Mittwoch, Juli 25, 2007

Camping, Freunde und KEINE Musik

So da bin ich wieder. Ich hoffe, dass ihr alle die bloglose Zeit gut überstanden habt. Auch wenn es etwas länger als Angekündigt zum nächsten Beitrag gedauert hat.

Als Entschädigung kriegt ihr hier dafür ein paar Photos aus meinen (kurzen aber schönen) Camping-Ferien in Plaffeien.
Viel zu schreiben gibt es dazu eigentlich nicht, das Wetter war gut, die Stimmung super und die Böxchen still. Ich habe leider den iPod zu Hause li
egen lassen. Und mich wohl darüber am meisten geärgert..

Samstag, Juli 14, 2007

Pause durch Ferien

Hach wie schön schon der Titel klingt.. Ferien.

Endlich wieder einmal muss ich für längere Zeit nicht in Knorrlis Tropfsteinhöhle zurück, sondern darf mich woanders auf die faule Haut legen.
Das heisst aber auch: Für die nächsten Tage (ich bin mal vorsichtig und sage bis in einer Woche) gibt es hier keine neuen Einträge. Ich hoffe, das ist für euch verkraftbar.

Eine schöne Zeit und "e feine Schoggola." (War schon lange wieder überfällig.)

Freitag, Juli 13, 2007

Ein glücklicher Tag

Habt ihr eigentlich das heutige Datum schon einmal genau betrachtet?
Genau, es ist wieder einmal der berüchtigte "Freitag Der 13te"! Allerdings möchte ich hier einmal die Unglücksstellung widerlegen. Dieser Freitag ist besser als der letzte. Wieso?

1. Die Sonne scheint endlich wieder. Und zwar nicht zu wenig. Praktisch in der ganzen Schweiz ist es ein Wolkenloser Tag. Ebenso der Auftakt zu einem heisssommerlichen Wochenende mit Temperaturen bis zu 35°C. Ich hatte schon fast die Hoffnung auf den Sommer aufgegeben, wurde zum guten Glück wieder einmal des Besseren belehrt.

2. Heute ist der letzte Arbeitstag. Gut, das ist jetzt ein sehr persönlicher Grund welcher den Tag verschönert, allerdings ist es auch mein persönlicher Blog. Ab Montag heisst es dann endlich wieder: Ausschlafen für 2.5 Wochen. Ich denke das habe ich mir auch verdient.

3. Mit der Post soll eigentlich eine neue CD bei mir eintrudeln. Nichts besonderes könnte man meinen, aber haltet ein. Günstig ersteigert und schon auf der Reise befindet sich nämlich die CD UP von Peter Gabriel. Und wieviel mir dieser Mensch und seine Musik momentan bedeutet ist ja wohl aus den vorhergehenden Posts hervorgegangen.

4. Gibt es nicht, aber aller guten Dinge sind 3.

Ich hoffe ihr habt einen guten Tag und ein schöner Start ins Wochenende. Und jetzt: Noch ein Endspurt bei der Arbeit, dann lässt sich die Freizeit besonders schön geniessen.

Mittwoch, Juli 11, 2007

Kinderfest Zofingen 07

Es ist jetzt doch schon wieder fast eine Woche her, der "schönste Tag im Jahr". Wie in jedem Juli wurden auch dieses Jahr die Fahnen gehisst, die Wurstweggen gebacken und Herr KBZ aus der Abstellkammer geholt. Und auch eine schöne Tradition: Es regnete praktisch von Montag an ununterbrochen.

Pünktlich zum "Zapfenstreich" am Donnerstag Abend klärte sich der Himmel aber dann etwas, der Festfreude stand nichts mehr im Weg. Ich selber begab mich erst nach 20.00 Uhr in die Stadt, vorher läuft eh nicht besonders viel. Mit ein paar Freunden streifte ich von da an durch dei Gassen und traf wieder mal ein Hinz und Kunz, welche man schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Viel mehr ausser Trinken, Schwatzen, Trinken und Trinken konnte man aber auch dieses Jahr nicht unternehmen. Zwar spielten Blues Aholics auf dem Lindenplatz, gesehen habe ich aber nur zirka eine Viertelstunde davon. Ausserdem war die Bühne schlecht platziert und viel zu kelin für die grosse Truppe. Ihre Musik bleibt aber super, keine Frage.
Und so versumpfte ich in den Strassen der "Schweizer Grossstadt" bis in die frühen Morgenstunden. Um 02.00 Uhr wankte ich dann aber wortwörtlich nach Hause, denn am Freitag musste ich ja arbeiten. Frei in Oftringen? Keine Chance, der Knorrli blieb hart.

Das Aufstehen am Kinderfest-Freitag war dann so hart wie noch nie. Ziemlich benommen und tod schlurfte ich ins Büro und versuchte mich dort mit interessanten Fachgesprächen mit der Topfpflanze wach zu halten.
Der Tag im Büro ging dann aber doch beängstigend schnell vorbei und der Abend rufte mich. Von hier an können sie den obigen Absatz eigentlich nochmals lesen, ausser dass nun weniger getrunken, dafür mehr gegessen wurde.

Alles in allem eigentlich erschrecklich langweilig und ereignislos. Aber man geht halt trotzdem hin, schliesslich wohnt man in Zofingen und kennt die halbe Stadt. Das Traditionen nicht immer das Gelbe vom Ei sind, zeigt sich auch bei diesem Anlass. Nur setzt leider die Stadt Zofingen alles daran, jede kleine Prozedur immer gleich zu wiederholen..
Naja, nächstes Jahr ist ja vielleicht an diesem Datum ein gutes Konzert oder so..

Dienstag, Juli 10, 2007

Peter Gabriel die Zweite

Hier noch ein paar Infos und Link, perfekt funktionierend als Ergänzung zum Konzertbericht:

Nebst meinem gibt es noch einen weiteren Blogeintrag über das Konzert, zu finden ist der hier auf dem Blog von Ellen.

Dann hat der langjährige Freund und Bassist von Peter Gabriel, Tony Levin, ein Tour-Tagebuch auf seiner Homepage. Heute wurde auch ein Eintrag über Locarno online gestellt.

Weitere Bilder, jetzt aber aus der Perspektive der Zuschauer, findet man auf der offziellen Seite des Meisters. Alle Moon Club Member dürfen hier ihre selbst gemachten Photos raufladen.

Und nun noch ein paar sonstige Infos:

Das gesamte Konzert wurde (wie auch alle anderen der Tour) aufgezeichnet und befindet sich nun in der Abmischung. Gegen Mitte August wird es dann käuflich im Internet zu erwerben sein, leider nur mit Kreditkarte und dergleichen bezahlbar.


Und die komplette Setlist des Konzertes schaute wie folgt aus.
1. The Rhythm Of The Heat
2. On The Air
3. Intruder
4. D.I.Y.
5. Steam
6. Blood Of Eden
7. Lovetown
8. No Self-Control
9. Solsbury Hill
10. Mother Of Violence
11. Family Snapshot
12. Lay Your Hands On Me
13. Big Time
14. Signal To Noise
15. Secret World
16. Sledgehammer
17. In Your Eyes
18. Biko

Peter Gabriel, The Warm Up Tour 07

Musik, Auswirkungen, Gefühle. All dies in Worte zu fassen und versuchen zu erklären kann eigentlich nur scheitern. Nach diesem Konzert muss ich es aber einfach tun, es ist zu wichtig.
Als Voraussetzung für den Bericht ist zu sagen, dass ich Musik nicht nur mit den Ohren sondern auch mit dem Herzen höre. Es gibt praktisch nichts wichtigeres in meinem Leben und ohne Musik würde ich wohl keinen Tag überleben. Auch die Musik von Peter Gabriel war mir eigentlich schon immer wichtig, denn besonders durch Genesis habe ich ihn zu mögen gelernt.
Nun wage ich es also, seid bitte nicht erstaunt wenn manches etwas unbeholfen klingn wird. Aber wie gesagt, Dinge die Ohne Worte auskommen mit ebensolchen zu beschreiben ist kompliziert.

