Mittwoch, Januar 31, 2007

ArchiCAD und so

Ich habe es nun geschafft, die aktuellste Version von ArchiCAD - nämlich s'Zähni - vor dem Büro auf meinem eigenen PC* zu haben. So komme ich wenigstens zu Hause in den Genuss von Mausradzoom, vielfältige Schriftformatiertungen, intelligente Hilfslinien usw. Im Büro "darf" ich ja immer noch auf dem urzeitlichen ArchiCAD 7 rumzeichnen. Klar, für das Zeugs was wir hier bewerkstelligen reicht es schon, der Komfort ist jedoch sehr niedrig.

Jetzt habe ich nur noch ein Problem: Was soll ich eigentlich zeichnen? Ein schickes Haus wäre ja schon toll, aber da muss zuerst skizziert werden. Zum Glück hat mich eine gute Freundin darauf hingewiesen, diese Entwürfe in mein Arbeitsbuch zu machen und somit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Na mal schauen was dabei so alles rauskommen wird.
Falls ich dann wieder mal längere Zeit hier nichts schreibe ist dann das Programm schuld. Nur so als Vorwarnung.

Die schönen 3D-Bilder kann ich ja dann hier veröffentlichen ;)


*Mein eigener PC ist nur eine umgangssprachliche Phrase, eigentlich gehört der PC rechtlich gesehen meinem Vater. Er stellt ihn der Familie einfach zu Verfügung.

Dienstag, Januar 30, 2007

Göttliche Musik

Auf verschiedene Weise ist dieser Titel auslegbar, denn bei der nachfolgenden CD geht es um mehr als man beim Name denken könnte.

Spock's Beard - Snow
Wie ihr bestimmt schon vermutet (oder wisst) ist dies eine Band aus der Sparte Progressiver Rock. Was sonst.. ;) Sie ist sogar eine der bekanntesten und grössten, ob eine der besten kann ich noch nicht so ganz beurteilen, das Album hat mich aber sehr überzeugt.

Zuerst ein paar Infos zum Album selber:
Das Doppelalbum mit einer Laufzeit von ca. 110 Minuten ist ein Konzeptalbum. Es erzählt die Geschichte über einen Albino mit Namen John, der aber von allen Leuten 'Snow' genannt wird. Als Gabe kann er in das Innere der Menschen sehen und ihr Leben voraussagen und geht als Erwachsener nach New York, freundet sich dort mit einem Schwarzen an, gründet mit ihm eine Organisation (manche Leute könnten auch dies schon als Sekte betrachten) und hilft anderen Menschen, in dem er ihr Leben voraussagt. Da er durch sein befremdliches Aussehen aber keine Liebe empfängt, zerbricht er fast daran und an seiner Umwelt. Aber seine Freunde denen er geholfen hat, helfen auch ihm wieder auf den richtigen Weg zu kommen.. Die Lieder sind alle musikalisch und textlich verbunden, die volle Wirkung entfaltet das Album nur bei einem kompletten Hördurchgang.
Ebenso war dies das letzte Werk von / mit Neal Morse (Hauptsongschreiber und Lead Sänger, Gitarrist), welcher sich nach der Fertigstellung aus religiösen Gründen von der Band trennte.

Ich versuche nun etwas, was ich noch nie gewagt habe. Eine genau Analyse aller Lieder. Wenn es hin haut, wird man solche Sachen wohl des Öfteren von mir lesen, wenn nicht war es das erste und letzte Mal.
Ebenso war diese CD für mich speziell, da sie sehr viel mit Religion zu tun hat. Ich bekenne mich ja keinem Glauben und bin auch Atheist, trotzdem hat mich die CD sehr berührt. Aber lest selbst.

CD 1
01 | Made Alive/Overture | 5.32
Das Album beginnt mit sanften Gitarrenklängen, begleitet von der Leadstimme. Snow wird geboren. Nach ca. 1.5 Minuten gibt es einen abrupten Wechsel, die Overture beginnt in einem 13/12 Takt. Hier kommt die Prog-Musik voll zur Geltung. Häufige Taktwechsel, abgefahrene Solostellen und Instrumentalmusik erster Güte, typischer Sound der Bärte.

02 | Stranger In A Strange Land | 4.29
Snow kommt ins Teenagealter und fühlt sich fremd. Begleitet wird dieser Schritt von eher ruhigeren Klängen auf der Akustischen mit einem schönen, einprägsamen Refrain. Das Lied hat aber nicht mehr so viel mit Prog gemein, sondern gehört eher in die Sparte AOR.

03 | Long Time Suffering | 6.03
Das erste längere Stück auf der CD ist sehr hymnisch geraten, wie so manches auf diesem Album. Ein Rocksong, perfekt zum mitsingen und mit einem sehr schönen Text. Die ersten Klänge gestalten sich ziemlich speziell mit den veränderten Stimmen, dann aber wechselt der Takt und es entwickelt sich zu einem Song im Gebiet des einfachen Prog Rock mit Spielereien im Hintergrund und gelungenen Keyboard-Parts.

04 | Welcome To NYC | 3.32
Nach den etwas ruhigen Passagen, kommt hier die härtere Seite wieder zur Geltung. Snow's Ankunft in New York markiert einen wichtigen Wechsel in seinem Leben. Begrüsst wird er in der Weltstadt mit einer frechen und lauten Stimme, kräftigen Rock-Riffs und einem harten Drum. Nach der Hälfte kommt ein wirklich gelungenes Tasten-Zwischenspiel, dann geht es wieder kräftig weiter.
Zum Schluss erklingt ein beruhigendes Klavier, das auch gleich den Übergang zum nächsten Lied spielt.

