Montag, April 02, 2007

Musik, Met und Würste

Ja ähm.. Der Titel ist ja bescheuert wie schon so lange keiner mehr war, allerdings waren dies auch ein paar Sachen am Wochenende.

Der Band Contest im Ochsen lief glatt über die Bühne, auch wenn es manchmal von Vorteil gewesen wäre, keine Ohren zu haben. Klar, die meisten der kleinen Leutchen auf der Bühne waren knapp 16 Jahre alt.. Aber was die zum Teil für schreckliche Musik produziert haben war unterste. Besonders schlimm war eine Band, die nur Coversongs von schrecklichen Chart-Hits gespielt hat.
Allerdings gab es auch Ausreisser in die andere Richtung. Hoffen wir mal, dass die richtige Band ins Finale einzieht.

Der Abend wurde dann mit einer (für mich jedenfalls) Neuentdeckung beschlossen: Met. *mjam* "Wikingerblut" so der amüsant klingende Name dieses wunderbaren Getränkes. Met ist Honigwein und macht seinem Namen alle Ehre. Schön süss und einfach toll zum geniessen.

Am Sonntag wurde noch etwas neues begonnen, wenn neu auch nur bezüglich dem neuen Jahr. Das grillieren mit Freunden auf dem Heitere und zwar mit Aussicht auf schöne Regelmässigkeit. Schliesslich war das Wetter einfach nur genial, ebenso eigentlich heute. Aber nun sitze ich ja schon wieder im Büro und warte schon wieder auf den Chef. Drückt mir die Daumen dass er bald kommt, sonst heisst es für mich wieder "Überstunden" leisten..

Samstag, März 31, 2007

Super....

Da sagt der lieber Korrli ich soll am Samstag ins Büro kommen, da wir so viel zu tun haben.. Und dann erscheine ich pünktlich um 11.00 in diesem Chaos und was dann? Ich beginne die Pläne zu bearbeiten und mache alle Änderungen die ich selber gerade erkenne oder noch weiss. Aber nach einer Stunde ist der Chef immer noch nicht hier.. Will der mich eigentlich veräppeln oder was? >(

Ach ja:
Heute Abend ab 18.00 Uhr im Ochsen Zofingen ist Band X Aargau. Ein Kontest von Jugendbands. Eintritt gratis. Schaut vorbei.

www.oxx.ch

Mittwoch, März 28, 2007

Beitragsflut

In letzter Zeit gab es ja so viele Beiträge wie schon lange nicht mehr. Der tägliche Rhythmus konnte fast immer eingehalten werden. Die Frage die sich nun aber stellt: Bleibt die Qualität genügend bei einem solch grossen Output?

Von meinem Standpunkt aus ist dies nicht immer sonderlich einfach zu beurteilen, denn ich verfasse die Texte und versuche immer das beste rauszuholen. Um allerdings die Qualitätsprüfung wirklich zu überstehen brauche ich Rückmeldungen von euch Leser.
I) Am besten wäre dies per Kommentarfunktion. Einfach unter dem Beitrag auf "0 Kommentare" klicken und das Formular ausfüllen.
II) Natürlich sind auch Mails willkommen: schnax@bluemail.ch
III) Oder als persönliche Mitteilung.

Ich hoffe mit eurer Hilfe den Blog noch interessanter zu gestalten. Bleibt dran und helft mit :)

Dienstag, März 27, 2007

Bobby

Ein Film und keine Person ist das Hauptthema meines heutigen Eintrages. Nachdem ich leider den täglichen Rhythmus nicht einhalten konnte (Zeitumstellung war schuld, die ist an allem schuld.. Krieg, Hunger, Hass) hier wieder mal etwas kürzeres.
Letztes Wochenende musste mich wieder einmal ein oltener Kino ertragen, und das gab es zu sehen:


BOBBY


Der Film handelt von dem Tag an dem Robert F. Kennedy erschossen wurde, nein eigentlich eher was verschiendste Personen verschiedenster sozialer Schichten an diesem Tag im Ambassador Hotel erlebt haben. Wie verlief für sie ein nicht ganz normaler Tag im Jahr 1968?
Wir beobachten Wahlhelfer, illegale Arbeiter in der Küche, Manager des Hotels, Businessmen und diverse weitere Figuren.
Der Film schafft es zu allen eine kleine Geschichte zu erzählen,
auch wenn diese teilweise recht unnötig erscheinen. Viele Figuren bleiben einfach zu blass und eindimensional. Wenn dann aber das Ende kommt wird man für diese Löcher im Plot mehr als entschädigt. Die Bilder, die Emotionen, die Musik und die Rede von RFK treiben jedem auch noch so kalten Menschen Tränen in die Augen. Und dies macht ein guter Film aus, er bewegt.

Technisch ist der Film vorzüglich gemacht. Gefilmt an Originalschauplätzen und kunstvoll verwebt mit alten Aufnahmen aus dem Fernsehen erzeugt er ein interessantes Bilder dieser Zeit. Das Staraufgebot überzeugt dann auch noch den letzten im Saal.
Was der Regisseur hier alles für Leute zusammentrommeln kann ist eifach nur beeindruckend:
Harry Belafonte
Joy Bryant

Nick Cannon
Lauren
ce Fishburne
Heather Graham

Anthony Hopkins

Helen Hunt

Ashton Kutcher

Shia LaBeouf
Lindsay Lohan

William H. Macy

Demi Moore

Freddy Rodríguez

Martin Sheen

Christian Slater

Sharon Stone
Jacob Vargas
Elijah Wood

Und dies ist eine Auswahl ;)


8 von 10 Tränen, vergossen über die Dummheit der Menschen.

Samstag, März 24, 2007

Rain On Your Face

Es wird Zeit, dass dieser Blog in etwas andere Gewässer geleitet wird.

Musik bedeutet mir bekanntlicherweise so viel wie wenig anderes. Gleichauf kommt wohl nur die Familie und meine Freunde. Obwohl auch da teilweise Abstriche gemacht werden müssen.
Auf jeden Fall kann dies manchmal auch etwas niederschlagend wirken, da praktisch niemand die Musik genau so (oder ähnlich hört) wie ich. So können dann leider auch keine Gespräche entstehen und ich kann mich selber nicht richtig erklären. Ich versuche hier aber mal etwas und will meine Empfidung an einem Lied erläutern.

Es heisst "Open Wide The Flood Gates" von dem Album Snow. Der Song ist schon vom Klang her ganz klar ein bisschen auf Melancholie getrimmt und auch der Text ist nicht unbedingt fröhlich. Es ist ein Lied welches versucht zu erklären, dass man sich doch mehr öffnen soll und die Liebe in unsere Seelen und Herzen lassen. Eingebettet in die wunderbare Geschichte des Konzeptalbums löst der Song so viel Kraft aus, dass es mich jedesmal wieder komplett überwältigt. Er beginnt eher ruhig, wird aber dann spätistens beim Refrain zu einem klanglich sehr grossen Machwerk. Die Wand aus Musig verbunden mit dem Text löst beim mir immer sehr schwer zu beschreibende Sehnsüchte und Gefühle aus. So möchte ich am liebsten alle Freunde umarmen und sagen wie froh ich doch bin diese Personen zu kennen. Einfach der totale Ausbruch von Gefühlen zu bewerkstelligen. Ich bin eigentlich immer sehr zurückhaltend mit dem Zeigen von Empfindungen.. Aber bei dem Lied möchte ich am liebsten einfach ausbrechen ..

Einmal einfach im strömenden Regen stehen und die Arme weit ausbreiten.. Mit Kollegen den Sonnenuntergang geniessen und über Gott und die Welt sprechen.. Mein Leben und dies alles mit jemandem teilen..

But it's not that simple.. =(

Freitag, März 23, 2007

Weitere Links und Tipps

Vor etwas längerer Zeit, hatte ich ja schon einmal ein paar interessante Links zu weiteren Blogs gepostet. Nun möchte ich dies noch einmal tun, da es in der Zwischenzeit doch einige weitere gute Seiten von mir entdeckt wurden.

Zuerst einmal ein Blog von einem Berufskollege und Mitschüler: http://citizenobrist.blogspot.com/
Noch ganz frisch und erst seit letzter Woche online. Seid dabei, wenn etwas grosses entsteht. Von Anfang an.

http://www.dirk-home.de/mfg/
MFG: Musik / Filme / Games

Wie es der Titel schon verspricht, ist dies ein Medienblog mit den Gedanken zu den neusten Games, Filmen und Alben. Sehr interessant und in einem schicken Design.


Webcomic
:
http://www.thebookofbiff.com
Webcomic über den etwas zurückgebliebenen Biff der wirklich alles ausprobiert. Praktisch jeder Strip ist so gut, dass man laut herauslachen muss. Und viele Ideen sind so abwegig, dass ich mich sogar gefragt habe, wie man auf so etwas kommen kann.
Dicke Empfehlung!
Hier zwei Beispiele (wie immer auf die Bilder klicken um sie in Originalgrösse zu betrachten).

