wurde er von uns selber besser gestaltet und bietet meistens einen ungestörten Platz um sich zu treffen. Auf dem Heitere ist ja immer Trubel, hier beim kleinen Gewässer aber Ruhe und Vogelgezwitscher.
Unser Vorhaben, diesen Platz für die Jugend zum Stammort zu machen, ist letztes Jahr nicht wirklich gelungen. Ein Grund war auch, dass wir selber viel zu wenig dort oben waren. Dies wird sich in diesem Frühling / Sommer aber ändern, schliesslich waren wir schon an den Ostertagen sehr oft dort oben.

Die Umgestaltung hat leider auch pausieren müssen, geht aber dieses Jahr bestimmt weiter. Da nun von wem (vermutlicherweise dem Stadtbauamt) die Sitzbank abmontiert wurde, ist es an der Zeit für ein altes Sofa. Und gestrichen müsste auch noch werden. Wie immer werde ich euch natürlich auf dem laufenden halten und per Bilder dokumentieren.

Ach ja: Der Start dieser Aktion ist übringens bald ein Jahr her.

Sonntag, April 08, 2007

Auf dem Heitere..

Endlich haben wir es einmal geschafft ein paar Leute aus unserer Klasse zu versammeln (plus weitere Leutchen aus Zofingen und Umgebung) und das zu machen. Da das Wetter ja so wunderbar sommerlich ist, sind wir auf den Heitere gewatschelt. Hier ein paar Impressionen:

Mittwoch, April 04, 2007

Live dabei statt nur gehört

Gestern war ein interessanter Fussball-Abend, soweit ich das als Unwissender in diesem Bereich überhaupt beurteilen kann. Jedenfalls habe ich mich mit ein paar Freunden in den Ox begeben und mir den Match AC Milan - FC Bayern angeguckt. Irgendein Champions League Spiel, keine Ahnung wie weit die da schon sind. Was zählt war der Fussball. Rasant von Beginn an, viele Chancen und doch ein paar schöne und amüsante Tore. Die Krönung war dann natürlich der Ausgleichstreffer von Bayern in der Nachspielzeit (so ca. 8 Sekunden vor Schluss), da wird sich der Ede freuen.

Aber wenden wir uns wieder einem Gebiet zu, über das ich doch ein bisschen an Wissen verfüge: der Musik. Vor knapp einer Woche (29.03.07) gaben Scrap im Ochsen (Beiz Konzert, wie immer gratis an einem Donnerstag Abend. Nächste Band im Mai.) ein Gastspiel. Ich wusste nichts über die Band, deren Stil, deren Sound.. nix. Aber schon Sekunden nach eintreffen musste ich sagen: Es hat sich mehr als gelohnt. Die Band hat nicht nur die normale Besetzung (Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug) dabei sondern ein Keyboarder, ein Perkussionist und ein Gastsänge. Ebenso wurde manchmal das Didgeridoo ausgepackt und schön lange Instrumentals gespielt. Da fühlte ich mich gleich ein bisschen an Neve erinnert. Falls ihr also mal die Gelegenheit habt diese wunderbare Band zu begutachten, tut es.

Nun noch ein kleiner (aber seeehr feiner) Ausblick, ich habe es auch schon erwähnt. Heute in einer Woche spielt im Hallenstadion Zürich Roger Waters (spielt Dark Side Of The Moon und mehr). Das wird so etwas von genial, ich freue mich extrem. Zum Glück habe ich nun auch ein Feuerzeug um bei "It's A Miracle" oder ähnlichem mitzuschwenken.

Ihr seht also, die Liveerlebnisse werden nicht weniger. Und wie immer werde ich euch dann Berichte abliefern. Zu Waters sogar ein grösserer.