05 | Love Beyond Words | 3.24
Nochmals wird auf die Tränedrüse gedrückt. Love Beyond Words ist eine traurige Ballade mit sehr gelungenen Stellen, allerdings nur für Freunde der sehr melancholischen Musik wirklich zu empfehlen. Für mich persönlich ein sehr schönes Lied, besonders dank den mehrstimmigen Gesangsstellen und dem sanften Aufbau.

06 | I´m Sick | 4.05
Elektrogitarren an, verzerrte Stimme, los gehts. Die rockige Seite drückt durch, bahnt sich einen Weg mit eingängigen Melodien und gelungenen Riffs. Wenn dann noch die Bläser-Sektion mitmacht, kann es nur ein gelungener Song werden.

07 | Devil´s Got My Throat |7.17
Weiter gehts mit dem rock. Diesmal sogar in progtypischer Länge. Bärtemässige, instrumentale Frickeleien und Syntho-Bombast wird auch hier sehr stark eingearbeitet und könnte so manchem eher sauer aufstossen, denn es zersetzt den straighten Rocksound etwas.

08 | Open Wide The Flood Gates | 6.14
Eines der besten Stücke auf der ersten CD, denn es erzeugt einen wirklich stimmungsvollen und etwas bedrückenden Sound. Leiser Beat, tolle Gesangslinie und ein wunderbarer Refrain.
Der nach 5 Minuten einsetzende Backgoundchor erinnert sehr an DSotM von Pink Floyd, was aber kein Nachteil sein soll.

09 | Open The Gates Part 2 | 3.02
Die - fast schon Reprise artige - Fortsetzung bringt ein paar gelungene Variationen des Themas und schliesst nahtlos an Track 08 an. Zusammen ergeben sie den einzig wirklichen Longtrack auf dem Album, was bei einem Prog-Album von Spock's Beard eigentlich Standart ist.

10 | Solitary Soul | 7.33
Zu Beginn ein eher belangloses Lied, welches sich dann aber durch die tollen Chorgesänge und einer kratzigen Gitarre doch noch steigern kann und vielleicht sogar ein bisschen begeistert.

11 | Wind At My Back | 5.12
Der Abschlusssong der ersten Hälfte hebt sich vor allem durch den wunderbaren Text hervor. Das schön treibende Schlagzeug erzeugt einen Sound, der regelrecht zum mitklatschen auffordert.
Dieser Songs hat mich ziemlich berührt, besonders von den Worten her. Am besten genau zuhören (Text ist einfach) und ins Herz lassen.

CD 2
01 | 2nd Overture | 3.47
Hier geht es gleich in die vollen. Die zweite Ouverture legt schön los und lässt einem nicht mehr zu Ruhe kommen. Prog pur (wenn auch nicht ganz so komplizierter).
Interessant sind auch die eingebundenen Stimmen von Nachrichtensprecher.

02 | 4th Of July | 3.11
Nahtloser Folgesong, verbinden sich mit der Ouverture und I'm The Guy zu einem echt starken Prog-Songgeflecht. Beginnt härter als er aufhört.

03 | I´m The Guy | 4.48
Rock bis in die letzten Klänge. Schön düster und erdig, aber auch hier mit Piano-Einsatz.
Die Stimme versucht sich Teilweise an sehr abwechslungsreichen Gesangseinsätzen, was auch voll gelingt.

04 | Reflection | 2.49
Ein Song mit Klavier und Gesang. Dramatisch schraubt er sich hoch, Schlagzeug und Keyboard setzen ein, Melancholie pur mit einem tollen Übergang zu Carrie.

05 | Carie | 3.06
Wunderschön, sehr intim und von einer tollen Stimme getragen. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben.

06 | Looking For Answers | 5.17
Bei diesem Song ist der Prog nicht mehr so richtig rauszuhören, macht aber auch nichts. Denn der Song ist Melodic Rock vom feinsten. Vorallem die Melodie des Refrains überzeugt. Sehr gut klingt hier auch das Klavier. Schade allerdings, dass für das Ende ein Fade Out gewählt wurde.

07 | Freak Boy | 2.12
Und wieder steigen sie kräftig in die Saiten rein. Es wird abgerockt und ziemlich hart auf Snow rumgehackt. Etwas belanglos.. musikalisch jedenfalls.

08 | All Is Vanity | 4.35
Durch einen fliesseden Wechsel zu Freak Boy merkt man den Übergang fast nicht. Anfangs noch ein dramatischer Song, fliesst er dann zu einem Manfred Mann artigen Keyboard Stück über, nur um dann nochmals schön abzurocken. Sehr gelungener Track.

09 | I´m Dying | 5.09
Warum diese Lieder eigentlich getrennt wurden kann ich auch nicht sagen, denn auch hier gibt es keinen Bruch. Zusammen wären sie eine echt tolle Suite und ein hervorragender Longtrack. Aber auc so sind sie wirklich super.
Hier überdröhnt die Dramatik und die Todesvisionen von Snow mitsamt seinen Hilferufen die ruhige Musik von "früher". Der Refrain will allerdings nicht so recht in den Song hineinpassen.