Donnerstag, März 22, 2007

Stand Up Festival


An diesem Samstag ist es wieder einmal so weit, in Däniken findet das Stand Up Festival statt.

http://www.standup-festival.tk/

Infos zu den Bands und dem ganzen Anlass gibt es auf dem obengenannten Link, hier der Ablauf:
20.00 Uhr Türöffnung
20.00 - 21.45 Uhr Riot Sound
21.45 - 22.15 Uhr Rude Tins
22.45 - 23 45 Uhr Green Vibe Project
24.00 - 01.00 Uhr Ganjaman
01.15 - 02.15 Uhr Aya Waska feat Charly B
02.30 - 04.00 Uhr Riot Sound
04.00 Uhr Türschliessung

Ich hoffe, ihr werdet zahlreich erscheinen. Meine Wenigkeit ist bestimmt da.

Mittwoch, März 21, 2007

Etwas zur obligaten Diskussion: Klima

Nach dem Terror und dem Irak-Krieg ist ja nun seit längerem das Klima und dessen unschönen Veränderungen das Hauptthema der Zeitungen und Medien. Bis jetzt ist mein Blog - mehr oder weniger - von dieser unendlichen Diskussion verschont geblieben, doch dies soll sich ab heute ändern.
Grund dazu ist zum einen die Meldung, der Nationalrat verabschiedet Bundesbeschluss über die CO2-Abgabe. Der Beschluss bleibt nun längstens bis 2009 in Kraft und wird somit die Abgabe auf den Brennstoffen einführen. Ingesamt wird sich der Liter Heizöl ab 2009 um 6 Rappen und ab 2010 um 9 Rappen verteuern, wenn der Ausstoss des Treibhausgases nicht messbar abnimmt. [Zitate: bluewin.ch / sda]

Ob dies wirklich viel zur Verminderung des CO2-Ausstosses beitragen wird, kann man nun bezweifeln. Ich denke aber doch, dass es ein Grund mehr sein wird zukünftige und momentane Bauherren von der Ölheizung abzugbringen. Denn knapp 10 Rappen machen je nach Menge beachtliche Mehrkosten aus.

Und noch ein Hinweis an alle, meldet euch und gebt dem Klima eure Stimme. Ab dem 21.10.2007 sind ja bekanntlich die Wahlen und ihr könnt euch schon jetzt zu Wort melden und verkünden, dass ihr nur Politiker wählen werdet die auch was tun wollen.
http://www.klimawahl.ch/d

Ebenso findet ihr auf der Seite viele Infos und Tipps wie man sonst noch helfen kann.

Macht mit, helft mit, packt es an. Denn es ist unsere Zukunft und wir müssen in dieser Welt leben!

Dienstag, März 20, 2007

Marathon ohne Feuer

Nach Ewigkeiten des Wartens jetzt plötzlich ein Beitragssturm, was läuft bloss im Hause Bohli-Blog?
Ich habe mir nach längerem wieder mal etwas vorgenommen, nämlich jeden Tag einen Eintrag zu schreiben. Wie lange ich das wohl durchhalten werde? Keine Ahnung, aber ihr könnt gerne Wetten abschliessen. Auf jeden Fall habe ich so meine Tricks, um diesen Rhythmus durchziehen zu können. Harr..

Am letzten Sonntag war es ja ziemlich windig (Schliesslich wollte der Winter wieder zurückkommen, und hat dies auch teilweise geschafft.) und die Sonne verschwand schon bald hinter dicken Wolkenfronten. Dies hat mich als unerschrockener Zofinger aber nicht davon abgehalten, auf den Heitern zu gehen (eigentlich sind wir gefahren, but who cares..) und zu skizzieren. Was mir dabei aufgefallen ist: Die Drachen leben wieder!

Nicht diese Kolosse aus Fleisch und Blut, sondern die filigranen Konstruktionen aus Stangen und Stoff. Denn es waren bestimmt ein halbes Dutzend dieser Dinger in der Luft, gesteuert von allen Altersklassen.
Ich war ein bisschen erstaunt, weil ich solche Dinger schon seit längerer Zeit nicht mehr gesehen habe und jetzt gleich so viele auf einmal. Da muss irgendwo ein Nest sein, oder ein neuer Trend ist wieder ausgebrochen. Na gut, es gab schon schlimmere.. Ich denke da an Disco oder Kickboard .. (passt ja super zusammen..)

Montag, März 19, 2007

OMDB

OMDB? Klingt wie eine Abkürzung aus der Schweizer Armee, ist jedoch etwas sehr sinnvolles (im Gegensatz zu diesem Trachtenverein).

OMDB = Online Musik DatenBank

Eine neue Seite (befindet sich teilweise noch im Aufbau) auf der ihr alles über Bands und deren Alben erfährt, seht wo welcher Bonustrack enthalten ist und welcher Drummer eigentlich das Debut eingespielt hat.

Natürlich ist die Seite noch lange nicht vollständig, aber ihr könnt euren Teil dazu beitragen. Einfach anmelden und neue Einträge erstellen. Somit findet ihr und alle andere User zig Infos über eure Lieblingsbands.

Ebenso findet ihr auf der Seite ein Forum und eine Liste für eure CD-Sammlung.
Schaut rein! =)
Hier klicken:
http://omdb.i3h.de/index.php | http://www.omdb.de.vu

Cartridge Comics

Ohne Worte (Bitte auf das Bild klicken um es in Originalgrösse zu sehen):


Weitere lustige, interessante oder doofe Strips:
http://www.cartridgecomics.com/

Sonntag, März 18, 2007

Neve live im OX

In letzter Zeit habe ich meistens sehr Glück mit meiner Konzertwahl. So auch dieses Wocheende wieder, denn ich habe mich nach vielen guten Stimmen in den Ochsen-Saal gewagt wo nach Einsatz von DJ Motti Matete die Zofinger Band Neve gespielt hat.
Und ehrlich Leute: Alle die nicht da waren haben so etwas geniales verpasst. Zwei Stunden lang Sound vom Feinsten zwischen Drum & Bass, Lounge Sound uns orientalischen Klängen. Was die vier Männer da hingezaubert haben war einfach nur toll. Endlos erscheinende Ozeane der Klänge und Beats, tanzbar bis zum letzen Ton. Und als dann noch die Sitar ausgepackt wurde, verfiel auch der letzte Zuschauer der Band.

Leider war um ca. 00.30 Uhr dann auch schon alles vorbei und der DJ kam wieder zurück. Aber für die meistens hiess dies noch lange nicht das Ende des Abends, denn es wurde fleissig weitergetanzt. Die Körper wollten gar nicht mehr stehen bleiben.

Die Band hat übrigens schon eine CD veröffentlicht (sehr zu empfehlen):

Neve - ebb and flow

http://www.neve-music.ch/

Festivalsommer hoch Zehn

Schon bald beginnt sie wieder, die verregnete .. ach quatsch, die wunderbare Festivalzeit. Die ersten Open Airs haben auch schon ihr Programm (oder zumindest einene Teil davon) bekannt gegeben. So beginne ich gleich mal mit ein paar Highlights:

15.-17.06.2007: Greenfield Festival Interlaken
The Smashing Pumpkins
The Killers
Porcupine Tree
QotSA
Incubus
Juliette & The Licks
and many more..

29.06.-01.07. 2007: Open Air St. Gallen
Placebo
Bloc Party
Kaiser Chiefs
Arcade Fire
Snow Patrol
Arctic Monkeys
und viele weitere..

24.-29.07.2007: Paleo Festival Nyon
Björk
Leider bis jetzt nur sie bekannt, aber WOW!

10.-12.08.2007: Heitere Open Air Zofingen
Pink
The Answer
Ten Years After
und noch ein paar mehr die man leider noch nicht kennt...

Ich werde euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden halten.
XYZ = Jaaaa! Endlich Live!

Samstag, März 17, 2007

Ab(jetzt)normal

Es ist sehr verwunderlich, wie manche Tätigkeiten in der Nacht (oder zur späten Stunde) von vielen Leuten als abnormal und merkwürdig empfunden werden. Hier zwei Beispiele, die ich vor noch nicht all zu langer Zeit selber erleben durfte:

Nummero Uno // Zeichnen um ca. 02.00 Uhr
In der Stadt etwas zu skizzieren ist eigentlich immer eine spezielle Beschäftigung. Nebst den "Ich-laufe-ganz-unaufällig-vorbei-und-gucke-schnell-auf-das-Blatt"-Personen gibt es ja noch die professionellen Gaffer, die sich so richtig schön nebst einen stellen und vielleicht sogar eine Diskussion beginnen. Sobald man aber dann mitten in der Nacht noch umherwandert und ein paar Skizzen anfertigen will, gilt man schon als Verrückter / Krimineller. Klar, so alltäglich ist die Situation wirklich nicht, aber was ist daran eigentlich so verkehrt? Man hat die Stadt für sich, kann die Ruhe geniessen und Bilder mit komplett neuen Schattenwürfen, vielleicht sogar Nacht-Zeichnungen anfertigen (Weiss auf schwarzes Papier).
Aber gut ich kann die Polizei auch verstehen, dass sie mich ausgefragt haben (inkl. der berühmten Frage "Händ si en Uswiis debii?"). Schliesslich könnte ich ja ein Terrorist, ein total Besoffener [Seit wann halten die noch Bleistifte und malen Striche auf ein Blatt?] oder ein Knorrli sein. Die Situation war aber doch ziemlich amüsant.
Nummer Zwo // Sitzen, und denken auch ca. um 02.00 Uhr
Leute sitzen ja besonders bei schönem Wetter und warmer Sonne gerne einfach mal wo hin und denken nach, denken gar nicht oder denken sich nichts dabei. Dabei wird man teilweise überhaupt nicht mehr beachtet, für viele Leute verschwindet man von der Erde. Die sind ja eh alle zu beschäftigt mit sich selber.
Sitzt man aber zu später Stunde in der Stadt und versucht sich klar zu werden, wer man ist, was man hier tut und warum man dies tut, reagieren alle anders. Klar, für die meisten ist man dann einfach ein betrunkener Schluchzer, der wieder mal nicht mehr gerade gehen kann. Aber ich möchte eigentlich gar nicht wissen, was die Leute sonst noch über sich denken.