Moon & Stars 07 Locarno: Peter Gabriel

Locarno, eine schöne Stadt in Süden des Tessin. Seit Jahren findet hier das wunderbare Festival statt, perfekt gelegen mitten in der Stadt. Rund um den Festivalplatz befinden sich schöne Häuser welche auch passend beleuchtet werden. Die Konzerte selber sind auf einzelne Abende verteilt, somit bekommt jeder Künstler die Möglichkeit auf eine perfekte Show und genügend Zeit. Ich selber begab mich zum ersten an diesen Ort, allerdings auch nur weil der Peter Gabriel ein Ausnahmekünstler ist und nicht wirklich oft in der Schweiz vorbeischaut.

Als Vorband betrat - der mir bis dato - unbekannte Charlie Winston und seine etwas verrückte Truppe die Bühne. Sie boten einen wirklich gelungenen Sound (Man staune: Die Abmischung war für eine Vorband wirklich sehr gelungen) mit diversen Instrumenten. Am meisten beeindruckt war ich von Charlie selber. Tolle Stimme und sehr grosse Fähigkeiten, besonders am Klavier.

Nach einer halben Stunde Umbaupause erschien er, der Meister persönlich. Meine Vorfreude und Erwartung waren riesig, sie wurden schon mit den ersten Songs (The Rythm Of The Heat, On The Air, Intruder, D.I.Y.) übertroffen. Und wirklich übertroffen. Peter selber ist zwar langsam ein etwas älterer Mann, performt aber immer noch voller Spiellust und Lebensfreude. Seine Stimme klingt super und erreicht auch die hohen Töne ohne grossen Probleme. Die Show war eher auf ein Minimum beschränkt worden, verstärke dadurch die Musik aber noch mehr. Auch die Band gewann so an Gewicht, obwohl sie dies eigentlich gar nicht nötig häte. Schon alleine ihre Präsenz und den grossen Namen (Tony Levin, David Rhodes, Melanie Gabriel etc.) versprüten sie Magie. Ihr Können ist sowieso unglaublich gross, kein Ton lag daneben.

Mit dem 5. Song war dann auch der erste Kracher da: "Steam". Schön in Italienisch, Deutsch und Englisch angsagt. Schon zu diesem Zeitpunkt war ich total mitgerissen. Allerdings begann das wirkliche Gefühlschaos erst mit "Blood Of Eden". Ein wunderschöner Song mit sehr traurigen aber auch intelligenten Lyrics. Dieses Lied löste in mir viele Gedanken und Empfindungen aus und berührte auch alle Leute die mich begleitet haben. Den Tränen nahe begann der Rest des Sets immer persönlicher zu wirken und grub sich tief in mein Herz hinein.
Die Musik pulsierte durch meinen Körper wie Elektrizität und warfen meine Gedanken wild durcheinander.

Die Musik von Peter ist sowieso eher traurig und düster, allerdings kamen mir die Tränen eher vor Schönheit. Songs wie "Family Snapshot" oder "Lay Your Hands On Me" bekamen eine neue Tiefe und persönliche Bedeutung. Die wunderschönen Klänge versetzten mich in eine völlig andere Welt und erfüllten mich mit Glück und Trauer sogleich. Wenn dann plötzlich eine Gitarre aus dem nichts erklingt und aufschreit, zerfetzte es mir praktisch das Herz. Mit den Händen zur Band gerichtet konnte ich nicht anders als reglos dazustehen und das herabfallende Wasser zu begrüssen. Denn gegen die zweite Hälfte begann es stark zu regnen. Das störte allerdings überhaupt nicht, denn somit bekam das Ganze nur noch eine stärkere emotionale Wirkung. Ich wurde mir endlich wieder bewusst, dass ich fühle. Ich lebe. Ich liebe. Ich traure. Die Welt ist real, ich bin ein Teil von ihr. Und auch wenn es nicht immer alles wirklich schön verläuft, hier zu bleiben lohnt sich auf alle Fälle.

Mit "Signal To Noise" (einer der düstersten, aber zugleich auch wunderschönsten Songs.. Schönheit bis zur Unerträglichkeit..) und "Secret World" fand das reguläre Konzert dann seinen Schluss. Aufgeweicht vom Regen und ein bisschen benommen von den Gefühlen mussten wir nicht lange auf die Zugaben warten. Und was für welche: Das unzerstörbare "Sledgehammer" und das wundervolle "In Your Eyes". Bei diesem Song kam dann auch Charlie Winston wieder auf die Bühne um zusammen mit Peter und Melanie zu singen, als gäbe es kein Morgen mehr. Wer hier nicht mitgerissen wurde, hat kein Herz. Durch mich gingen Kälteschauer und die Tränen konnten nicht verhindert werden..

Nach dem zwei Songs kehrte die Band sogar noch einmal zurück und spielte das unglaubliche "Biko". Live einfach eine Wucht, wenn auch mit einem tragischen Hintergrund. Als das Publikum am Schluss dann mit erhobenen Fäusten mitsang und sich von der Band verabschieden musste, sank ich langsam auf die Erde zurück. Noch ganz benommen vom Erlebten machten wir uns auf den Heimweg..

Ich möchte hiermit den drei Leuten danken die mich zu diesen unvergesslichen Abend begleitet haben: Yvonne, Ellen und Markus. Besten Dank für alles, es war einfach nur wunderbar mit euch. Ich hoffe, ihr habt es auch so genossen und werdet mich wieder einmal an ein Konzert begleitet. Besten Dank das ihr in meinem Leben seid, ohne euch würde vieles fehlen..

Montag, Juli 09, 2007

Vieles passiert..

Trotz der ereignisreichen Zeit wurde in meinem Blog schon lange nichts mehr berichtet. Dies geschieht allerdings genau auch aus diesem Grund. Ich habe einfach zu viel um meine Ohren.

Nebst meiner Tätigkeit bei dem Jugensolar-Projekt und Greenpeace, trat ich auch noch einer Anti-AKW Gruppierung bei. Dies stellte sich dann allerdings als Fehler heraus, denn meine spärliche Freizeit schrumpfe auf ein absolutes Minimum zusammen. Denn auch die Schule verlangte mir einiges ab. Nebst den obligatorischen Prüfungen und Arbeiten habe ich auch die "ehrenvolle" Aufgabe den Reisebericht zur Studienreise Hamburg zu layouten.
Durch all diese Verpflichtungen und einen exessiven Konzert- / Festivalbesuch blieb nicht viel für mich selber übrig. Und in solchen Situationen werde ich dann meistens ziemlich gestresst, wenn nciht sogar ein bisschen depressiv..

Nun aber hat sich die Lage ein bisschen entschäft, denn nebst dem erwähnten Austritt sind nun auch endlich Sommerferien. Wenigstens schon in der Berufsschule, aber in einer Woche auch bei mir selber. Dann kehrt ein bisschen Ruhe ein, ich kann mich wieder anderen Sachen widmen.

Denn auch meine sonstige Lage ist nicht wirklich rosig. Der Beruf Hochbauzeichner ist nicht wirklich mein Ding, die Ausbildung eher schlecht als recht. Darum ist die Angst vor der LAP auch schon ziemlich angewachsen. Ich habe mir aber einiges für das letzte Lehrjahr vorgenommen und möchte dies auch in die Tat umsetzen. Aber jetzt ist fertig gejammert, hier noch ein bisschen ein Blog-Ausblick:

- Open Air St. Gallen
- Kinderfest Zofingen
- Moon & Stars 07: Peter Gabriel
- diverses..

Wann das alles hier sein wird? Keine Ahnung, aber es wird noch diese Woche etwas weiteres kommen. Keine Angst.

Mittwoch, Juni 27, 2007

Meat Loaf vergammelt?