10 | Freak Boy Part 2 | 3.01
Track Nr. 07 aus Snow's Perspektive. Er hat so ziemlich mit seinem Leben abgeschlossen und verteidigt sich nicht mehr, sondern liegt müde und als Wrack auf der Strasse. Der Songs selber entfalltet sich hier aber besser, vorallem dank der Gitarre.

11 | Devil´s Got My Throat Revisited | 1.55
Kurze Rückschau auf Track 07 der ersten CD. Wieder gleich hart und rockig, dadurch sehr stimmungsvoll. Zusammen mit Freak Boy Pt. 2 und den folgenden Liedern bildet er ein sehr gelungenes Epos mit vielen ausgeflippten Parts.

12 | Snow´s Night Out | 2.04
Extrem abgefahrener und gelungener Instrumental, der SB von ihrer besten Seite zeigt. Der CD fehlen diese Stellen ein bisschen, dafür kommt der verrückte Sound bei diesem Lied viel stärker zur Geltung.

13 | Ladies And Gentleman, Mister Ryo Okumoto On The Keyboards | 2.40
Ich frage mich seit dem ersten Hördurchgang, ob dieses Lied wirklich Live aufgenommen wurde. Auf jeden Fall spielt hier der Keyboarder Ryo eines seiner ziemlich merkwürdigen Solos. Schade gibt es nicht mehr davon.

14 | I Will Go | 5.09
Nochmals werden vorangegange Lieder zitiert, bevor die wunderbaren und melancholischen Klängen das Ende einleiten. Ein Lied das mich auch wieder berührt hat, vor allem da der Gesang wirklich sehr stark ist und die Gefühle hammermässig rüberbringt. Unsere Geschichte endet doch noch mit einem Happy End.

15 | Made Alive/Wind At My Back | 8.27
Am Ende Snow hat sicher sehr wahrscheinlich selbst geheilt. Darum zum Abschluss nochmals Wind At My Back, mit einem vorangehenden und wunderbaren neuen Teil. Sanft und langsam entlassen uns Spock's Beard aus dem Leben von Snow und bringen uns in die Realität zurück.
Es war ein toller Trip, wenn auch erst die zweite Hälfte praktisch ohne Durchhänger begeistern konnte. Vielleicht hätte man ein paar "Hymnen" etwas abkürzen sollen, aber was zurückbleibt sind Erinnerungen an 2 Stunden tolle Musik, verbunden mit interessanten Gedanken über Religion, das Leben und die Liebe.

Hört es euch an, denn obwohl Progressiv Rock draufsteht, ist viel AOR und Melodic Rock drin. Dicke Empfehlung.

10/10

Ein bisschen strange, mein Führer.

Da die Beiträge in diesem Blog in letzter Zeit ein bisschen ausblieben, hier noch die nachgereichten Kurzmeinungen zu 2 Filmen, die ich im Kino bewundern durfte.

20.01.2007: Stranger Than Fiction
Dank meiner Bank (AKB) kam ich in Genuss von 2 Gratistickets für die Vorpremiere des neuen Marc Foster Streifen. Natürlich sagte ich da nicht nein und begab mich nach Baden (inkl. einer halben Tonne Holzklötzchen, was hier aber nichts zur Sache tut..).
Der Film erzählt die Geschichte des Steuerprüfers Harold Crick (Will Ferrell), ein Mann der komplett in einer Welt von Zahlen lebt. Alles nimmt jeden Tag seinen selben Lauf bis.. Bis er eines Morgens beim Zähneputzen die Stimme einer Frau vernimmt, welche genau nachzuerzählen scheint was er just in dem Moment tut. Und nicht nur das, die Stimme scheint auch all seine geheimen Wünsche, Gedanken und Erlebnisse zu kennen und prophziert eines Tages sogar seinen Tod..
Bei einem Film mit Will Ferrell in der Hauptrolle erwartet man eine Klamaukkomödie mit viel Grimassen. Doch dies ist hier nicht der Fall. Denn wie schon Jim Carrey versucht sich nun auch Will an ernsteren Rollen. Dies gelingt ihm nur bedingt, denn ein solches Resultat ist nicht bloss durch Zurückschrauben alles Emotionen zu erreichen. Trotzdem kann er überzeugen, wenn auch nicht ganz so begeistern wie der Rest des Castes. Maggie Gyllenhaal, Dustin Hoffman und Emma Thompson heissen die wahren Highlights in diesem Film.
Die Geschichte selber ist kurzweilig, verrückt und gelungen. Die Inszenierung geglückt, auch wenn sie gerne ein bisschen surrealer hätte geraten können. Es ist aber ein durchaus lohnender Film, besonders da er sich mit dem Ende dann komplett selbst bestätigt.
8/10 Cookies, frisch gebacken.

27.01.2007: Mein Führer
Der erste schlechte Film seit Monaten. Ich habe schon gedacht sie existieren nicht mehr. Doch leider war dies nicht der Fall, wie es das neuste Werk von Dani Levy bewiesen hat.
Was erwartet man bei einer Kmödie über Hitler? Viel Witz und ein bisschen Respektlosigkeit. Und genau daran scheitert der Film leider, denn er will nebst den humorösen Stellen (welche zum Teil wahrlich super Witze beinhalten) auch noch dramatische und ernste Szenen einbinden. An dieser versuchten Harmonierung zweier Welten scheitert Levy jedoch ziemlich, denn es entsteht eine unsaugegorene Mischung aus Szenen die nicht ineinander greifen wollen.
Eigentlich schade, denn aus diesem Film hätte sehr viel mehr werden können wenn man den Mut gefunden hätte. So überzeugt der Cast und auch die (manchmal trashige) Inszenierungsweise. Aber leider besonders durch das unfertige Ende macht sich der Film viel kaputt.
4/10, und die Möglichkeit eine Karte zu ziehen.