Ich finde die Nacht ein schöner Zeitraum. Alles ist anders, das Licht sieht besser aus und die Stimmung völlig verändert. Darum ist es manchmal einfach nur toll, nach dem Ausgang noch schnell ein bisschen umherzulaufen und zu zeichnen / photographieren oder denken.

Wer macht sowas manchmal auch? Oder ist euch das schon zu abnormal oder verrückt? ;)

Freitag, März 16, 2007

Sun, Fun And Much To Do

Man klagt ja viel über die momentane Klimasituation. Aber ehrlich gesagt ist es doch einfach nur toll, wie schön dieser "Winter" war. Ich weiss, dass ich jetzt vorsicht sein muss mit meinen Äusserungen, schliesslich bin ich ja ehrenwertes Mitglied der Organisation GrünerFriede.

Wie dem auch sei, ich möchte eigentlich mal meine super Stimmung verbreiten hier. Am besten ihr spielt ein gutes Stück Musik zu diesem Beitrag, etwas das einfach nur fröhlich stimmt. (Mein Tipp: Alright von Supergrass .. hossa!)
Es ist warm draussen, die Vögel pfeiffen, die Sonne lacht (Muahahaha) und die Wolken verziehen sich meist nach den ersten paar Stunden eines Tages. Es ist doch einfach prächtig, dass man jetzt schon praktisch im T-Shirt durch die Gassen ziehen kann. Ich finde, es stimmt die ganze Welt auch viel froher. Am besten merkt man dies, wenn man an einem wunderbaren Sonntag Nachmittag herumspaziert (am schönsten mit dem iPod in den Ohren.. Also eigentlich die Kopfhörer.. Aber die gehören ja zu diesem Flachdings). Überall trifft man Leute die ein bisschen herumlaufen, Familien die spielen und Knorrlis die mit den Autos umherbrausen.
Mir kam da letzthin der Gedanke: "Doch, die Welt ist eben doch ein schöner Platz." (Ausser man ist Teppich-Knüpfer in XYZ [Drittweltland ihrer Wahl einsetzen {Passend zum Thema einen freundlichen Gruss an Herr General Zumbach}]).

Meistens nütze ich solche wunderbaren Tage um mein Skizzenbuch etwas zu füllen. Und es gelingt mir auch, da ich endlich mit Herrn Knorrli (dem Original) ein Abkommen gemacht habe: Jeden 2. Freitag wird da reingeguckt (also ins Buch, nicht in den Knorrli) und das ganze ein bisschen besprochen.

Übrigens haben mein Vater und ich diese Woche zum ersten Mal im Jahre 2007 grilliert. Die Saison ist eröffnet =D

Ach ja, wer zuviel Zeit hat kann die Klammerbemerkungen in diesem Beitrag zählen.. Aber wer hat das schon. ("Ausser der Herr Bohli.. Der hat immer zu viel Zeit, obwohl er immer jammert er habe gar keine!!!".. So sprach Herr L.Z. aus Strengelbach. Und wie er doch nicht immer aber doch ab und zu bei glücksfällen vielleicht nicht doch Recht hat.)

Donnerstag, März 15, 2007

Tanzen.. feiern.. festen.

Und endlich endlich endlich.. Nach all diesen CDs, Kinobesuchen und sinnlosen Besäufni... ahahahah.. *hust* Ich doch nicht.
Egal, was ich sagen wollte:

Ich war nach längerer Durststrecke wieder mal auf einem richtig guten Konzert. Zum ersten Mal habe ich mich nach Sursee in das Kulturwerk118 getraut (danke noch an Andrea Schaub für diesem Tipp und Matthias Widmer für die Hinweise auf das Staff-Gschmöis xD) und kräftig abgefeiert. Es war Irish Night mit den Bands Pupside Down (Interessanter Name hehe) und a little green, da durfte ich natürlich nicht fehlen (schliesslich geht es im April nach Dublin).
Was die beiden Gruppen dann musikalisch geboten haben, war einfach nur toll. Pupside konnte eine sehr talentiere Flötenspielerin (Jethro Tull, ick hör dir trapsen) und eine super Geigenspielerin vorweisen, die Grünen begeisterten mit speziellen Instrumenten und vielen Wechsel. Auch der Humor kam nicht zu kurz.
Eigentlich war ich nach der Hälfte schon ziemlich am Ende (tanzen tanzen, saufen kann man im Ochsen, gell Mare.. harr), doch ich habe weitergemacht.. Aber die Bitte einer anderen Konzertbesucherin, ich solle nun auch für sie tanzen da sie auf den Zug musste, habe ich leider ausschlagen müssen. Ansonsten wäre ich wohl zusammengebrochen. ;)

Auf jeden Fall war es ein super Abend mit hammer Musik und tollen Leuten. Dahin gehe ich gerne wieder.

Mittwoch, März 14, 2007

Das lief so 2D

Die Tipps werden jetzt eigentlich niemandem mer etwas nützen, aber egal. Das habe ich seit dem letzten Blogeintrag so alles geschaut:

Blood Diamond
Ein bisschen zu fest mit dem moralischen Zeigfinger gewedelt mein Lieber Herr Zwick. Aber ich bin froh, dass ich ihnen nach dem schrecklichen Last Samurai nochmals eine Chance gegeben habe. Denn hier machen sie vieles (wenn auch nicht alles) richtig. Die Story unterhält, die Schauspieler überzeugen und die Mischung aus Action und Drama stimmt. Allerdings haben sie das Ende schon ziemlich in den Sand gesetzt. Wissen Sie, Menschen können selber denken und Kinobesucher sowieso.
Und eines muss ich einfach schreiben.. Jennifer-Connely-sieht-traumhaft-aus!! Jawohl..
8/10 Diamanten, verkauft zu einem echt tollen Preis.

Ghost Rider
Marvelcomicverfilmungtrash. Unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Er ist einfach zu viel auf einmal: Witzig, gruselig, ernst und superheldenmoralisch. Dadurch verkommt er zu einem kruden Mix aus Szenen die dann doch ein Gesamtbild ergeben, teilweise mehr weil sie es einfach müssen. Nicolas Cage in Ehre, aber der ist einfach zu alt für diese Rolle.. Und dann die Effekte.. *hach*..
6/10 halbgebackene Toteschädel.

Notes On A Scandal
Läuft noch soweit ich weiss, darum jetzt mal nur das was ich eigentlich in ellenlangen, pseudowitzigen und -metaphorischen Sätzen verstecken will:
- Sehr gelungene Bestzung (Bill Nighty.. Hossa!! :D)
- Interessante Story mit gutem Ende
- Geniale Erzählungsweise (Ich sage nur: Monologe, Tagebuch)
- Ruhig und spannend.
9/10 Affären, die man nicht so schnell vergisst.

The Good Shepherd
Es gibt sie doch noch, die Filme bei denen man ohne Mitdenken auf verlorenem Posten steht. Auch wenn dieser Streifen dank den verwirrenden Zeitsprüngen manchmal doch etwas in das Arge gerät, er lohnt sich. Allerdings nur für Leute die sich ein bisschen für Politik interessieren und Sitzfleisch mitbringen. Ansonsten werden die knapp 3 Stunden sehr lange.
Was den Film leider schlechter macht als er ist: Matt Damon. Er spielt überhaupt nicht sondern ist nur. Man könnte dies jetzt als Metapher sehen, allerdings ist es für ein solches Machwerk nur schade.
7/10 Briefe, die man eigentlich nie lesen wird.

Gute.. nein streicht das..Wunderbare Musik!

Hier mal wieder eine Empfehlung für zwei CDs, die mich so schnell nicht mehr aus der Faszination entlassen werden. Für beide gilt: Musik auf höchstem Niveau, perfekt gespielt und wunderbar verpackt.

Zuerst mal eine Band die auf den ersten Blick unbekannt erscheint:

Blackfield - II
Aber bei genauerer Betrachtung fällt (dem Musikinteressierten) auf: Steven Wilson? Der spielt doch sonst bei den genialen Porcupine Tree. Genau, und dies hier ist sein Nebenprojekt welches er zusammen mit dem Israelischen Superstar Aviv Geffen am Leben erhält. Und wie.. Obwohl es bis jetzt nur zwei Alben gibt (von denen ich leider nur das aktuelle besitze), haben sich die Musikwelt doch gewaltig bewegt. Ihre Poplieder (jawohl Pop, allerdings so wunderschön und interessant, dass es die Songs leider nie in die Charts schaffen werden) beginnen meist ruhig und sanft, werden dann aber spätestens im Refrain zu bombastischen Stücken. Streicher, Orgel, Keyboards, Gitrarren und der wunderschöne Gesang. Alles prallt aufeinander und sorgt für einen solch schönen Sound, das einem fast Tränen in die Augen kommen.
Jedes Lied wartet mit einer zum heulen schönen Melodie auf und wird auch beim 20 hören nicht langweilig.