Alte Herren im Rockbusiness. Entweder sind sie ein Segen und versuchen immer noch neues (wie Robert Fripp, Roger Waters oder Peter Gabriel), oder sie geben einfach nicht auf kämpfen sich weiterhin durch mittelmässige Alben oder Bünenshows in Rollstühlen (Rolling Stones und eben Meat Loaf).
Einem eher traurigen Schauspiel durfte ich am Montag beiwohnen, der werte Herr Michael Lee Aday ist wieder einmal mit einem neuen Album unterwegs. Der dritte Teil der "Bat Out Of Hell" Reihe muss natürlich auch mit einer gross angelegten Tournee gefeiert werden, das Album selber ist qualitativ ja sehr hoch. Doch leider stellt sich der weltbekannte Sänger / Schauspieler mit diesem Unterfangen selber ein Bein, denn die Konzertabfolge ist einfach zu dicht. Die Lieder zu schwer.

Der Beginn der Show versprach noch grosses, wurde doch zuerst ein Filmzusammenschnitt aus seinen Videos gezeigt. Dazu begann die 8köpfige Band schon einmal mit dem ersten Stück. Als er dann endlich auf die Bühne trat (mit langen Haaren!) kochte die Menge hoch. Jedenfalls bis er zu singen begann. Denn ab diesem Punkt wurde klar: Der Herr ist alt, seine Stimme noch älter. Praktisch jeder Ton wurde verfehlt und wenn getroffen, dann praktisch ohne Atem herausgedrückt. Herumtanzen vermochte der Herr schon gar nicht, meistens kauerte er einfach nieder und klammerte sich mit der linken Hand am Hosenbein fest. Die Rechte mit dem Mikrofon begann dann meistens so stark zu zittern, dass sich viele fragten ob dies nur Show oder gar eine Krankheit sei.

Über die Lieder, Show und Band lässt sich nichts schlechtes sagen. Pompös, gross und epochal. Die Lieder waren wie immer zwischen 7 und 20 Minuten lang, dazwischen gab es kurze Showeinlagen oder Meat Loaf musste sich eine Ruhepause gönnen. Die Musiker sind über alle Zweifel erhaben und konnten dies auch bei schönen Solos beweisen. Zum Glück wurde auch von der Soundmischung gute Arbeit geleistet und die Backgroundsängerinen (Augenschmaus.. und tonnenweise Kostümwechsel) gepusht. So versank zwar die Stimme von Meat Loaf manchmal ein bisschen, aber schlimm war dies nicht.

Auf der Bühne selber passierte immer wieder neues. Da wurde mit Pyrotechnik gespielt, gewaltige Lichteffekte aufgefahren und übergrosse Puppen aufgestellt. Eine Sache fürs Auge. Auch wenn die etwas übertriebene Selbstinszenierung mti Videos und Kurzfilmen mir nicht sonderlich gefallen hat.

Vorband war übrigens Maryon Raven, welche dann auch noch ein Lied mit Meat Loaf zum besten gab (It's all coming back to me now vom neusten Album).

Alles in allem ein Konzert welches epochal dargeboten wurde, aber leider nicht wirklich ganz überzeugte da der Hauptgrund zu alt geworden ist für solche Spässe.

Dienstag, Juni 26, 2007

Shrek 3

..Oder wie man eine Filmreihe langsam zu tode reitet.

Blockbuster und deren Fortsetzungen sind ja in Hollywood eine sichere Geldmaschine, ergo wird praktisch nur noch darauf gesetzt. Besonders in der CGI-Sparte exisitert mit Shrek ein solches Beispiel par exelence. Der erste Teil dieser Reihe war witzig, brachte neue Ideen (soweit man dies in einer Parodie auf uralte Märchen erreichen kann) und noch frisch. So lockte die gelungene Veralberung vieler Disney-Filme Millionen ins Kino und somit noch mehr Geld in die Taschen der Produzenten.

Es vergingen nicht viele Monate und die erste Fortsetzung zog ins Lande. Wieder mit der alten Besatzung, wieder mit den gleichen Zielen. Und wieder pilgerten die Leute zigfach in die Lichtspielsääle. Ich selber habe den Film nie ganz gesehen, was auch an meiner Abneigung an solchen Computer-Filmen liegt.

Aber dennoch fügte ich mich letzten Samstag der Allgemeinheit und platzierte mich wieder mal in Zofingen im Kino um Shrek 3 zu frönen. Was ich teilweise nun aber bereue. Die Geschichte des Filmes ist nämlich uninspiriert und langweilig, aber die einzelnen Szenen doch für viele Lacher gut. Der typische Shrek-Humor wird auch hier wiederholt, mit vielen Seitenhieben auf die Film- und Medienindustrie. Die Figuren sind alle sehr gut gestaltet, die Effekte sehr gelungen.
Aber so langsam zeigen sich Abnutzungserscheinungen an dem ganzen Konzept. Man kennt die Gegebenheiten einfach zu gut, die Witze wiederholen sich. Ein harmonisches Gesamtbild will und kann nicht mehr entstehen. So langsam ist es an der Zeit, die Serie zu begraben. Bevor sie eine Kopie ihrer selbst wird.

5/10 inklusive Dornröschen und Led Zeppelin / Wolfmother Bonus.

Samstag, Juni 23, 2007

Noch ist das Klima nicht gerettet

Aber wir sind fleissig dabei.. Wie schon ein paar mal hier erwähnt, wird mit der Klimawahl das Problem endlich zu einer Priorität. Damit nicht nur trockene Unterschriften ohne Kommentar bei den Politiker landen, sind natürlich auch Videos / Photos / Zeichnungen / Lieder willkommen. Hier ein.. *hust* sehr professionelles Beispiel.

Have fun ;)

Mittwoch, Juni 20, 2007

Das war Hamburg 3

Hier nochmals ein paar Bilder von der Studienreise nach Hamburg. Wie immer habe ich auch da nach speziellen Motiven und Lichteinflüssen gesucht. Ich hoffe, es ist mir gelungen.


Festival-Kuriosa

Ein Open Air ist doch immer wieder etwas schönes, wenn auch ziemlich verrücktes. So taucht man für 3 Tage und 2 Nächte in eine komplett eigene Welt ein und lebt in einem abgeschotteten Bereich. Dabei lässt sich natürlich auch so einiges beobachten. Hier mal eine kleine Auswahl an Kuriositäten und Interessantem.

- Obwohl besonders das Greenfield-Festival mit unglaublich gutem Programm aufwartet, gibt es immer wieder Leute die sowas nicht zu kümmern scheint. Unsere Zeltnachbarn waren eine ziemlich grosse Gruppe, blieben aber immer in ihrer Zeltstadt und hörten nicht auf Bier zu saufen und In Extremo zu hören. Ich vermute, die haben keine Band komplett oder auch nur halb gesehen.

- Der Ruf "Helga" verstummt immer mehr, denn "Timmey" ist der neue Hit. Aber auch hier läuft es noch nicht so geschmiert, denn viele Rufe verhallten unbeantwortet in der Menge. Auch ein herzhaftes "rööööhhr" beeindruckte die Fraue nicht wirklich. Liegt wohl an Interlaken.

- Gummitiere sind der neue Schrei. Erstaunlich viele (nicht mehr ganz nüchterne) Menschen liefen mit Gummihühner an der Leine auf dem Gelände herum. Uns war nicht ganz klar ob es eine neue Mode ist, oder einfach eine verrückte Gruppe.

- Warmes Bier zu heissen Mittagsstunden hat eine unglaubliche Wirkung.. So lässt es sich kostengünstig saufen.. *hicks*

- Die ältesten Menschen (mit den verrücktesten Tour-Shirts) gehen am meisten ab. Jedenfalls war es bei manchen Konzerten der Fall. Warum wohl? Sind die jungen Emo-Mädchen zu unbeweglich vor Trauer?

Noch ein Tipp an alle Open-Air-Camper: Nehmt eine Flagge oder sonst was cooles für euer Zelt mit. Es macht dann eifach noch mehr Spass.

Dienstag, Juni 19, 2007

Zofinger Invasion im LaKuZ

Diesen Freitag den 22. Juni 2007 marschiert Zofingen in Langenthal ein. Und ihr seid hoffentlich auch dabei.