Montag, Januar 29, 2007

Lebt er noch?

Seit längerer Zeit habe ich praktisch nichts mehr hier hinein geschrieben. Auf der einen Seite tut es mir Leid, andererseits hat sich irgendwie die Faszination von diesem Blog langsam verloren. Warum? Weiss ich auch nicht so genau, ich bin wohl einfach gesätigt oder die Entwicklungsrichtung der Beiträge hat mir unterbewusst nicht mehr gepasst.

Aber was hat sich denn in den letzten Woche so geändert? Nun nebst dem Schnee (siehe Post vom 28.01.2007) war ich in einem Dauerstress, da wir für die Berufsschule eine ziemlich grosse Arbeit über Holz erstellen mussten. Die hat meine Zeit am PC ziemlich gefüllt, für ausführliche Beiträge in meinem Online-Tagebuch hatte ich keine Lust mehr.
Dann habe ich nun das Buch-Projekt 2007 begonnen. Was genau es ist? EIn Buch über Erlebnisse oder Sachen zu Erinnern im Jahre 2007. Jeder kann es anschauen und lesen, es sind auch alle eingeladen ihre eigenen Sachen reinzumalen/schreiben usw. Darum hat dieser Blog ein wenig an Daseinsberechtigung verloren. Aber ich werde ihn momentan schon noch weiterführen. ;)

Desweiteren bin ich wohl nun komplett dem Prog verdfallen, auch dank Spock's Beard und Dream Theater. Das beste daran: Seit den 70er Jahren gibt es von dieser (und verwandten Richtungen) so viel Hörmaterial, dass das erforschen dieses Genre Jahre dauern wird. Hehe.

Ich hoffe ihr bleibt mir trotzdem als Leser erhalten. :)

Sonntag, Januar 28, 2007

Erster Schnee

Es hat diese Woche tatsächlich geschneit. Da habe ich mir gedacht, es wäre wieder mal eine gute Gelegenheit um ein bisschen zu photographieren. Gesagt, getan.. Und jetzt bin ich erkältet ;)


Samstag, Januar 13, 2007

The Prestige

Ganz klare Höchstwertung und vielleicht jetzt schon der beste Film im Jahre 2007.

Besetzung: Perfekt (ausser Scarlett, aber die hat zum Glück nicht so viel Screentime)

Geschichte: Wunderbar frisch und neu

Struktur: Genial verschachtelt
David Bowie: Einfach nur überzeugend
Musik: Passend
S
pannung: Manchmal extrem hoch und pulstreibend


Unbedingt anschauen gehen. Sofort.. Und vergesst nicht:
Schauen Sie genau hin.
Diesen Rat zu befolgen ist sehr wichtig.


10 von 10, und schon jetzt ein Platz in meiner Besten-Liste für immer.


PS:

Wer mir sagt wer der Interpret / die Band des Aspannsongs ist, bekommt eine Tafel Schokolade.

Freitag, Januar 12, 2007

Daysleeper

Mehr .. schlafen.
Weniger.. Zeit für Blog.
Zuviel.. Arbeit in der Schule.
Peanuts.. kaufen.

Freitag, Januar 05, 2007

Neustart?

Sobald ein neues Jahr beginnt, kratzen sich ja alle Leute die Resten ihrer Gewissen zusammen und basteln sich daraus schön verpackte Vorsätze. Dass diese nach einer Woche dann eh in die Tonne gekloppt werden, spielt keine Rolle. Man hat sich wenigstens was vorgenommen und kann damit hausieren gehen.

Ich habe mir solche falschen Versprechen noch nie vorgenommen. Ich wusste ja, ich würde sie eh nie einhalten können / wollen. Manchmal geschehen im Leben jedoch Dinge, die auf alles ein bisschen ein neues Licht werfen. In unserer Familie geschah nun etwas, das meine Sicht und Gefühle über das Leben elektrisiert haben (Ich hasse mich jetzt schon für dieses Wortspiel..).

Meistens war mir irgendwie gar nie bewusst, wie schnell das Leben vorbei sein kann. Jeden Tag an dem man aufwacht kann der letzte sein. Klar, mit der Zeit würde man vor Angst wohl nicht einmal mehr aus dem Haus gehen wenn einem die ganze Sache wirklich konstant vor Augen läge. Aber ein gewisses Mass an Realismus tut immer gut. Ich habe mir nun vorgenommen, mein Leben stärker zu leben. Vielfach habe ich jetzt bei vielen Sachen den Mut zu spät, oder gar nicht gefunden. Doch damit will ich jetzt aufhören. Ansonsten wird man den grössten Rest seines Lebens rumsitzen und sich fragen: Was wäre wenn..

Donnerstag, Januar 04, 2007

Banal ist ja manches..

Heute war es wieder einmal so weit:
Der werte Herr Stahlhans (sie erinnern sich.. ehemaliger Mitstreiter im Krieg gegen den Knorrli und seine Armeen) kam zu Besuch. Eigentlich wollte er sich ja bloss einen uralten Rapport kopieren um seine Bürokratie zu vollenden. Doch der Herr des Chaos persönlich verwickelte ihn in ein Gespräch über Studium, Neubauten und Architekten. Ich habe nicht alles verfolgen wollen, doch so ein paar freche Gesprächsfetzen flogen mir unweigerlich zu.