Falls ihr mal bei mir seid, fragt bitte nach der CD. Ich werde euch gerne ein paar Lieder (göttlich: End Of The World) vorspielen. Ihr werdet begeistert sein, versprochen. Wenn nicht, bezahle ich euch ein Bier!


Arcade Fire - Neon Bible
Auch hier kenne ich leider nur das aktuelle Album, allerdings ist die wie schon bei Blackfield einfach nur ein Muss.
Nach dem Erfolg ihres Debuts (Funeral) hat sich die Band eine Kriche gekauft und ihr neustes Werk darin aufgenommen. Doch haltet ein liebe Genossen, es handelt sich hiermit keineswegs um ein religiöses Album (was auch der Titel vermuten lässt), sondern einfach um tolle Musik. Am Afangs ist der Sound der Platte etwas gewöhnungsbedürftig, die tolle Stimme des Sängers kann aber schnell überzeugen.
Und dann kommt Lied 4 Intervention. Kirchenorgel. Bombast. Traumhaft schön. Möge es bitte nie enden. Tränentreiben. Göttlich.
Auch die anderen Lieder vermögen es spätestens beim zweiten Mal hören zu überzeugen. Auch hier ein wunderbares Album, allerdings wohl auch nicht ganz jedermann/fraus Sache.

Noch diese Woche auf dem Blog:
- Was schaut der Bohli so im Kino?
- Wo war er eigentlich am Wochende?
- Wie gefällt ihm das momentane Wetter?

Dienstag, März 13, 2007

OUT NOW

Das neue Album von

MC Chrigel, de Powerriegel

Sein neustes und geniales Werk:

DE KRASSIKER

Jetzt überall wo es die beste Musik des Planeten gibt! Holt es euch, sonst holt er euch!

Happy Birthday Adam

Alles Gute zu deinem 47sten Geburtstag. Mögen noch viele weitere folgen :D

Ach ja, bitte richte doch Bono aus das er sich ein bisschen mehr dem neuen Album widmen soll. So wie ich den kenne wird er sonst noch bis 2008 herumjetten und dann langsam daran werkeln ;)


Freitag, Februar 23, 2007

Die Wahrheit findet ihr woanders..

Mein Magen fühlt sich flau
Ich sitzte hier in Knorrlis Bau
Und gepostet habe ich kau
m etwas in letzter Zeit.

Seit längerem wieder mal ein Post. Und nachdem ich ja die Film.. oder besser gesagt Horror-Kultur in meinem letzten Post genügend behandelt habe, dreht sich wieder mal alles mit ein paar Ausnahmen um die Musik.

Ich durfte in diesem wunderbar sonnigen und frühlingshaften Februar 2 Gratis-Konzerte im Ochsen geniessen. Die erste Band Tortilla Flat spielte schon längers mal, fragt mich bloss nicht mehr nach dem Datum. Auf jeden Fall war es ein gemütlicher Abend mit akustischen, irischen Songs. Gespielt von Schweizern inmitten den - mit neuen Leuten durchmischten - Ochsen-Gänger.
Am 15. 02. gab sich eine weitere Schweizer Band die Ehre: The Delilahs. Eigentlich komisch, es ist eine der ersten Bands die ich bewusst 2 Mal live gesehen habe (Konzert Nummer 1: Heitere Open Air 2006) und dies, obwohl die 3 jungen Frauen gar nicht mal so gut spielen. Klar, 3 Bass-Akkorde, 4 Gitarre-Akkorde und ein Schalgzeug-Rhythmus kann schon was gutes ergeben.. Allerdings wurde das 50 minütige Konzert zu einem langweiligen Meat Loaf Song. "Ach, das ist jetzt ein neuer Song?" ;)
Item.. Warum man diese Band aber trotzdem schauen geht? Nun ja, wie schon gesagt es sind 3 junge Frauen aus der Schweiz. 'Nuff Said. *harr*
Wenigstens habe ich wieder mal ein paar alte Freunde aus der Schulzeit getroffen. Das berechtigte den Gang dort hin. Und der Ochsen war wieder mal seehr voll. Mit ca. 80% Männern .. Komisch.. ;)

CD mässig hat sich auch wieder mal einiges getan, aber ich will euch ja nicht mit allem langweilen. Darum hier nur die neuste Erkenntnis:
ISIS- In The Absence Of Truth
Tja, ein Album das sehr schwer zu bewerten ist. Ich habe es jetzt ziemlich oft gehört und es gefällt mir auch sehr gut. Alle Lieder sind gelungen, es gibt keinen Durchhänger. Allerdings weiss ich einfach nicht, wie ich dieser Musik.. diesem Stil (Mischung aus Hardcore, Doom Metal, Prog undsonstnochwaswoichnichtunbedingterkennenkann) eine Wertung aufdrücken soll. Das ist ein zu speziell, aber sehr zu empfehlen.

Konzertemässig tut sich auch in Zukunft was.. So wären am 21.02. Amplifier in Zürich gewesen, leider hat es mir dank den Schularbeiten nicht zu einem Besuch gereicht *sniff*. Und morgen Abend würde "Blackfield" im Z7 spielen. Je nachdem ob ich Leute mitschleppen kann (Auto wäre ganz praktisch.. hehe) würde ich sehr gerne hingehen. Und dann kommen noch Spock's Beard, Manfred Mann's Earth Band und und und...

Weiteres zu meinem Leben wie immer bald oder noch bald in diesem Theater.

Dienstag, Februar 06, 2007

Saw III - Der Horrorfilm und wir [Teil 2]

Teil 1 findet Ihr hier.

Etwa 2.5 Jahre nach dem Start des Originals kam nun auch der dritte Teil dieser Reihe zu uns in die Kinos.

Aller guten Dinge sind Drei?
Da ich allgemein durch Kritiken beeinflussbar bin (nicht bei der Bewertung) und meine Kinobesuche meistens nach diesen auswähle, habe ich mir gedacht ich werde mir den dritten Teil dieser - sich totlaufenden - Reihe auch antun. Gesagt getan, letzten Samstag ging es nach Emmenbrücke ins Maxx Kino. Leider mussten wir uns mit der drittvordersten Reihe begnügen und wurden somit von der Leinwand praktisch verschluckt (denn die ist im Saal 3 wirklich gross). Dies hat den Film allerdings nur noch verstärkt, denn man konnte den Blick wahrlich nicht mehr abwenden. Nach der obligaten Lasershow und den Trailer (300 WOAH! Der wird genial!) begann der Nervenkitzel.
Klugerweise beginnt der Film genau dort, wo der Zweite geendet hatte ("Game Over."), was allerdings für Leute welche die anderen beiden Streifen nicht kennen ein Drama auslöst was sich durch den ganzen Film halten wird. Nie wissen diese Personen so genau was vor sich geht, denn die Geschichte ist sehr stark mit den Vorgänger verknüpft und führt praktisch alle Handlungsfäden weiter. Auch sonst ist die Story wieder besser als in Saw II, denn nun geht es wieder um die eigentlichen Grundsätze von Jigsaw (Tobin Bell). Hinzu kommt, dass der "Killer" dem Tod sehr nahe ist. Durch einen unheilbaren Hirntumor schon in Teil 1 sehr handycapiert, liegt er nun ans Bett gefesselt in seiner Werkstatt. Die Weiterführung seiner Lebensaufgabe hat nun Amanda (Shawnee Smith) komplett übernommen, wenn auch unter seinen Anweisungen.
Damit er sein letztes Spiel aber noch überlebt, lässt er Amanda die Ärztin Lynn Denlon (Bahar Soomekh) entführen. Der Doktor soll Jigsaw nun so lange und mit allen nötigen Mittel am Leben erhalten, bis das letzte Spiel vorbei ist...

Nebst dieser Hauptstory wird - geschickt eingebettet - in Rückblenden die Geschichte und Vergangenheit von Jigsaw und Amanda erzählt. So erfährt man nun endlich, wie es genau zu der Zusammenarbeit kam und wie Jigsaw alles gestartet hat. Auch werden die losen Enden von den ersten beiden Filmen aufgelöst und geschickt gelöst. Die Geschichte lässt praktisch eine Wünsche offen und legt alles klar dar, wenn auch nicht in chronologischer Reihenfolge. Doch genau diese Erzählstruktur war schon immer eine der Stärken dieser Reihe, in dieser abschliessenden Folge wird sie nun perfektioniert.
Dank dieser Technik gelingen dem Streifen auch ein paar wirklich starke Szenen, so gefiel mit die Rückblende auf den Puppen bastelnden Jigsaw am besten. Schliesslich wurde sie schön stimmig mit Musik aus dem ersten Film unterlegt.

Roter Saft ist immer gut
Aber wie steht es denn nun um den Horror in diesem Film? Nun, es wird komplett auf brachiale Darstellung und ekelerregende Effekte gesetzt. Die subjektive Wahrnehmung wird ganz aussen vorgelassen, denn die Macher des Filmes zeigen einfach alles. Egal ob es sich um zertrümmerte Füsse, abgerissene Arme oder zerschossene Gesichter handelt. Kein Bild ist zu schrecklich für den Film, alles wird in schneller Schnittfolge und mit wummernden Bässen unterlegt auf die Zuschauer eingeprügelt. Ein Entkommen ist nicht möglich. Seinen blutigen und schrecklichen Höhepunkt erreicht der Film bei einer ultrablutigen Operation an einem menschlichen Schädel. Schrille Bohr- und Säggeräusche und herausquellendes Gehirn inklusive. Wer bei dieser, extrem langen und anhaltenden, Szene nicht würgend den Kopf abwendet hat ein Problem.