Zofinger Invasion im LaKuZ Langenthal

22. Juni 2007 21:00
Neve (long sounds indian grooves & Drum&Bass, Zofingen)
The (ever floating) Spacenote (psychodelic space&prog rock, Zofingen)

Türe ab 21:00
Bräteln vor dem Lakuz ab 18:00 möglich


Zu Neve findet ihr in meinem Blog ja schon eine Konzert / CD Kritik und ich kann mich nur noch wiederholen: Schaut euch die Band an, es lohnt sich mehr als vieles andere an diesem Wochenende.
Auf Spacenote bin ich selber sehr gespannt, kennt man doch ein paar Musiker davon persönlich.

Montag, Juni 18, 2007

Grünes Feld, blauer Himmel

Das erste Open Air im Jahre 2007 hat den Bohli-Test bestanden und wurde über die Rock-Bühne gebracht. Und wie..

Nachdem beim Aufbruch Richtung Interlaken noch alles vom Himmel geschüttet wurde was in Gottes Eimer passt, lichtete sich der Himmel nach der Ankunft auf dem Festgelände. Mit der Zeit drückte dann sogar die Sonne durch und es blieb heiss und sonnig für die restlichen 2 Tage. Von dem her schon einmal perfekte Voraussetzung, das Zelt konnte auch ohne Probleme aufgerichtet werden. Und dann hiess es schon: auf ins Getümmel!

Jede Band hier zu besprechen würde den Rahmen des Beitrages bei weitem sprengen. Darum hier eine kurze Auflistung meiner Favoriten.

Besten Bands am Greenfield-Festival 2007
- Porcupine Tree (Ganz klar, schliesslich eine meiner absoluten Lieblingsband. Sie überzeugen auch live sehr und spielten ein kurzes aber intensives Set.)
- Dredg (Die Klangtüflter im alternativen Rock füllten den leeren Slot von Modest Mouse und rockten mich in Grund und Boden. Klagwelten von unglaublicher Schönheit)
- Queens Of The Stone Age (Staubig, dreckig und geradlinig. Aber trotzdem umwerfend gut.)
- The Killers (Stadionrock, Bombast, Lichter und Show vom feinsten. Überzeugten mit den bekannten Hits und frischen Lieder vom aktuellen Album)

Neuentdeckungen am Greenfield-Festival 2007
- The Smashing Pumpkins (Ich bin hin und weg.. Geniale Band, geniale Musik..)
- Slayer (Mochte ich überhaupt nicht und kannte es eigentlich auch gar nicht.. Jetzt schon.)

Bekehrungen am Greenfield-Festival 2007
- Flogging Molly (Live der Oberkracher. Irish Music ist einfach nur super.)
- Incubus (Bis jetzt für mich eher ein unbeschriebenes Blatt, aber trotz "Love Hurts" ein hammer Konzert)

Des weiteren waren viele Bands auch super, manche enttäuschten aber auch (The Hives, Marilyn Manson). Aber das Festival war durchwegs super, mit hammer Stimmung und netten Leuten. Die Location ist auch elegant und das Gelände riesig. Nächstes Jahr bin sehr gerne wieder dabei, besonders bei einem solchen Lineup.

Dienstag, Juni 12, 2007

Steve Thorne - Part Two: Emotional Creatures

Musikhefte zu lesen bringt viele Vorteile mit sich. So kann man Fachwissen zu vielen Bands erlangen, somit bei Diskussionen mit Freunden ohne Probleme mithalten. Daneben findet man viele Infos zu den Band und Platten und auch jenste Konzerttipps. Das beste aber: Man entdeckt neue Bands und Musiker. Besonders hilfreich kann dies im Prog-Sektor sein. Da dieser Stil nicht zu den Modearten gehört, findet man viele Infos und Tipps erst auf den zweiten Blick. Dank dem Magazin "eclipsed" bleibe aber auch ich einigermassen infomiert.

Eine Neuentdeckung ist Steve Thorne. Dieser Mann hat nun sein zweites Album veröffentlich, der zweite Teil des "Emotional Creatures" Konzeptes. Eine Sammlung von Lieder die sich alle mit dem Thema Mensch und seiner doch eher unglaublichen Art und Logik beschäftigen.
Steve Thorne hat die Lieder nicht nur geschrieben und gesungen, sondern spielt auch noch jenste Istrumente. Begleitet wird er von einer wahren Flut an Stars im Prog / Melodic / Artrock Bereich. Nebst Nick d'Virgilio, Tony Levin, Goeff Downes oder Dave Meros findet man noch viele andere Klangvolle Namen im Booklet.

Die Musik bewegt sich im Artrock Bereich, wird manchmal etwas härter, bleibt aber meistens ruhig und eher auch im Folk-Bereich. Das Album weist zudem noch 3 Instrumentalsongs auf und punktet zudem mit der ansprechenden Gestaltung.
Jedes Lied ist zudem ein kleines Meisterwerk. Wunderbare Melodien, starker Gesang und perfekte Einspielung. Alles top.

Für mich nach Blackfield - II endlich wieder mal ein Album, dass ich Tag und Nacht hören könnte. Ohne das es mir verleidet.

9/10

Das war Hamburg 2

Nachdem schon ein paar Bilder das Licht der öffentlichen Welt erblicken durften, folgen hier nun ein paar Fakten für Mathematik-Erfreute Menschen. Will heissen: Hamburg in Zahlen.

Meine Wenigkeit hat..

5 Tage dort verbracht.
19 (Zimmer Nummer)
14 Stunden geschlafen (alle 5 Nächte zusammengerechnet).
0.3 Nächte im WC verbracht.
8 Skizzen angefertigt.
219 Photos geschossen.
3 Videos gemacht.
4 Tode gstorben.
1 Mal bei Burger King gewürgt.
1 Nacht zu Hip-Hop getanzt.
4 Mal die Reeperbahn besucht.
20 Biere geleert.
3 Tequilas runtergedrückt.
2 Mojitos gesöffelt.
1 Hotelzimmer verschönert (also eigentlich nur die Wände).
2 betrunkene Lehrer im Ausgang begleitet.
x Mal gelacht.
x + 100 Mal gegähnt (Müdigkeit.. nicht Langeweile).
1 Nudelsalat gekauft (ohne Löffel.. Super..).
0.5 Nudelsalat in die Minibar im Hotel gestellt.
100e von U-Bahnfahrten überlebt.
4 CDs gekauft.
1'598 Mal die Hamburg-Hmyne "Bohli Rock" gesummt / geschrien / gesungen.
1 Mal verfahren.
0 Sekunden auf die Heimreise gefreut.

Höchster Betrag der jemals für ein Getränk bezahlt wurde (zum Glück nicht von mir):
120 Euro.

Und das war eigentlich nur ein kleiner Teil..

Montag, Juni 11, 2007

Das war Hamburg 1

Ich bin zurück, mit schwerem Herzen. Unfassbar schnell verflogen die 5 Tage in Deutschland, unfassbar viel wurde erlebt.
Ein Reisebericht wird wohl noch folgen, allerdings wird meine Freizeit momentan stark durch die Schule und anderen Aufgaben beansprucht. Längere Texte sind nicht unbedingt zu erwarten.

Trotzdem (oder wie immer) hier schon ein paar Bilder:

Dienstag, Juni 05, 2007

Und jetzt wirklich weg..

Nachdem es ja schon im letzten Post angekündigt wurde folgt hier nun die Abschiedsmeldung:

Vom 06.-10.06.2007 werde ich mich in Hamburg aufhalten und sauf... äh Architektur begutachten. Das heisst leider auch, keine weiteren Blogeinträge.

Ich hoffe schwer, dass nach meiner Rückkehr auch unser PC zu Hause wieder läuft und für mein Blogwahn zur Verfügung steht. Bis dahin: Cheers!