Hier die besten Aussagen von dem Knorrli-siech:
"Botta.. Ich finde den so banal. Seit Jahren baut der immer das gleiche. Das kann ja jeder." - Klar, er selber ist Meister darin. So sehen all seine Häuser (an denen ich bis jetzt arbeiten durfte) ziemlich genau gleich aus. Nicht unbedingt von der Einteilung her, sondern von den verwendeten Materialien und dergleichen.
"Dieser neue Bau von Herzog und DeMeuron sieht aus wie von einem kleinen Kind.. So wie Bauklötze und so." - Ähm ja, ich weiss ja nicht. Sowas nennt sich wohl kreative Freiheit. Was würde Knorrli wohl zu einem Gebäude in Form eines iPod's sagen? (Ist geplant in einem asiatischen Land.)

Der würde doch am liebsten ganz laut "Ich will das auch dürfen!!" schreien.. Oder er hat wirklich keine Ahnung.
Dazu sage ich nur noch:

Night At The Museum

So hier folgt, für momentan jedenfalls, die letzte Kinokritik:

„Hier wird Geschichte lebendig.“ Dieser doch etwas abgedroschene Leitspruch vieler Museen bekommt in diesem Film eine komplett neue Bedeutung. Das muss auch Larry Daley (Ben Stiller) an seinem eigenen Leib erfahren.

Eigentlich wollte er ja bloss einen Job und somit sein Leben etwas konstanter gestalten. Ansonsten würde seine, von ihm geschiedene Frau ihm sehr wahrscheinlich das Recht seinen Sohn zu sehen, entziehen. Da er jedoch meistens nicht länger als ein paar Wochen auf einem Beruf bleibt und eigentlich lieber seine eigenen Erfindungen vertreiben würde, bleibt ihm schlussendlich nur noch eine Chance: Nachtwächter im Naturhistorischen Museum in New York. Er übernimmt somit die Nachfolge drei älterer Herren, welche ihm nebst ein paar merkwürdigen Hinweisen auch noch ein zerfleddertes Regelbuch hinterlassen.
Ziemlich enttäuscht und gelangweilt macht sich Larry an seine erste Nacht. Doch was ist das? Wo ist denn plötzlich das T-Rex Skelett hin verschwunden? Die Antwort hätte er lieber nicht bekommen, denn sobald die Sonne unter geht, erwachen in diesem Gebäude alle Figuren und Tiere zum leben. Und dies geschieht dank einem uralten Fluch eines toten Pharao.
Larry kämpft nun jede Nacht gegen das Chaos im Museum und dies kann manchmal tödlich sein..

Die Geschichte ist auf Papier und Film gleich simpel, übt aber doch einen gewissen Reiz aus. Schliesslich lässt man hier Ben Stiller auf reichlich historische Prominenz knallen, welche häufig auch von bekannten Komiker verkörpert werden. So darf auch hier zum Beispiel Owen Wilson nicht fehlen, auch wenn er dieses Mal nicht sonderlich „gross“ zur Geltung kommt. Besonders schön jedoch ist es, wieder einmal den guten alten Robin Williams in Aktion zu erleben. Nachdem er sich in letzter Zeit vorallem mit ernsten Rollen gezeigt hat, folgt hier wieder eine schön komische Rolle.

Die Gags (der essentielle Teil bei einem solchen Film) sind meistens ziemlich harmlos und eher auf die jüngeren Zuschauer zugeschnitten. So fehlen leider ein bisschen die typischen Stiller-Momente. Die Dialoge können dieses Manko vielfach ein bisschen ausgleichen. Vor allem die, im eigentlichen Sinn gar nicht vorhandenen, Wortgefechte mit dem Museumsdirektor sind immer wieder für ein paar Lacher gut.

Der effektvolle Film bezieht seine meistens Tricks aus dem Computer. Glücklicherweise sind diese aber gut in das Geschehen eingebunden und fallen nicht sonderlich auf. Besonders gelungen sind die Szenen mit den Minifiguren in ihren Dioramen und ihren Abenteuer in der grossen weiten Welt.

Fans von Ben Stiller kommen wohl nicht um den Film herum. Es muss aber gesagt werden, dass er ziemlich harmlos ist. Und ob er eine grosse Leinwand braucht um seine Wirkung zu entfalten ist ebenso fraglich. Vielleicht wartet man besser den DVD-Verleih ab und schaut den Film dann zu Hause in der Stube mit einem Haufen Freunde (und ein paar Bier ;)).

7 von 10 Snapper, die trotz klatschen nicht angehen wollen.

Goya’s Ghosts

Nach Amadeus hat sich Milos Forman ein weiteres man einem grossen Künstler vergangener Tage angenommen. Wie aus dem Filmtitel unschwer zu erkennen, handelt es sich hierbei und den spanischen Maler Goya (Stellan Skansgard), welcher zur Zeit der französischen Revolution lebt. Wie auch schon bei Amadeus ist nicht die Hauptfigur selber im Fokus, sondern ihr „Gegenspieler“, in diesem Film der Mönch Lorenzo (Javier Bardem). Die beiden Figuren laden einen in eine sehr verwinkelte Reise durch Goya’s und Spaniens Geschichte ein.