Aber dient dies überhaupt noch dem Film? Saw III wird dadurch zum grausamsten Teil der ganzen Reihe und lässt seine Vorgänger wie Kinderfilme aussehen. Man fragt sich nun aber zurecht ob dies überhaupt nötig ist. Meiner Meinung nach wurde hier schlichtweg übertrieben, denn man wollte einfach noch mehr Gore einbringen und alle bis jetzt erschienenen Horrorfilme übertrumpfen.

I Need More?!
Manche Fans erwarten solche kranke Fantasien, die auf die Leinwand gebracht werden, dem Film kann so etwas jedoch nur schaden. Denn die Geschichte ist wirklich sehr toll, wird jedoch durch teilweise unnötige Folterszenen künstlich aufgepeppt. Auch die oben erwähnte Operation ist einfach too much. Hier wäre es viel eindrücklicher gewesen, das Ganze nur anhand von Schatten und Geräusche darzustellen. Denn anstatt Ekelgefühle auszulösen, würde dies den Kinogänger einen wirklichen Schrecken einjagen.
Man kann nun nur hoffen, dass beim nachfolgenden 4. Teil der Serie das ganze wieder auf ein erträgliches Mass zurückgeschraubt wird, ansonsten besteht der Film wirklich nur noch aus Blut und Morde.

Teil 4? Ich dachte dies wäre der abschliessende Teil? Jein. Saw 3 ist der letzte Teil dieser ersten Trilogie und beendet die Geschichte um Jigsaw und Amanda. Allerdings schafft er sich mit einem geschickten Kniff am Ende Raum für viele weitere Fortsetzungen.

Was kann man abschliessend zu einem solchen Film sagen? Er schafft es mit einer sehr starken Story zu begeistern und vermag sogar rückblickend - dank ein paar Erklärungen - den schwachen zweiten Teil aufzuwerten. Ebenso überzeugen die Darsteller, allen voran Tobin Bell und die gelungene Musikuntermalung. Sehr fraglich ist jedoch die Darstellung der Gewalt, denn eigentlich ist ein solcher Film nur die Antwort auf das existierende Verlangen in unserer Gesellschaft. Und die muss, an solchen Massstäben gemessen, extrem krank sein.
Der Film ist somit wirklich nur für alle Erwachsenen geeignet, die solche Szenen verarbeiten und von der Realität trennen können.

7/10, wenn auch mit flauem Magen und sehr wackligen Knien.

Saw III - Der Horrorfilm und wir [Teil 1]

Letzten Samstag war ich (trotzdem sehr schlechten 2. Teil) im Kino und habe mir Saw III angetan. Nach dem Abspann war ich aus mehreren Gründen ziemlich geschockt.. Darum hier mal eine etwas andere Kritik zu einem Film.

Horror, Blut und Morde
Horrorfilme erfreuen sich seit eh und je grösster Beliebtheit. Nach den - eher subtilen und mit den Vorstellungen spielenden - Klassiker kamen immer mehr die Slasher und Gorefilme in Mode. Je mehr Blut umso besser. Man denke da nur an die Freitag der 13. oder Freddy Reihen.
Nachdem das Genre dann etwas ruhiger wurde und sich die breite Masse anderen Filmen zuwendete, passierte in den letzten Jahren das unvermeidliche: Die Horrorfilme kehrten zurück, brutaler denn je.
Mit der Neuauflage von Romeros Dawn Of The Dead und dem wirklich gelungenen 28 Days Later wurde das Zombie-Gebiet neu "belebt" (haha, super Wortwitz..), die asiatischen Schocker Ring und Yu-On wurde von Amerika runderneuert..

Und ein klein budgetierter Film namens Saw legte die Massstäbe im Horrorbusiness in verschiedenen Bereichen sehr hoch. So war der Film ein unglaublicher Erfolg im Box-Office, hatte eine sehr intelligente Handlung und schockte mit extremen gewalttätigen Szenen, obwohl eigentlich dank Zeitraffer und geschickten Einstellungen gar nie viel zu sehen war.

Trotzdem bewirkte der Film, dass die Horrorfilme noch einmal eine Spur härter und ziemlich brutaler wurden. Vorläufiger Höhepunkt der Gewalt signalisierten die Filme Hostel und The Hills Have Eyes. Extrem, kompromisslos und ohne zu zögern wurde in diesen Filmen alles gezeigt und nicht nur angedeutet. Keine Folter war zu grausam, kein Bild zu schrecklich um in den Lichtspielhäusern zu laufen.
Aber nicht überall. So schritten die Behörden in der Schweiz ein und die Kinos in der Deutschschweiz zeigten Eli Roth's Film Hostel nicht. Zu brutal und zu wenig Kunst. Was bei vielen einen Sturm von Entrüstung auslöste, ist jedoch nüchtern betrachtet verständlich, aber auch ein wenig sinnlos. Denn die Jugendlichen von heute haben au so Zugang zu brutalen Filmen und Bildern. Schon alleine die gezeigten Szenen in Tageschauen sind überhaupt nicht zimperlich und der grausame Krieg wütet überall, dadurch ist er auch stark in den Medien präsent. Ausserdem ist der neue Kick echte Foltervideos im Internet zu schauen bei vielen sehr angesagt.

Auf in die zweite Runde
Währendessen wurde in Hollywood fleissig an den nächsten bluttriefenden Filmen gewerkelt. So bekam auch Saw - ganz in der hollywoodschen Geldmachtradition - eine Fortsetzung. Wie im Genre üblich wurden für den 2. Teil mehr Morde, mehr Opfer, mehr Schockmomente und natürlich mehr Blut angekündigt ("Oh Yes, There Will Be Blood!").
Zirka ein Jahr nach der Premiere des ersten Teils kam nun SAW II in die Kinos (in den Staaten schön pünktlich zu Helloween). Natürlich wurde auch dieser Film wieder ein durchschlagender Erfolg, denn nach dem wahrlich genialen Ende des ersten Filmes waren alle Fans nun gespannt wie es weitergeht. Und zugleich lockte er auch viele neue Zuschauer an. Nach kürzester Zeit hatte er seine Produktionskosten wieder eingespielt und eine Fortsetzung wurde schon geplant.

Leider wurde bei dieser ganzen Maschinerie etwas vergessen: Saw hatte noch eine einigermassen gute Geschichte und die Morde geschahen nicht ohne Grund. Der Jigsaw-Killer hatte doch einleuchtende Motive und handelte strikte nach seinen Regeln des Spiels. All dies wurde bei dem - technisch überzeugenden- Nachfolger fast komplett fallen gelassen. Die Morde geschahen teilweise ohne ersichtlichen Grund, alles geschah nur noch zu dem Zweck Blut auf die Leinwand zu bringen. Da auch Jigsaw selber eher in den Hintergrund treten musste, wirkte der ganze Film seelen- und lieblos hingeklatscht. Er polarisierte die Kinogänger und verärgerte viele.

Nachdem aber trotzdem ein dritter Film der Reihe angekündigt wurde (wieder mit den Machern des Originals) spitzen sich die Ohren und Gerüchte machten die Runde. Als es dann (wieder genau ein Jahr nach Kinostart des zweiten Teiles) soweit war und die ersten Kritiken auftauchten waren viele positiv überrascht: Durchwegs gute Wertungen und Stimmen zum Film. Sollten sie den richtigen Weg etwa wieder gefunden haben?

Alles weitere zum dritten Teil der Blut-Saga folgt in der Fortsetzung dieses Beitrages..

Mittwoch, Januar 31, 2007

ArchiCAD und so

Ich habe es nun geschafft, die aktuellste Version von ArchiCAD - nämlich s'Zähni - vor dem Büro auf meinem eigenen PC* zu haben. So komme ich wenigstens zu Hause in den Genuss von Mausradzoom, vielfältige Schriftformatiertungen, intelligente Hilfslinien usw. Im Büro "darf" ich ja immer noch auf dem urzeitlichen ArchiCAD 7 rumzeichnen. Klar, für das Zeugs was wir hier bewerkstelligen reicht es schon, der Komfort ist jedoch sehr niedrig.

Jetzt habe ich nur noch ein Problem: Was soll ich eigentlich zeichnen? Ein schickes Haus wäre ja schon toll, aber da muss zuerst skizziert werden. Zum Glück hat mich eine gute Freundin darauf hingewiesen, diese Entwürfe in mein Arbeitsbuch zu machen und somit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Na mal schauen was dabei so alles rauskommen wird.
Falls ich dann wieder mal längere Zeit hier nichts schreibe ist dann das Programm schuld. Nur so als Vorwarnung.

Die schönen 3D-Bilder kann ich ja dann hier veröffentlichen ;)


*Mein eigener PC ist nur eine umgangssprachliche Phrase, eigentlich gehört der PC rechtlich gesehen meinem Vater. Er stellt ihn der Familie einfach zu Verfügung.

Dienstag, Januar 30, 2007

Göttliche Musik

Auf verschiedene Weise ist dieser Titel auslegbar, denn bei der nachfolgenden CD geht es um mehr als man beim Name denken könnte.