Bahnhof Dulliken, Sonntag 03.06.2007 / 05.24

Freitag, Juni 01, 2007

Blog, Zeit und Internet

Ich muss euch vorwarnen, denn schon bald wird es wieder eine Durststrecke geben in der nichts gepostet wird. Da der letzte Beitrag schon fast eine Woche zurückliegt ist es an der Zeit meine Lage etwas zu klären:

Eigentlich wollte ich diese Woche vieles hier hineinschreiben, kam aber dank Baustellen-Praktikum, Ausgang etc. nie dazu. Und gestern ist bei uns zu Hause auch noch der PC gestorben, wenn auch noch nicht komplett. Arbeiten kann man nur noch sehr beschränkt und ich hoffe einfach dass meine Daten noch vorhanden sind. Darum ist bis jetzt der zweite Teil der ÜK-Reihe noch nicht hier erschienen.

Dazu kommt nächste Woche noch die Studiereise nach Hamburg, ergo gibt es vom 05.-10.06.2007 ganz sicher keine Einträge. Also, ich hoffe ihr steht diese schwere Zeit zusammen mit mir durch und drück unserem Rechner die Daumen. Schliesslich ist er mit 3 Jahren schon ein ziemlich alter Kerl ;)

Cheers.

Sonntag, Mai 27, 2007

Monkey3 im Böröm

Wochende ist Konzertzeit. Da entdeckt man manchmal auch zufälligerweise Perlen unter den vielen Anlässe, welche man nicht erwartet hätte.

Dieses mal war es mir vergönnt einer schweizer Band mit rosigen Zukunftsaussichten zu lauschen. Monkey3 spielten im Böröm Pöm Pöm in Oberentfelden, ein Muss für mich. Mit zwei super Freunden pilgerten wir also in das unscheinbare Dorf mit dem unscheinbaren Industriebau.
Die Vorband .com (sprich dotcom) rockte schon ganz gut los und mischte alternativen mit verschiedenen anderen Rock-Untergruppen, wobei auch Coversongs zum besten gegeben wurden. Es waren viele Fans der Band unter den Zuschauer, kein Wunder stammen .com doch aus Oberentfelden -und Umgebung.

Kurz nach 23.00 Uhr war es dann aber soweit, Monkey3 bestiegen nach einem stimmungsvollen Einstieg mit dem Keyboard nacheinander die Bühne und legten los. Und das gleich ziemlich heftig:
Soundwelten aus Stoner-, Psychodelic- und "Tool/Isis" Rock, ausufernd, in die Ferne treibend und verschlingend. Da die Lieder alle zu viertelstündigen Wänden ausgebaut wurden, versank praktisch jeder im Saal in der Musik und in einer Trance. Wer trotzdem noch die Augen offen hielt, konnte nebst den ambitionierten Musikern noch auf 2 Leinwänden und dem Drum sehr künstlerische Videos bestaunen, sehr passend zur Musik. Das handwerkliche Können der Band ist wirklich extrem hoch, so wurde auch ein kurzer Ausfall des Basses mit einer improvisierten Jam-Session zwischen Gitarre und Schlagzeug ohne das man es bemerkt hätte überbrückt.
Leider war nach etwas mehr als einer Stunde dann auch schon alles wieder vorbei und die Zugabe - geniales Cover von "Once Upon A Time In The West" - wurde angestimmt.

Auch auf CD kann die Band voll und ganz überzeugen, also Freunde der guten Musik: Kaufen, live hören und darin versinken.

Samstag, Mai 26, 2007

Ostblock rückt näher

Wir sind es uns eigentlich schon seit längerem bewusst, trotzdem wollte es keiner so richtig glauben: Die Ostblockstaaten rücken uns immer näher. Nachdem sie uns schon keinen Erfolg im wichtigsten Musikwettbewerb der Welt gönnten (zum Glück, in diesem Zirkus muss man sich ja schämen), erobern sie nun schrittweise Teile der Schweiz.

Oder wie wollt ihr sonst dieses Bild erklären, das sich mir von dem Flachdach aus bot? Wenigstens hat die ortsansässige Polizei (oder sonst ein aufmerksamer Bürger) reagiert und das Gebiet grossräumig abgesperrt:

Freitag, Mai 25, 2007

Jesus sagte...

Sie existieren schon seit Jahren, schlummern unbemerkt in den Köpfen gewisser Personen und brechen dann plötzlich aus. Die klassischen "Jesus sagte" Sprüche. Nachdem ich dank meinem Vater wieder einmal in den Genuss diverserer dieser genialen Schenkelklopfer gestossen bin, möchte ich sie euch natürlich nicht enthalten.

1.
Jesus sagte zu den Neveser: "De Wii hämmer, was eus fehlt sind d'Gläser!"

2.
Jesus sagte zu den Korinther: "Haar am Buch geht warm im Winter!"

Und zu guter letzt noch einer, der aber nicht ganz Jugendfrei ist. Also Kinderchen, bitte nicht weiterlesen.

3.
Jesus sagte zu den Galater: "Wer ned vöglet werd nie Vater!

xD

Die Völker hat es übrigens alle gegeben.. Bei MC Jesus bin ich mir da aber nicht so sicher.

Mittwoch, Mai 23, 2007

Baustellen-Praktikum: Woche 1

Ja eigentlich waren dies ja erst 2 Tage, aber der Rest der wunderbaren Woche darf ich in der Schule verbringen. Auf jeden Fall war ich nun diesen Dienstag und Mittwoch unter dem Namen "Bohli von Wullschleger AG - Bedachungen und Spenglerarbeiten" unterwegs.

2 Tage Sonne
2 Tage schwitzen und keuchen
2 Tage auf einem hohen Flachdach herumtanzen
2 Tage immer um ca. 16.00 Uhr ein Eis schlecken
2 Tage eine unmögliche Leiter heraufsteigen (und das ich, mit Fallangst)

Aber das wichtigste: 2 Tage lang aus dem Büro raus, mit den Händen gearbeitet und wieder einmal die Stimmung auf einem Bau erlebt. So eine Abwechslung wäre mir sehr willkommen, leider kommt die zu selten.
Was wurde eigentlich getan? Das Flachdach eines Blockes musste erneuert werden, da die alte Abdichtungen ihrem Namen nicht mehr gerecht wurde. Ergo: Alles Kies wegschaufeln, alte Abdichtunge wegreissen, nasse und kaputte Dämmplatten austauschen, noch mehr dämmen, Bitumendichtungsbahnen draufschweissen, Kies wieder draufwerfen.

Alles weitere wäre wohl zu langweilig für euch, darum hier einfach die besten Bilder.

Montag, Mai 21, 2007

Kühles Genussmittel

Samstags am Haldenweiher in Zofingen:

Die Sonne ist zurück, damit aber auch die Hitze. Hitze führt zu warmen Autos, warme Autos heizen Bierfläschchen auf und die aufgeheizten Bierfläschchen will keiner trinken (ausser ein paar freiwilligen Leutchen). Allerdings gibt es eine Option:

Abkühlen der Flaschen im ortsüblichen Weiher, hier der Haldenweiher. Das bringt aber allerlei Tücken mit sich:
1. Finden einer geeigneten Stelle, ohne dass die Flaschen im tiefen Wasser versinken.
2. Die Zugänglichkeit sollte auch bei angetrunkenem Zustand gewährleitstet sein.
3. Möglichst keine Kriechtiere an der Flasche zu haben um den Genuss nicht zu gefährten.

Punkt Eins konnte schnell gelöst werden, besonders da Punkt Zwo gar nicht beachtet wurde. Allerdings wurde das Kriechzeugs komplett vergessen, waren die ersten paar Flaschen auch noch frei davon. Doch als die restlichen Bierchen dann aus dem Weiher gefischt wurden (schliesslich musste man noch zu Herrn Parker) geschah das schreckliche: Überall auf den Flaschen befanden sich kleine schwarze Dinger. Unsere Biologe Herr Dr. S.R. aus S. konnte diese "Würmer" sofort als Blutegel identifizieren. Kenne deinen Feind heisst es ja immer!
Allerdings wurde damit kein Problem gelöst, schliesslich musste man das Ganze von den Flaschen kriegen. Nach einer heroischen Tat von meiner Seite wurden die Biere gesäubert und dann wieder im Karton versteckt.