Darum hier auch keine eigene Inhaltsangabe, sondern eine kleine Zusammenfassung von cineman.ch:
Dieser Lorenzo, ein Kriecher und Eiferer vor dem Herrn zugleich, hat sich dem inquisitorischen Kampf gegen die Gottlosigkeit verschworen und überzieht das Land mit seinem Gottesterror. Ein unschuldiges Opfer dieser göttlichen Raserei ist die junge Ines (Natalie Portman) die keusche Muse Goyas. Obwohl Ines' Vaters alles unternimmt, um seine Tochter freizukriegen, wandert das zarte Geschöpf für Jahre in den Kerker, wird dort von Lorenzo geschwängert und erblickt das Tageslicht erst wieder, als die Franzosen in Spanien einmarschieren und die Inquisition abschaffen. Lorenzo hat mittlerweile die Seiten gewechselt und predigt nun als hoher französischer Funktionär die Ideale der Französischen Revolution. Die in der Gefangenschaft schwachsinnig gewordene Ines lässt er schnell abschieben, die Suche Goyas nach ihrer - und seiner - Tochter hintertreibt er mit allen Mitteln.

Wie man sieht, behandelt der Film nicht nur die Lebensgeschichte des Malers, sondern schneidet auch noch wichtige Themen in Spaniens Entwicklung an. Vor allem die Kirche und ihre Inquisition werden stark behandelt. Schnell wird auch dem letzten klar, dass die meisten Mitstreiter dieser grausamen Methoden nur dabei waren, weil sie sich fürchteten. So ist es auch bei Lorenzo nicht gross anders.
Was ein bisschen verwundert ist, dass Goya die meiste Zeit ziemlich im Hintergrund bleibt. Seine Person bleibt eher unscheinbar, nicht ganz zu erfassen und weißt nicht sonderlich viel Screentime auf. Er ist mehr die verbindende Person zwischen den anderen Charakteren. So wird manchmal auch nicht ganz klar, was genau er denn erleben muss, dass seine Bilder so eindringlich und manchmal grausam werden. Schliesslich sagt er ja selber mal, er sehe Geister.

Durch dieses Manko gelingt es Skansgard auch nicht, sonderlich viel aus der Rolle rauszuholen. Ganz anders bei Bardem der wunderbar fies und verschlagen ist, oder natürlich bei Natalie Portman. Ganz klar das schauspielerische Highlight des Filmes. Sie schlüpft nicht nur in eine fordernde Doppelrolle, nein sie überzeugt auch mit dem Mut zur Hässlichkeit. Wieder einmal wird klar, wer von den neuen Sternchen am Hollywoodhimmel eben nicht nur sehr schön aussieht, sondern auch noch das Können hat.

Der Film ist interessant und lehrreich, aber leider zeigt er uns nicht allzu viel von Goya selber. Somit bleibt er leider im Schatten von Amadeus. Spannende Stunden sind aber garantiert, vor allem für Freunde der etwas kopflastigeren Unterhaltung.

7 von 10 Gemälde, noch nicht trocken.

Mittwoch, Januar 03, 2007

Déjà Vu

Laut Wikipedia ist ein Deja Vu folgendes:
Als Déjà-vu-Erlebnis [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“; auch Erinnerungstäuschung oder kurz Déjà-vu), auch als Déjà-entendu-Phänomen [deʒaɑ̃tɑ̃ˈdy] (frz. „schon gehört“) oder Déjà-vécu-Erlebnis [deʒaveˈky] (frz. „schon erlebt“) bezeichnet man ein psychologisches Phänomen, das sich in dem Gefühl äußert, eine an sich völlig neue Situation schon einmal exakt so erlebt, gesehen oder geträumt zu haben. Dabei handelt es sich nicht um eine falsche Wahrnehmung, sondern um ein paradoxes Gefühlserleben.

Der gleichnamige Film von Tony Scott gibt dem geflügelten Wort aber eine neue Bedeutung. War wäre, wenn dieses Phänomen wirklich existieren würde? Wenn man Sachen wirklich zweimal erleben könnte? Wenn man Sachen wirklich zweimal erleben könnte?

Agent Doug Carlin (Denzel Washington) wird nach einer Explosion eine Fähre, bei der über 500 Menschen sterben, auf den Fall angesetzt. Er versucht den Fall aufzuklären und findet Hinweise, die auf einen Anschlag hindeuten. Zusammen mit dem FBI-Agenten Pryzwarra (Val Kilmer) taucht er tiefer in den Fall hinein und beginnt sich in das Opfer Namens Claire (Paula Patton) zu verlieben.
Als er dann mithilfe einer sehr geheimen Vorrichtung die Chance bekommt, in die Vergangenheit zu schauen, hofft er den Täter bei frischer Tat zu erwischen. Die Vorrichtung entpuppt sich jedoch als ein Wurmloch mit dessen Hilfe man fähig ist, genau 4 Tage und 6 Stunde in die Vergangenheit zu reisen. Was wäre also, wenn Carlin nicht nur wissen könnte wer es war, sondern die Explosion und den Mord von Claire verhindern könnte?