Spock's Beard - Snow
Wie ihr bestimmt schon vermutet (oder wisst) ist dies eine Band aus der Sparte Progressiver Rock. Was sonst.. ;) Sie ist sogar eine der bekanntesten und grössten, ob eine der besten kann ich noch nicht so ganz beurteilen, das Album hat mich aber sehr überzeugt.

Zuerst ein paar Infos zum Album selber:
Das Doppelalbum mit einer Laufzeit von ca. 110 Minuten ist ein Konzeptalbum. Es erzählt die Geschichte über einen Albino mit Namen John, der aber von allen Leuten 'Snow' genannt wird. Als Gabe kann er in das Innere der Menschen sehen und ihr Leben voraussagen und geht als Erwachsener nach New York, freundet sich dort mit einem Schwarzen an, gründet mit ihm eine Organisation (manche Leute könnten auch dies schon als Sekte betrachten) und hilft anderen Menschen, in dem er ihr Leben voraussagt. Da er durch sein befremdliches Aussehen aber keine Liebe empfängt, zerbricht er fast daran und an seiner Umwelt. Aber seine Freunde denen er geholfen hat, helfen auch ihm wieder auf den richtigen Weg zu kommen.. Die Lieder sind alle musikalisch und textlich verbunden, die volle Wirkung entfaltet das Album nur bei einem kompletten Hördurchgang.
Ebenso war dies das letzte Werk von / mit Neal Morse (Hauptsongschreiber und Lead Sänger, Gitarrist), welcher sich nach der Fertigstellung aus religiösen Gründen von der Band trennte.

Ich versuche nun etwas, was ich noch nie gewagt habe. Eine genau Analyse aller Lieder. Wenn es hin haut, wird man solche Sachen wohl des Öfteren von mir lesen, wenn nicht war es das erste und letzte Mal.
Ebenso war diese CD für mich speziell, da sie sehr viel mit Religion zu tun hat. Ich bekenne mich ja keinem Glauben und bin auch Atheist, trotzdem hat mich die CD sehr berührt. Aber lest selbst.

CD 1
01 | Made Alive/Overture | 5.32
Das Album beginnt mit sanften Gitarrenklängen, begleitet von der Leadstimme. Snow wird geboren. Nach ca. 1.5 Minuten gibt es einen abrupten Wechsel, die Overture beginnt in einem 13/12 Takt. Hier kommt die Prog-Musik voll zur Geltung. Häufige Taktwechsel, abgefahrene Solostellen und Instrumentalmusik erster Güte, typischer Sound der Bärte.

02 | Stranger In A Strange Land | 4.29
Snow kommt ins Teenagealter und fühlt sich fremd. Begleitet wird dieser Schritt von eher ruhigeren Klängen auf der Akustischen mit einem schönen, einprägsamen Refrain. Das Lied hat aber nicht mehr so viel mit Prog gemein, sondern gehört eher in die Sparte AOR.

03 | Long Time Suffering | 6.03
Das erste längere Stück auf der CD ist sehr hymnisch geraten, wie so manches auf diesem Album. Ein Rocksong, perfekt zum mitsingen und mit einem sehr schönen Text. Die ersten Klänge gestalten sich ziemlich speziell mit den veränderten Stimmen, dann aber wechselt der Takt und es entwickelt sich zu einem Song im Gebiet des einfachen Prog Rock mit Spielereien im Hintergrund und gelungenen Keyboard-Parts.

04 | Welcome To NYC | 3.32
Nach den etwas ruhigen Passagen, kommt hier die härtere Seite wieder zur Geltung. Snow's Ankunft in New York markiert einen wichtigen Wechsel in seinem Leben. Begrüsst wird er in der Weltstadt mit einer frechen und lauten Stimme, kräftigen Rock-Riffs und einem harten Drum. Nach der Hälfte kommt ein wirklich gelungenes Tasten-Zwischenspiel, dann geht es wieder kräftig weiter.
Zum Schluss erklingt ein beruhigendes Klavier, das auch gleich den Übergang zum nächsten Lied spielt.

05 | Love Beyond Words | 3.24
Nochmals wird auf die Tränedrüse gedrückt. Love Beyond Words ist eine traurige Ballade mit sehr gelungenen Stellen, allerdings nur für Freunde der sehr melancholischen Musik wirklich zu empfehlen. Für mich persönlich ein sehr schönes Lied, besonders dank den mehrstimmigen Gesangsstellen und dem sanften Aufbau.

06 | I´m Sick | 4.05
Elektrogitarren an, verzerrte Stimme, los gehts. Die rockige Seite drückt durch, bahnt sich einen Weg mit eingängigen Melodien und gelungenen Riffs. Wenn dann noch die Bläser-Sektion mitmacht, kann es nur ein gelungener Song werden.

07 | Devil´s Got My Throat |7.17
Weiter gehts mit dem rock. Diesmal sogar in progtypischer Länge. Bärtemässige, instrumentale Frickeleien und Syntho-Bombast wird auch hier sehr stark eingearbeitet und könnte so manchem eher sauer aufstossen, denn es zersetzt den straighten Rocksound etwas.

08 | Open Wide The Flood Gates | 6.14
Eines der besten Stücke auf der ersten CD, denn es erzeugt einen wirklich stimmungsvollen und etwas bedrückenden Sound. Leiser Beat, tolle Gesangslinie und ein wunderbarer Refrain.
Der nach 5 Minuten einsetzende Backgoundchor erinnert sehr an DSotM von Pink Floyd, was aber kein Nachteil sein soll.

09 | Open The Gates Part 2 | 3.02
Die - fast schon Reprise artige - Fortsetzung bringt ein paar gelungene Variationen des Themas und schliesst nahtlos an Track 08 an. Zusammen ergeben sie den einzig wirklichen Longtrack auf dem Album, was bei einem Prog-Album von Spock's Beard eigentlich Standart ist.

10 | Solitary Soul | 7.33
Zu Beginn ein eher belangloses Lied, welches sich dann aber durch die tollen Chorgesänge und einer kratzigen Gitarre doch noch steigern kann und vielleicht sogar ein bisschen begeistert.

11 | Wind At My Back | 5.12
Der Abschlusssong der ersten Hälfte hebt sich vor allem durch den wunderbaren Text hervor. Das schön treibende Schlagzeug erzeugt einen Sound, der regelrecht zum mitklatschen auffordert.
Dieser Songs hat mich ziemlich berührt, besonders von den Worten her. Am besten genau zuhören (Text ist einfach) und ins Herz lassen.

CD 2
01 | 2nd Overture | 3.47
Hier geht es gleich in die vollen. Die zweite Ouverture legt schön los und lässt einem nicht mehr zu Ruhe kommen. Prog pur (wenn auch nicht ganz so komplizierter).
Interessant sind auch die eingebundenen Stimmen von Nachrichtensprecher.

02 | 4th Of July | 3.11
Nahtloser Folgesong, verbinden sich mit der Ouverture und I'm The Guy zu einem echt starken Prog-Songgeflecht. Beginnt härter als er aufhört.

03 | I´m The Guy | 4.48
Rock bis in die letzten Klänge. Schön düster und erdig, aber auch hier mit Piano-Einsatz.
Die Stimme versucht sich Teilweise an sehr abwechslungsreichen Gesangseinsätzen, was auch voll gelingt.

04 | Reflection | 2.49
Ein Song mit Klavier und Gesang. Dramatisch schraubt er sich hoch, Schlagzeug und Keyboard setzen ein, Melancholie pur mit einem tollen Übergang zu Carrie.

05 | Carie | 3.06
Wunderschön, sehr intim und von einer tollen Stimme getragen. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben.

06 | Looking For Answers | 5.17
Bei diesem Song ist der Prog nicht mehr so richtig rauszuhören, macht aber auch nichts. Denn der Song ist Melodic Rock vom feinsten. Vorallem die Melodie des Refrains überzeugt. Sehr gut klingt hier auch das Klavier. Schade allerdings, dass für das Ende ein Fade Out gewählt wurde.

07 | Freak Boy | 2.12
Und wieder steigen sie kräftig in die Saiten rein. Es wird abgerockt und ziemlich hart auf Snow rumgehackt. Etwas belanglos.. musikalisch jedenfalls.

08 | All Is Vanity | 4.35
Durch einen fliesseden Wechsel zu Freak Boy merkt man den Übergang fast nicht. Anfangs noch ein dramatischer Song, fliesst er dann zu einem Manfred Mann artigen Keyboard Stück über, nur um dann nochmals schön abzurocken. Sehr gelungener Track.

09 | I´m Dying | 5.09
Warum diese Lieder eigentlich getrennt wurden kann ich auch nicht sagen, denn auch hier gibt es keinen Bruch. Zusammen wären sie eine echt tolle Suite und ein hervorragender Longtrack. Aber auc so sind sie wirklich super.
Hier überdröhnt die Dramatik und die Todesvisionen von Snow mitsamt seinen Hilferufen die ruhige Musik von "früher". Der Refrain will allerdings nicht so recht in den Song hineinpassen.

10 | Freak Boy Part 2 | 3.01
Track Nr. 07 aus Snow's Perspektive. Er hat so ziemlich mit seinem Leben abgeschlossen und verteidigt sich nicht mehr, sondern liegt müde und als Wrack auf der Strasse. Der Songs selber entfalltet sich hier aber besser, vorallem dank der Gitarre.