Das Problem: Ich sah aber nicht genau ob alle Egel entfernt werden konnten, es war schon dunkel. Darum stehen jetzt noch 7 Biere auf meiner Estrichtreppe die wohl nie jemand trinken wird.. Wer weiss was da noch alles herumkriecht *schauder*.

Sonntag, Mai 20, 2007

Spider-Man 3

Trotz des zurückgekehrten Sommers begab ich mich wieder einmal in ein Lichtspielsaal. Natürlich in die Nachtvorstellung, damit man auch Platz hat.

Und der war reichlich vorhanden, nebst den Sitzreihen auch bei den Verbesserungsmöglichkeiten am Film selber. Die ersten beiden Teile der Krabbelvieh-Reihe fand ich sehr gut bis super. Doch der Dritte konnte nicht wirklich überzeugen.

Problem Nummer 1: Der Film ist besonders zu Beginn sehr zäh geraten. Scheinbar willkürlich wechseln die Szenen sich ab, ein harmonisches Gesamtbild will nicht so recht entstehen. Ausserdem entsteht keine richtige Spannung da eigentlich nichts passiert.
Problem Nummer 2: Die Geschichte spielt an zu vielen Orten gleichzeitig, ohne dass sich die Erzählstränge überschneiden würden. So begleitet man nicht nur Spider-Man, Mary-Jane oder Harry Osborn separat, nein es wird auch noch das Schicksal des Sandmannes erzählt. Hier fehlt allerdings auch die Tiefe, welche den Charakter wirklich ausfüllen würde. Ausserdem werden viele Nebenfiguren eingeführt aber dann auch gleich wieder vergessen. Besonders schade ist dies bei Gwen Stacy.
Problem Nummer 3: Schön das auch Gefühle in den Action-Filmen von heute ihren Platz haben, allerdings wird in Spider-Man 3 so viel geheult und gestritten, dass man sich teilweise wie in einer Soap fühlt. Hier wäre weniger schon etwas mehr gewesen. Besonders gegen das Ende hin.
Problem Nummer 4: Emo-Spidey! Ok das wird jetzt vielleicht etwas gemein, aber es liegt wirklich auf der Hand. Nachdem Spider-Man's Kostüm von dem ausserirdischen Symbionten übernommen wird, wird sein Verhalten beeinflusst. Wut, Hass und Gewalt kommt an die Oberfläche. Nebst den ewigen Tränenergüssen und Problemen (die Welt ist ja sooo böse zu mir) kommt dann auch noch Peters neue Frisur. Sorry, ist einfach Emo und für mich zu viel des Guten.

Aber der Film ist keineswegs ein Rohrkrepierer sondern bietet gelungene Unterhaltung. Die Schauspieler können allesamt überzeugen, besonders J.K. Simmons als JJJ ist immer wieder genial (und Kirsten Dunst spielt mit.. 'nuf said!). Die Effekte sind einfach nur atemberaubend, auch wenn viele Kampfszenen sehr unübersichtlich geworden sind.
Was den Film dann sowieso rettet: Venom. Leider nur mit sehr wenig Screentime beschenkt, entfaltet der Gegner von Spidey doch ein super Gefühl für jeden Comic-Fan.

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass der Abschluss der ersten Trilogie um Spidey leider nicht so gut geworden ist wie gehofft, aber immer noch sehenswert. Comicfreunde gehen sowieso rein.

6 / 10 Spinnen auf dem Boden. Immer noch lieber als Blutegel am Bierfläschchen..

PS: Wer mir sagen kann wer den französischen Kellner im Restaurant spielt, kriegt eine Tafel Schokolade oder ein Eis geschenkt. Internet-Recherchen kann ich nicht als richtig gelten lassen. =)

Samstag, Mai 19, 2007

Bärtiger (Prog-)Rock

Spock's Beard. Live.

Für Kenner und Geniesser der Prog-Szene bedarf es eigentlich nicht mehr Worte. Trotzdem möchte ich noch etwas schreiben, dass auch Aussenstehende verstehen was hier seit Jahren in den Himmel gelobt wird.

Spock's Beard sind seit 1992 eine feste Grösse in der progressiven Rockszene. Schon mit dem ersten Album "The Light" erschufen sie ihr Meisterwerk, was vor allem danke Neal Morse passierte. So schrieb der Frontsänger, Gitarrist, Keyboarder und Frontmann nicht nur praktisch alle Lieder selber, sondern strahlte Live eine solche unglaubliche Präsenz aus, dass jeder Live-Auftritt der Band zu einem Erlebniss der Sonderklasse wurde.
Allerdings entwickelte sich die Band nicht so wie es für Neal Morse wichtig gewesen wäre. Nach dem Konzeptalbum Snow verliess er die Band und schockierte damit auch die Fangemeinde. Wie soll es jetzt weitergehen? Die Bärte liessen sich nicht beirren und rockten weiter. Der Schlagzeuger Nick D'Virgillo übernahm nebst dem Drum auch noch den Posten des Leadsängers, die restlichen Positionen blieben unverändert. Alan Morse an den Gitarre, Dave Meros am Bass und Ryo Okumoto an den Keyboards.
Allerdings machte sich dieser Wechsel stark in der Musik bemerkbar. So wurde die Songs immer mehr purer Rock, oder auch mit AOR und Melodic Rock durchmischt. Live allerdings blieben sie eine sichere Bank.

So auch im Z7 am 16.05.2007. Obwohl die Setlist praktisch nur aus Songs aus der Zeit nach Neal Morse bestand - der grösste Teil sogar nur vom neusten Album - war das Konzert musikalisch trotzdem sehr gelungen. The Light wurde leider nicht gespielt, aber die Männer rockten auch so. Rock ist das richtige Stichwort, denn die Musik war eher Rock als Prog. Auf jeden Fall lieferten sie eine Show der sonderklasse. Da wurden Witzge gerissen, fleissig auf der Bühne getanzt / rumgehüpft, tolle Solos gespielt, zigfach mit dem Publikum interagiert und die Seele aus dem Leib gespielt. Die Freude am musizieren ist bei der Band ganz klar noch vorhanden.

Nach dem Konzert hatte Ryo den Wunsch, mit jedem einzelnen zu sprechen. Nicht ganz gelungen, allerdings bewegte sich die Band dazu am Merch-Stand Autogramme zu geben. Nachdem ich heroisch die Setlist ergattert hatte, wurde diese sogleich (zusammen mit dem Ticket) von Mr. Okumoto unterzeichnet. Ein perfekter Abschluss für ein Konzert der Sonderklasse.

Sobald die Bärte wieder einmal in der Nähe spielen werde ich sofort buchen. Eine unvorstellbar gute Liveband, bei der auch wirklich jedes Konzert ein unvergessliches Erlebnis wird. Kommt doch das nächste Mal einfach mit!

Mittwoch, Mai 16, 2007

Grossenwahnsinn?

Bestimmt nicht, den haben nur die Ersteller der "grössten Enyklopädie" im Internet, genannt Wikipedia. Auf jeden Fall findet man darin sehr essenzielle Sache nicht.. Dieser hier zum Beispiel wäre schon lange überflüssig (draufklicken):




Harr.. Heute ist seit langem wieder mal Stumpfsinn angesagt, meine Laune ist einfach zu gut! xD

Nacht der lebenden Toten

Nein ich war am letzten Wochenende nicht an einer John A. Romero Filmnacht sondern in Zürich.
Nein ich will den Zürchern bestimmt nicht unterstellen, dass sie herumschlurfen wie Zombies.. Obwohl ein paar Säufer schon diesen Eindruck erweckt haben.