Die Story ist wahrlich nichts Neues. Zeitreisegeschichte wie diese hat man schon so viele Male gesehen, aber wer in einen Film geht bei dem die Namen „Jerry Bruckheimer“ und „Tony Scott“ riesengross auf dem Plakat prangen, erwartet auch keine Innovationen. Zu Beginn packt die Inszenierung noch sehr, auch wagt sich der Film auf neues Terrain. Mit der Zeit beginnt sich der Film jedoch selber zu demontieren und die Ideen und Ausführungen werden im futuristischer. Im letzten Drittel verliert der Streifen dann praktisch die gesamte Faszination, die er von Anfang an spannend aufgebaut hat.
Auch die sehr blassen Figuren helfen da nicht weiter. Auch die sehr blassen Figuren helfen da nicht weiter. Denn praktisch alle Charaktere haben keinen Hintergrund oder Vergangenheit. Von der Hauptperson Carlin weiss man nur, dass er keine Familie hat und Agent ist. Wenigstens holen die Darsteller alles aus ihren Figuren raus. So gefallen vor allem Kilmer und Washington, aber auch die Newcomerin Patton kann überzeugen. Mein Highlight war jedoch Jim Caviezel als Attentäter. Sehr stark.

Die technische Seite des Filmes kann durchs Band weg überzeugen. Die Action ist rasant und gross, die Optik perfekt. Und ein paar Ideen sind wirklich super. Besonders toll ist eine Verfolgungsjagd mit der Vergangenheit. Wie das funktioniert? Film anschauen.
Ein unterhaltsamer Actioner, der viel mehr sein könnte wenn er etwas wagen würde.

6 von 10 Erlebnissen, leider nicht doppelt gezählt.

Dienstag, Januar 02, 2007

Das war 2006 again

Eigentlich wollte ich doch noch ein paar weitere Sacher erwähnen. Aber wie das meistens so ist, kommen mir die perfekten Ideen für einen Eintrag erst, wenn ich einen nicht so tollen geschrieben habe und der PC nicht mehr läuft.
Eigentlich ist es nicht viel, aber doch ein paar Sachen die mein Leben ziemlich verändert haben in diesem Jahr.

So war ich zu beginn vom 06 ein DVD-Junkie wie er im Buche steht. Immer die beste Edition und immer mehr. Aber mit der Zeit verlor ich die Freude an dem Filme schauen und kaufen. Ich produzierte meinen eigenen Überfluss an Unterhaltung und hatte bald schon keine Lust mehr Filme zu schauen. So ziemlich von einem Tag auf den anderen machte ich die 180° Wende: Ich stoppte den DVD Kauf komplett.
Jetzt Anfangs 07 bin ich sogar sowei, dass ich Teile meiner Sammlung auflöse und verkaufe.
Aber ein Krebs ohne Sammelobjekt kann einfach nicht so recht exisiteren.

Darum habe ich die Silberscheiben gegen Silberscheiben eingetauscht. Nein eigentlich gegen viel mehr. Ich habe die DVD gegen Musik umgetauscht. Denn obwohl die CD-Sammlung in den letzten 6 Monaten erschreckend stark gewachsen ist, war ich auch an sehr vielen Konzerten und habe mir die E-Gitarre gekauft. Ich weiss nun, das Musik etwas vom wichtigesten ist in meinem Leben, etwas das zu jeder Zeit zu mir hält.
So hat sich auch meine Geschmacksrichtung ziemlich gewandelt. Anfangs Jahr war es U2 und bisschen was anderes. Dann kam die Britpop/Rock Welle (Kaiser Chiefs, Arctic Monkeys..) und die Indie / Alternative Musik. Über den Sommer hindurch hat sich dies gut gehalten, dann aber kam der Schatten. Naja, es kam die melancholische Musik. Keane, Coldplay und all diese "Gejammer-Bands" (wie sie genannt werden).
Über längere Zeit kann solche Musik aber nicht glücklich machen.. Eigentlich will sie das ja auch nicht.
Darum kam die bis heute andauernde Phase der Progressiven Musik. Ausgelöst vorallem durch das Magazin "Eclipse" und dem Kauf der neusten Tool CD verfiel ich dieser Richtung komplett. Sei es nun Prog-Rock, -Metal, oder ältere Sachen wie die Wegbereiter "King Crimson" oder "Van Der Graaf Generator", ich hör sie alle. Und da dieses Gebiet extrem sehr gross ist, wird es wohl noch längere Zeit mein Favorit bleiben.


Was sich über all diese Tage nicht geändert hat, ist meine absolute Lieblingsband. U2 konnte niemand bvom Thron stossen. Aber die Plätze weiter unten haben sich zum Teil gewandelt. So sind es momentan nun vorallem Pink Floyd, Porcupine Tree und The Mars Volta die ich am liebsten höre. Als Ausgleicht dazu dann etwas poppigere Musik wie Genesis oder Archive oder oder oder.


Ebenso habe ich gegen Ende dieses Jahres ein bisschen versucht, mein Umfeld zu verändern. Ich bin so langsam einfach nicht mehr so gerne jeden Freitag zur gleichen Zeit im Ochsen. Es wird einfach zu etwas alltäglichem. Und genau so etwas kann ich nichts sehr leiden. Darum habe ich versucht, meine Aktivitäten gegen Bremgarten / Baden und ab ond zu Zürich auszurichten. Neue Leute, neue Orte, neuer Spass. Und es lohnt sich für mich wirklich.


Was ich jetzt noch starten möchte in diesem Jahr, ist eine Art von Buch. Aber dazu später dann mehr. Das muss zuerst mit einer guten Freundin besprochen werden.

Das war 2006

Und wieder einmal ist ein weiteres Jahr vorbei. Vieles hat man erlebt, Gutes und Schlechtes. Ein wirklicher Rückblick hier im Blog macht ja nicht sonderlich viel Sinn, denn die alten Beiträge kann man sowieso alle nachlesen. Darum beschränke ich mich hier auch einfach auf die besten CDs / Konzerte / Filme und so.