11 | Devil´s Got My Throat Revisited | 1.55
Kurze Rückschau auf Track 07 der ersten CD. Wieder gleich hart und rockig, dadurch sehr stimmungsvoll. Zusammen mit Freak Boy Pt. 2 und den folgenden Liedern bildet er ein sehr gelungenes Epos mit vielen ausgeflippten Parts.

12 | Snow´s Night Out | 2.04
Extrem abgefahrener und gelungener Instrumental, der SB von ihrer besten Seite zeigt. Der CD fehlen diese Stellen ein bisschen, dafür kommt der verrückte Sound bei diesem Lied viel stärker zur Geltung.

13 | Ladies And Gentleman, Mister Ryo Okumoto On The Keyboards | 2.40
Ich frage mich seit dem ersten Hördurchgang, ob dieses Lied wirklich Live aufgenommen wurde. Auf jeden Fall spielt hier der Keyboarder Ryo eines seiner ziemlich merkwürdigen Solos. Schade gibt es nicht mehr davon.

14 | I Will Go | 5.09
Nochmals werden vorangegange Lieder zitiert, bevor die wunderbaren und melancholischen Klängen das Ende einleiten. Ein Lied das mich auch wieder berührt hat, vor allem da der Gesang wirklich sehr stark ist und die Gefühle hammermässig rüberbringt. Unsere Geschichte endet doch noch mit einem Happy End.

15 | Made Alive/Wind At My Back | 8.27
Am Ende Snow hat sicher sehr wahrscheinlich selbst geheilt. Darum zum Abschluss nochmals Wind At My Back, mit einem vorangehenden und wunderbaren neuen Teil. Sanft und langsam entlassen uns Spock's Beard aus dem Leben von Snow und bringen uns in die Realität zurück.
Es war ein toller Trip, wenn auch erst die zweite Hälfte praktisch ohne Durchhänger begeistern konnte. Vielleicht hätte man ein paar "Hymnen" etwas abkürzen sollen, aber was zurückbleibt sind Erinnerungen an 2 Stunden tolle Musik, verbunden mit interessanten Gedanken über Religion, das Leben und die Liebe.

Hört es euch an, denn obwohl Progressiv Rock draufsteht, ist viel AOR und Melodic Rock drin. Dicke Empfehlung.

10/10

Ein bisschen strange, mein Führer.

Da die Beiträge in diesem Blog in letzter Zeit ein bisschen ausblieben, hier noch die nachgereichten Kurzmeinungen zu 2 Filmen, die ich im Kino bewundern durfte.

20.01.2007: Stranger Than Fiction
Dank meiner Bank (AKB) kam ich in Genuss von 2 Gratistickets für die Vorpremiere des neuen Marc Foster Streifen. Natürlich sagte ich da nicht nein und begab mich nach Baden (inkl. einer halben Tonne Holzklötzchen, was hier aber nichts zur Sache tut..).
Der Film erzählt die Geschichte des Steuerprüfers Harold Crick (Will Ferrell), ein Mann der komplett in einer Welt von Zahlen lebt. Alles nimmt jeden Tag seinen selben Lauf bis.. Bis er eines Morgens beim Zähneputzen die Stimme einer Frau vernimmt, welche genau nachzuerzählen scheint was er just in dem Moment tut. Und nicht nur das, die Stimme scheint auch all seine geheimen Wünsche, Gedanken und Erlebnisse zu kennen und prophziert eines Tages sogar seinen Tod..
Bei einem Film mit Will Ferrell in der Hauptrolle erwartet man eine Klamaukkomödie mit viel Grimassen. Doch dies ist hier nicht der Fall. Denn wie schon Jim Carrey versucht sich nun auch Will an ernsteren Rollen. Dies gelingt ihm nur bedingt, denn ein solches Resultat ist nicht bloss durch Zurückschrauben alles Emotionen zu erreichen. Trotzdem kann er überzeugen, wenn auch nicht ganz so begeistern wie der Rest des Castes. Maggie Gyllenhaal, Dustin Hoffman und Emma Thompson heissen die wahren Highlights in diesem Film.
Die Geschichte selber ist kurzweilig, verrückt und gelungen. Die Inszenierung geglückt, auch wenn sie gerne ein bisschen surrealer hätte geraten können. Es ist aber ein durchaus lohnender Film, besonders da er sich mit dem Ende dann komplett selbst bestätigt.
8/10 Cookies, frisch gebacken.

27.01.2007: Mein Führer
Der erste schlechte Film seit Monaten. Ich habe schon gedacht sie existieren nicht mehr. Doch leider war dies nicht der Fall, wie es das neuste Werk von Dani Levy bewiesen hat.
Was erwartet man bei einer Kmödie über Hitler? Viel Witz und ein bisschen Respektlosigkeit. Und genau daran scheitert der Film leider, denn er will nebst den humorösen Stellen (welche zum Teil wahrlich super Witze beinhalten) auch noch dramatische und ernste Szenen einbinden. An dieser versuchten Harmonierung zweier Welten scheitert Levy jedoch ziemlich, denn es entsteht eine unsaugegorene Mischung aus Szenen die nicht ineinander greifen wollen.
Eigentlich schade, denn aus diesem Film hätte sehr viel mehr werden können wenn man den Mut gefunden hätte. So überzeugt der Cast und auch die (manchmal trashige) Inszenierungsweise. Aber leider besonders durch das unfertige Ende macht sich der Film viel kaputt.
4/10, und die Möglichkeit eine Karte zu ziehen.

Montag, Januar 29, 2007

Lebt er noch?

Seit längerer Zeit habe ich praktisch nichts mehr hier hinein geschrieben. Auf der einen Seite tut es mir Leid, andererseits hat sich irgendwie die Faszination von diesem Blog langsam verloren. Warum? Weiss ich auch nicht so genau, ich bin wohl einfach gesätigt oder die Entwicklungsrichtung der Beiträge hat mir unterbewusst nicht mehr gepasst.

Aber was hat sich denn in den letzten Woche so geändert? Nun nebst dem Schnee (siehe Post vom 28.01.2007) war ich in einem Dauerstress, da wir für die Berufsschule eine ziemlich grosse Arbeit über Holz erstellen mussten. Die hat meine Zeit am PC ziemlich gefüllt, für ausführliche Beiträge in meinem Online-Tagebuch hatte ich keine Lust mehr.
Dann habe ich nun das Buch-Projekt 2007 begonnen. Was genau es ist? EIn Buch über Erlebnisse oder Sachen zu Erinnern im Jahre 2007. Jeder kann es anschauen und lesen, es sind auch alle eingeladen ihre eigenen Sachen reinzumalen/schreiben usw. Darum hat dieser Blog ein wenig an Daseinsberechtigung verloren. Aber ich werde ihn momentan schon noch weiterführen. ;)

Desweiteren bin ich wohl nun komplett dem Prog verdfallen, auch dank Spock's Beard und Dream Theater. Das beste daran: Seit den 70er Jahren gibt es von dieser (und verwandten Richtungen) so viel Hörmaterial, dass das erforschen dieses Genre Jahre dauern wird. Hehe.

Ich hoffe ihr bleibt mir trotzdem als Leser erhalten. :)

Sonntag, Januar 28, 2007

Erster Schnee

Es hat diese Woche tatsächlich geschneit. Da habe ich mir gedacht, es wäre wieder mal eine gute Gelegenheit um ein bisschen zu photographieren. Gesagt, getan.. Und jetzt bin ich erkältet ;)


Samstag, Januar 13, 2007

The Prestige

Ganz klare Höchstwertung und vielleicht jetzt schon der beste Film im Jahre 2007.

Besetzung: Perfekt (ausser Scarlett, aber die hat zum Glück nicht so viel Screentime)

Geschichte: Wunderbar frisch und neu

Struktur: Genial verschachtelt
David Bowie: Einfach nur überzeugend
Musik: Passend
S
pannung: Manchmal extrem hoch und pulstreibend


Unbedingt anschauen gehen. Sofort.. Und vergesst nicht:
Schauen Sie genau hin.
Diesen Rat zu befolgen ist sehr wichtig.


10 von 10, und schon jetzt ein Platz in meiner Besten-Liste für immer.


PS:

Wer mir sagt wer der Interpret / die Band des Aspannsongs ist, bekommt eine Tafel Schokolade.

Freitag, Januar 12, 2007

Daysleeper

Mehr .. schlafen.
Weniger.. Zeit für Blog.
Zuviel.. Arbeit in der Schule.
Peanuts.. kaufen.

Freitag, Januar 05, 2007

Neustart?

Sobald ein neues Jahr beginnt, kratzen sich ja alle Leute die Resten ihrer Gewissen zusammen und basteln sich daraus schön verpackte Vorsätze. Dass diese nach einer Woche dann eh in die Tonne gekloppt werden, spielt keine Rolle. Man hat sich wenigstens was vorgenommen und kann damit hausieren gehen.

Ich habe mir solche falschen Versprechen noch nie vorgenommen. Ich wusste ja, ich würde sie eh nie einhalten können / wollen. Manchmal geschehen im Leben jedoch Dinge, die auf alles ein bisschen ein neues Licht werfen. In unserer Familie geschah nun etwas, das meine Sicht und Gefühle über das Leben elektrisiert haben (Ich hasse mich jetzt schon für dieses Wortspiel..).