Ich war an der "The Doors Celebration" welche nun doch schon seit 10 Jahren exisitert. Darum gab es vom 11.-13.05.2007 in der alten Kaserne in Zürich eine fette Party. Nebs vielen DJs traten natürlich auch Live-Bands auf. Leider konnte ich mich nur am Samstag Abend dorthin begeben, aber es hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt.
Aufmerksam auf das Ganze wurde ich dank einem Mitschüler und Berufskollege, der - so frech wie er ist - Flyers in der Schule verteilt hatte. Da ich bei solchen Anlässen praktisch nicht widerstehen kann, überredete ich noch jemanden und begab mich dann ziemlich müde (Nachwirkungen Deep Purple + Party) nach Arroganz City.
Weiteres zum Abend gibt es hier, ich beschränke mich auf die Bands. Der Post ist sowieso nicht sonderlich aktuell, aber egal.

Der Beginn machte Cosmos, eine schweizer Pink Floyd Coverband die nun aber auch eigene Lieder spielt und schon 2 Alben veröffentlicht hat. Vor der Truppe war ich schwer begeistert, denn es war wunderbarer psychodelic / Progrock, stilistisch wirklich sehr stark bei PF angelehnt. Auch die eigenen Songs passten sehr gut zwischen die Coverversionen hinein. Und diese wurde einfach genial intoniert. Man meinte, hier stehe wirklich Waters Leute auf der Bühne.
Als zweites gab sich "Soul Jam" die ehre. Hier muss ich ganz klar sagen: Guter Sound, leider nicht sonderlich passend für den Abend und nicht so mein Geschmack. Allerdings ist die Band handwerklich überalles erhaben und schmetterte so manchen Hit von der Bühne. Die Band nutzte auch gleich die Gelegenheit um ihre neuste CD zu taufen, natürlich stilecht mit einem Bier!
Der Hauptact des Abends betrat dann knapp nach 00.00 Uhr die Bühne: The Doors Experience. Auch hier war das Erlebnis eher zwiespältig. Auf der einen Seite spielten sie The Doors und zwar wirklich sehr gut. Und schliesslich ist The Doors The Doors. Einfach nur genial oder? Auf der anderen Seite jedoch wurde das Spiel durch ihre übetriebenen Show-Einlagen ein bisschen zerstört. Es war einfach zu viel Gepose.
Last but not least rockten Led Airbus die Hütte. Und zwar wortwörtlich, denn ihre Interpretationen der Led Zeppelin Songs war einfach nur atemberaubend. Auch hier hätte man meinen können, die Meister wären selber auf der Bühne. So wurde auch Hit an Hit gereiht, von Black Dog über Kashmir bis hin zu Dazed And Confused (so ca. 29 Minuten lang inkl. Geigenbogen). Jawohl, auch Stairway To Heaven fehlte nicht.

Alles in allem war es wirklich ein super Abend, oder eher Nacht. Denn Led Airbus spielten bis 04.15 Uhr am Sonntag morgen. Perfekt um gleich danach auf den ersten Zug zu huschen.

Noch was: Cosmos spielen am 22.06.2007 in der Schüür in Luzern. Wer kommt mit?

Dienstag, Mai 15, 2007

Deeper Than Purple

So langsam wird der monatliche Besuch im Hallenstadion fast zu einer Tradition. Nachdem im April schon Roger Waters eine grossartige Show darin zelebrierte, waren am letzten Freitag (11.05.2007) die alten Rock-Dinosaurier Deep Purple an der Reihe.

Als Vorband spielten Maury & Band.. *hust* Ich weiss ja auch nicht, wer die ausgewählt hat. Aber sie spielen auf jeden Fall sehr austauschbaren Radio-Rock, für mich gar nichts gutes obwohl es Schweizer sind. Besonders da ich jetzt die Lieder im Radio sogar erkenne. Wenigstens war der Spuk nach knapp 25 Minuten dann auch schon wieder vorbei.

Dann begann das Warten.. Meine Kollegen wollten schon meine Naivität zerstören indem sie erzählten, dass DP die Zuschauer das letzte Mal ziemlich lange warten liessen. Allerdings stellte sich dieses Verhalten als einmalige Sache heraus, denn die alten Mannen erschienen auf die Minute pünktlich auf der Bühne.
Deep Purple besteht in diesen Jahren aus Ian Gillan (v), Steve Morse (g), Roger Glover (b), Don Airey (k), Ian Paige (dr) und spielt die alten sowie die neuen Kracher ohne Probleme. Das Set bestand aus wirkliche tollen Songs von früher und ganz wenig neuem Material. Man könnte fast von einer Best Of Tour sprechen, wenn sie bloss "Child In Time" gespielt hätten. Aber man kann ja bekanntlicherweise nicht alles haben, und bekommen haben wir unter anderem: Hush, Space Trucking, Highway Star, Black Night, Strange Kind Of A Woman, Lazy und - natürlich - Smoke On The Water.

Was sich nun entgültig herausgestellt hat: Es gibt heutzutage nur noch eine Band, die sich lange Solos auf Gitarre / Orgel & Keyboard / Schlagzeug oder Bass erlauben darf und das ist einfach ganz klar Deep Purple. Hier gehört es zum guten Ton und macht einfach total Spass. Besonders wenn dann auf dem Keyboard ein paar Takte Mani Matter gespielt werden, oder die Gitarre "Sweet Home Alabama" anstimmt..

War ein super Konzert, gute Stimmung und eine Band die sehr gut aufgelegt war. Da nächste Mal bin gerne wieder mit dabei, ich schätze mal im Juli 2008 kommen sie wieder. Aber dann bitte mit schöneren T-Shirts..

Montag, Mai 14, 2007

A Long Way Down

Schon längers fertig gelesen (eigentlich noch vor "Die Physiker"), allerdings erst jetzt hier beschrieben:

A Long Way Down
von Nick Hornby

Nachdem ich von High Fidelity ziemlich begeistert war, freute ich mich sehr auf dieses Buch. Allerdings war der Grundton der Kritiken überall ziemlich negativ. Es sei einfach zu unspannend etc. Aber man kann ja nicht immer nur Meisterwerke verschlingen und Hornbys lockerer, wenn nicht sogar ein bisschen unsorgfältiger Schreibstil gefällt mir einfach.
A Long Way Down handelt von 4 Möchtegernselbstmörder die sich zufällig an Silvester auf demselben Dach treffen. Natürlich springt dann keiner, obwohl bei jeder (oder zumindest fast jeder) Person genügend Gründe vorhanden sind. Aus ihren Standpunkten gesehen wenigestens. Die eher merkwürdige Gruppe rafft sich zusammen und versucht sich gegenseitig zu helfen. Dies ist allerdings leichter gesagt denn getant, da sich die Vier immer wieder aus härteste verkrachen und praktisch kein Gespräch ohne Streit endet. Viele schöne Zufälle und nicht so erfreuliche Geschehnisse bringen sie aber ihrem Ziel immer näher..

Die Ausgangslage ist interessant, das Thema sowieso praktisch omnipräsent in unserer Gesellschaft. Auch die Schreibweise wirkt frisch und liest sich sehr spannend, da man die Geschichte abwechselnd aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erlebt. Auch der Stil wechselt dementsprechend und bringt immer wieder frischen Wind in das Buch.
Allerdings kann auch dieser Kniff nicht über die etwas langatmige Handlung hinwegtäuschen. Es fehlt einfach das gewisse Etwas, was aus dem spannenden Thema ein wunderbares Buch ergeben hätte. Die Geschehnisse treten auf und verschwinden ebenso schnell wieder, ohne gross etwas zu bewirken. Auch die Gedanken und Gewissensbisse bezüglich Suizid werden mit mangelnder Tiefe behandelt, darum fällt auch das Ende eher enttäuschend aus.

Trotzdem bietet das Buch vergnügliche Stunden, witzige Momenten und viele Emotionen.

6-7/10 Sprünge von einem Haus, nicht sonderlich tödlich.

Momentan am lesen: Ein faszinieredes Buch von Herrn Frank Schätzing.. Schwärmt ruhig davon ;)

Freitag, Mai 11, 2007

Die Physiker

Nachdem ich ja schon einmal ein Buch besprochen habe, das mir von Herrn Moe empfohlen wurde, folgt hier noch das zweite:

Die Physiker
von Dürrenmatt

Es ist ein Theaterstück und sehr kurz. Eigentlich zwei Gründe, warum ich es nicht unbedingt lesen wollte. Schliesslich habe ich mit Prosa und diesen Gewichten der Weltliteratur ein bisschen so meine Probleme. Allerdings muss man ab und zu was neues wagen, darum auf ins Gefecht.

Die Geschichte ist sehr gelungen, besitzt spannende und unerwartete Wendungen. Der Schreibstil speziell, da die Geschichte eigentlich nur aus Dialogen besteht. Kleine Beschreibungen und Erklärungen werden eingefügt, da sich die Handlung aber in nur einem Raum abspielt halten sich diese in Grenzen. Trotzdem ist der Lesefluss sehr hoch, was natürlich auch an der genialen Schreibe von Herrn Dürrenmatt liegt. Viele Aussagen sind auch tiefgründiger als sie auf den ersten Blick erscheinen und so manch Vermutetes stellt sich mit der Zeit als falsch heraus.

Von der Handlung selbst verrate ich lieber nicht zu viel, auch die meisten Kurzzusammenfassungen im Internet geben meiner Meinung nach zu viel Preis. Auf jeden Fall eine lohnende Geschichte, welche die Wissenschaft und die Entwicklung / Erfindung / Gebrauch der Kernphysik sehr kritisch betrachtet.

Natürlich lässt sich in solche Geschichten sehr viel hineininterpretieren, der Autor selber hat auch am Schluss im Anhang noch 21 Thesen aufgelistet. Viel Spass beim selber herausfinden was er eigentlich genau sagen will. Eine entgültige Version wird wohl niemand erstellen können.

8/10

Mittwoch, Mai 09, 2007

Regen, Wind und Sonne

Nachdem der Tag der Sonne in Winterthur ja leider ziemlich veregnet war, hofften alle das wenigstens diesen Dienstag sich das Wetter ein bisschen benehmen würde. Ich war nochmal auf der Strasse um Stimmen für die Klimawahl zu sammeln. Dieses mal machte unsere Solar-Bar an der alten Kantonsschule in Aarau halt.

Bei meiner Ankunft regnete es ziemlich heftig, ich musste ein bisschen fluchen. Nass zu werden war ich mir allerdings langsam gewohnt, wenn auch nicht ein Wunschgedanke. Der Aufbau verlagerten wir unter das Vordach des "Aquariums" (ehemalige BVK'ler wissen wo ;)) und kämpften von da an mit dem extrem starken Wind. Als das Zelt dann stand, versuchten wir es so gut es ging zu verankern.

Pünktlich zur ersten Pause gelang uns auch dies, die ersten Schüler konnten abgefangen werden.
Das Interesse war hoch, viele begrüssten die Idee und unterstützen sie grosszügig. Nebst den Unterschriften konnten wir auch ein paar Postkarten, Videobotschaften und persönliche Treffen mit Politiker gewinnen.

Alles in allem war es ein gelungener Start der Sol
ar-Bar-Tour welche sich noch in Bern (heute), Lausanne (Donnerstag) und Zürich (Montag 14.05.) aufhalten wird. Falls ihr also Leute mit schick roten "Klimawahl.ch" T-Shirts antrefft, unterschreibt und gebt eure Meinung ab.
Jede Stimme zählt!

Montag, Mai 07, 2007

A Global Warning..



Vom Regen in die Hitze

Nach einer (ein bisschen ungewollten) Woche Pause hier im Blog, geht es heute wieder pflichtbewusst weiter.

Letzten Samstag war ich im Namen des
JugendSolarProjektes von Greenpeace in Winterthur unterwegs und versuchte mit 2 Freunden die Leute dazu zu bewegen, doch ein bisschen an den Ständen am Tag der Sonne vorbeizuschauen. Die Gelegenheit haben wir auch gleich nochmals genutzt, um Leute auf die Klimawahl aufmerksam zu machen. Wie meistens bei solchen Aktionen fielen die Reaktionen der Angesprochenen sehr unterschiedlich aus.
Nebst den obligaten Sprüchen "keine Zeit", "muss auf den Zug" oder "Ich kann eh nichts verändern..", hatte es die Leute die i
mmer noch darauf pochen dass sich die Natur dann selber helfen wird. Diese haben auf eine Weise schon recht, allerdings stellt sich dann die Frage wie lange dies dauern wird. Wir Menschen sind dann auf jeden Fall schon lange nicht mehr hier.

Zum guten Glück gab es auch das Gegenteil, was uns nach jedem Rückschlag auch wieder Lust machte weiterzugehen. So trafen wir viele Paare, die schon selber Sonnenkollektoren zu Hause haben oder sogar noch Mitglieder bei Greenpeace sind. Viele zeigten sich bezüglich der Klimawahl auch sehr interessiert und versprachen mitzumachen. Was das Ganze ein bisschen verkomplizierte: Die meiste Zeit regnete es in Strömen. Somit waren viele Leute noch gehetzer oder wollten einfach ins Trockne.
Wir selber waren ohne welchen Regenschutz unterwegs und somit vor allem nach
dem 2. Durchgang ziemlich durchnässt. Aber es hat trotzdem sehr viel Spass gemacht.
Ein besonderer Gruss hierbei noch an die netten Leute von myblueplanet. Ihr habt da ein sehr interessantes Projekt gestartet und ich wünsche euch viel Erfolgt dabei.

Am Abend kam ich dann ziemlich fröstelnd und erschöpft nach Hause, gönnte mir aber nur eine kurze Pause um dann das Konzert der
Hillbilly Moon Explosion und den Pussywarmers zu besuchen. Beide Bands konnten mich überzeugen, wenn The Pussywarmers auch eher durch ihre durchgeknallten Einfälle als die Musik selber.
HME drehten dann schön auf, Rock'n'Roll und Hillybilly vom feinsten. Hier war dann das komplette Gegenteil vom vorherigen Programm: Hitze und Schweiss.


Falls die Bands einmal in eurer Nähe spielen: Anschauen, lohnt sich wirklich!

Montag, April 30, 2007

Die Taube

Mit dem Bücher lesen ist es ja so eine Sache bei mir. Entweder verschlinge ich gleich ein paar pro Woche, oder dann lange Zeit keines mehr. Was mir dann aber fehlt, merke ich erst wenn ich wieder ein neues beginne. Lesen ist einfach besser als Kino / TV / Film es jemals sein werden.

Mein Blogkollege und Haldenweihergänger Moe hat mir nun mal "Die Taube" von Patrick Süskind geborgt. Nachdem ich ja scho sehr von "Das Parfum" begeistert war, ging ich mit grosser Vorfreude an das Buch (Oder soll ich sagen, die Kurzgeschichte? Immerhin sind es nur knapp 100 Seiten.) und habe es auch sogleich am selben Tag beendet.
Nebst seiner Kürze fällt vor allem die spezielle Geschichte auf. So passiert im Buch eigentlich nicht viel, wenn das ganze durch ist muss man resumieren: Es passiert überhaupt nichts. Ausser das man dank Süskinds perfektem Umgang mit der deutschen Sprache immer tiefer in das Bewusstsein des Protagonisten hineingezogen wird (und in dessen Wahnsinn). Vom ersten Satz an packt das Buch, bis zur letzten Silbe will man es gar nicht mehr aus der Hand legen.
Viel möchte ich eigentlich nicht verraten, aber es lohnt sich wirklich. Auch für Leute die eigentlich sonst eher Lesemuffel sind. Denn diese 100 Seiten schafft noch jeder.

Ein wahres Meisterwerk der modernen Prosa, Süskind wird seine Ruf mehr als nur gerecht.

10 / 10 Rosinenschnecken, genüsslich hinuntergewürgt.

PS: Momentan bin ich an "A Long Way Down" von Nick Hornby. Ist eher durchschnittlich, weiss aber jetzt schon tolle Momente auf.