Meistens war mir irgendwie gar nie bewusst, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Jeden Tag an dem man aufwacht kann der letzte sein. Klar, mit der Zeit würde man vor Angst wohl nicht einmal mehr aus dem Haus gehen wenn einem die ganze Sache wirklich konstant vor Augen läge. Aber ein gewisses Mass an Realismus tut immer gut. Ich habe mir nun vorgenommen, mein Leben stärker zu leben. Vielfach habe ich jetzt bei vielen Sachen den Mut zu spät, oder gar nicht gefunden. Doch damit will ich jetzt aufhören. Ansonsten wird man den grössten Rest seines Lebens rumsitzen und sich fragen: Was wäre wenn..

Donnerstag, Januar 04, 2007

Banal ist ja manches..

Heute war es wieder einmal so weit:
Der werte Herr Stahlhans (sie erinnern sich.. ehemaliger Mitstreiter im Krieg gegen den Knorrli und seine Armeen) kam zu Besuch. Eigentlich wollte er sich ja bloss einen uralten Rapport kopieren um seine Bürokratie zu vollenden. Doch der Herr des Chaos persönlich verwickelte ihn in ein Gespräch über Studium, Neubauten und Architekten. Ich habe nicht alles verfolgen wollen, doch so ein paar freche Gesprächsfetzen flogen mir unweigerlich zu.

Hier die besten Aussagen von dem Knorrli-siech:
"Botta.. Ich finde den so banal. Seit Jahren baut der immer das gleiche. Das kann ja jeder." - Klar, er selber ist Meister darin. So sehen all seine Häuser (an denen ich bis jetzt arbeiten durfte) ziemlich genau gleich aus. Nicht unbedingt von der Einteilung her, sondern von den verwendeten Materialien und dergleichen.
"Dieser neue Bau von Herzog und DeMeuron sieht aus wie von einem kleinen Kind.. So wie Bauklötze und so." - Ähm ja, ich weiss ja nicht. Sowas nennt sich wohl kreative Freiheit. Was würde Knorrli wohl zu einem Gebäude in Form eines iPod's sagen? (Ist geplant in einem asiatischen Land.)

Der würde doch am liebsten ganz laut "Ich will das auch dürfen!!" schreien.. Oder er hat wirklich keine Ahnung.
Dazu sage ich nur noch:

Night At The Museum

So hier folgt, für momentan jedenfalls, die letzte Kinokritik:

„Hier wird Geschichte lebendig.“ Dieser doch etwas abgedroschene Leitspruch vieler Museen bekommt in diesem Film eine komplett neue Bedeutung. Das muss auch Larry Daley (Ben Stiller) an seinem eigenen Leib erfahren.

Eigentlich wollte er ja bloss einen Job und somit sein Leben etwas konstanter gestalten. Ansonsten würde seine, von ihm geschiedene Frau ihm sehr wahrscheinlich das Recht seinen Sohn zu sehen, entziehen. Da er jedoch meistens nicht länger als ein paar Wochen auf einem Beruf bleibt und eigentlich lieber seine eigenen Erfindungen vertreiben würde, bleibt ihm schlussendlich nur noch eine Chance: Nachtwächter im Naturhistorischen Museum in New York. Er übernimmt somit die Nachfolge drei älterer Herren, welche ihm nebst ein paar merkwürdigen Hinweisen auch noch ein zerfleddertes Regelbuch hinterlassen.
Ziemlich enttäuscht und gelangweilt macht sich Larry an seine erste Nacht. Doch was ist das? Wo ist denn plötzlich das T-Rex Skelett hin verschwunden? Die Antwort hätte er lieber nicht bekommen, denn sobald die Sonne unter geht, erwachen in diesem Gebäude alle Figuren und Tiere zum leben. Und dies geschieht dank einem uralten Fluch eines toten Pharao.
Larry kämpft nun jede Nacht gegen das Chaos im Museum und dies kann manchmal tödlich sein..

Die Geschichte ist auf Papier und Film gleich simpel, übt aber doch einen gewissen Reiz aus. Schliesslich lässt man hier Ben Stiller auf reichlich historische Prominenz knallen, welche häufig auch von bekannten Komiker verkörpert werden. So darf auch hier zum Beispiel Owen Wilson nicht fehlen, auch wenn er dieses Mal nicht sonderlich „gross“ zur Geltung kommt. Besonders schön jedoch ist es, wieder einmal den guten alten Robin Williams in Aktion zu erleben. Nachdem er sich in letzter Zeit vorallem mit ernsten Rollen gezeigt hat, folgt hier wieder eine schön komische Rolle.

Die Gags (der essentielle Teil bei einem solchen Film) sind meistens ziemlich harmlos und eher auf die jüngeren Zuschauer zugeschnitten. So fehlen leider ein bisschen die typischen Stiller-Momente. Die Dialoge können dieses Manko vielfach ein bisschen ausgleichen. Vor allem die, im eigentlichen Sinn gar nicht vorhandenen, Wortgefechte mit dem Museumsdirektor sind immer wieder für ein paar Lacher gut.

Der effektvolle Film bezieht seine meistens Tricks aus dem Computer. Glücklicherweise sind diese aber gut in das Geschehen eingebunden und fallen nicht sonderlich auf. Besonders gelungen sind die Szenen mit den Minifiguren in ihren Dioramen und ihren Abenteuer in der grossen weiten Welt.

Fans von Ben Stiller kommen wohl nicht um den Film herum. Es muss aber gesagt werden, dass er ziemlich harmlos ist. Und ob er eine grosse Leinwand braucht um seine Wirkung zu entfalten ist ebenso fraglich. Vielleicht wartet man besser den DVD-Verleih ab und schaut den Film dann zu Hause in der Stube mit einem Haufen Freunde (und ein paar Bier ;)).

7 von 10 Snapper, die trotz klatschen nicht angehen wollen.

Goya’s Ghosts

Nach Amadeus hat sich Milos Forman ein weiteres man einem grossen Künstler vergangener Tage angenommen. Wie aus dem Filmtitel unschwer zu erkennen, handelt es sich hierbei und den spanischen Maler Goya (Stellan Skansgard), welcher zur Zeit der französischen Revolution lebt. Wie auch schon bei Amadeus ist nicht die Hauptfigur selber im Fokus, sondern ihr „Gegenspieler“, in diesem Film der Mönch Lorenzo (Javier Bardem). Die beiden Figuren laden einen in eine sehr verwinkelte Reise durch Goya’s und Spaniens Geschichte ein.

Darum hier auch keine eigene Inhaltsangabe, sondern eine kleine Zusammenfassung von cineman.ch:
Dieser Lorenzo, ein Kriecher und Eiferer vor dem Herrn zugleich, hat sich dem inquisitorischen Kampf gegen die Gottlosigkeit verschworen und überzieht das Land mit seinem Gottesterror. Ein unschuldiges Opfer dieser göttlichen Raserei ist die junge Ines (Natalie Portman) die keusche Muse Goyas. Obwohl Ines' Vaters alles unternimmt, um seine Tochter freizukriegen, wandert das zarte Geschöpf für Jahre in den Kerker, wird dort von Lorenzo geschwängert und erblickt das Tageslicht erst wieder, als die Franzosen in Spanien einmarschieren und die Inquisition abschaffen. Lorenzo hat mittlerweile die Seiten gewechselt und predigt nun als hoher französischer Funktionär die Ideale der Französischen Revolution. Die in der Gefangenschaft schwachsinnig gewordene Ines lässt er schnell abschieben, die Suche Goyas nach ihrer - und seiner - Tochter hintertreibt er mit allen Mitteln.

Wie man sieht, behandelt der Film nicht nur die Lebensgeschichte des Malers, sondern schneidet auch noch wichtige Themen in Spaniens Entwicklung an. Vor allem die Kirche und ihre Inquisition werden stark behandelt. Schnell wird auch dem letzten klar, dass die meisten Mitstreiter dieser grausamen Methoden nur dabei waren, weil sie sich fürchteten. So ist es auch bei Lorenzo nicht gross anders.
Was ein bisschen verwundert ist, dass Goya die meiste Zeit ziemlich im Hintergrund bleibt. Seine Person bleibt eher unscheinbar, nicht ganz zu erfassen und weißt nicht sonderlich viel Screentime auf. Er ist mehr die verbindende Person zwischen den anderen Charakteren. So wird manchmal auch nicht ganz klar, was genau er denn erleben muss, dass seine Bilder so eindringlich und manchmal grausam werden. Schliesslich sagt er ja selber mal, er sehe Geister.

Durch dieses Manko gelingt es Skansgard auch nicht, sonderlich viel aus der Rolle rauszuholen. Ganz anders bei Bardem der wunderbar fies und verschlagen ist, oder natürlich bei Natalie Portman. Ganz klar das schauspielerische Highlight des Filmes. Sie schlüpft nicht nur in eine fordernde Doppelrolle, nein sie überzeugt auch mit dem Mut zur Hässlichkeit. Wieder einmal wird klar, wer von den neuen Sternchen am Hollywoodhimmel eben nicht nur sehr schön aussieht, sondern auch noch das Können hat.

Der Film ist interessant und lehrreich, aber leider zeigt er uns nicht allzu viel von Goya selber. Somit bleibt er leider im Schatten von Amadeus. Spannende Stunden sind aber garantiert, vor allem für Freunde der etwas kopflastigeren Unterhaltung.

7 von 10 Gemälde, noch nicht trocken.