CD's des Jahres
5. MUSE "Black Holes & Revelations"
4. The Mars Volta "Amputechture"
3. Tool "10'000 Days"
2. Secret Machines "Ten Silver Drops"
1. Snow Patrol "Eyes Open"
Persönlichte: Keane "Under The Iron Sea"

Filme des Jahres
5. Superman Returns
4. Inside Man
3. The Departed
2. Casino Royale 007
1. Children Of Men
Persönlichter: Wolrd Trade Center

Konzert des Jahres
Muse, 06.12.2006, Eishalle Winterthur
Open Air
Heitere Open Air, Zofingen

Sonstige Highlights in meinem Leben
- Solar Camp Bergün
- Zeichnungslager Malvaglia
- Silverster-Feier 06/07
und sonstige Sachen die euch eigentlich nicht so viel angehen ;)

Sonntag, Dezember 31, 2006

Prosit ond so..

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und einen schönen Start ins neue Jahr.

Sauft nicht zu viel, und tut nichts, was ich nicht auch tun würde.. Hehe oder so ähnlich ;)

Man sieht sich im 2007.

Liebe Grüsse
de Bohli

PS:
Nächste Woche erwarten euch hier wieder mal ein paar Filmkritiken. Eigentlich hätte ich sie schon lange schreiben sollen, kam jedoch nie dazu. Folgende Filme: Goya's Gohsts, Deja Vu und vielleicht Nachts Im Museum.
Und natürlich werde ich auch im nächsten Jahr wieder über vieles Wichtiges und Unwichtiges im Leben berichten. Also, haltet euch ran.

Samstag, Dezember 30, 2006

Tool.. [... ...]

Mittwoch 13.12.2006 / Hallenstadion, Zürich / TOOL

Nach Muse waren die Erwartungen bezüglich Konzerte wieder mal in hohe Sphären geschraubt worden und da ich Tool klasse finde, war ich sowieso gespannt. Obwohl ich zu dem Zeitpunkt des Konzertes nur das neuste Album der Band (10'000 Days) besass, freute ich mich ziemlich. Meine Liebe bei der Musik gilt momentan eh dem Prog. Egal ob Rock, Metal oder Mars Volta. Da reiht sich Tool schön ein.

Man liest ja viel über Konzerte und solche Ereignisse, so habe ich auch bei Tool schon vieles gehört. Sie sollen extrem laut sein, eine wahnsinnige Show bieten und sehr wortkarg sein. All diese "Vorurteile" konnte ich im Hallenstadion bestätigen.

1. Jup, Tool sind wirklich ziemlich laut. Ich stand mit meinen Freunden praktisch ganz vorne und die Lautstärke war seehr hoch. Das benutzen von Oropax war hier wirklich eine gute Lösung, auch wenn der Sound dann manchmal etwas verloren ging.

2. Oh ja.. Show.. super.. Wow. Während des Konzertes fiel ich manchmal fast in eine Trance. Die Musik, die Lichter, die Laser.. Riesengrosse Bilder, verstörende Videos.. Alles in perfekter Symbiose und unglaublichem Zusammenspiel. Dass der Sound wahrlich glasklar war, verstärkte die Faszination noch mehr. Eine perfekte Abmischung ist also auch auf Konzerten möglich.

3. Auch wieder wahr. Viel gesagt hat Maynard nicht. Und doch konnte er sich manchmal zu ein paar Sätzen hinreissen lassen. Der vielversprechenste war wohl der letzte: "See you next Sommer!"

Aber immer doch.
Ach ja, die Vorband Mastodon hatte eine katastrophale Abmischung.. Darum kann ich die Musik nicht so gut bewerten. Vielleicht muss ich mir einfach mal die aktuelle CD kaufen ;)

Dienstag, Dezember 26, 2006

Muse.. Der Wahnsinn

Mittwoch 06.12.2006 / Eishalle, Winterthur / MUSE

Ich hatte mich schon sehr lange auf dieses (ausverkaufte) Konzert gefreut. Leider hatte ich beim Vorverkauf keine Karte mehr erwischt und musste dadurch auf Ricardo einen leicht höheren Preis bezahlen.
Nachdem das RHCP Geschichte war, blieb diese Stelle der unerfüllten Erwartung. Somit war ich am 06. so ziemlilch den ganzen Tag über angespannt und freudig nervös. Am Abend um viertel nach 4 begann die Reise nach Winterthur. Meine Kollegin und ich erreichten die Eishalle pünktlich, sogar noch ein bisschen vor der Türöffnung. Dadurch konnten wir uns einen Platz ganz vorne an der Bühne sichern und mussten uns nicht einmal durch die Menge kämpfen *freu* ;)
Die Vorband namens "The Noisettes" war sehr gut. Die Frontfrau (spielte dann und wann auch noch ein bisschen Bass) schrie, spuckte, tobte und warf Mirkophonständer um. Was für ein Powerpaket schon zu beginn. Knapp nach neun Uhr war es dann soweit. Mit den Klängen von "Take A Bow" begann das perfekte Konzert.
Nicht ganz zwei Stunden lang entführten mich Muse in einem andere Welt voller Klänge, Effekte und einer genialen Lichtshow. Von jedem Album wurden die besten Hits gespielt und bei praktisch jedem Song sang die Menge mit. Natürlich wurde fast das gesamte Material vom neusten Album gespielt, doch darauf hatte ich sogar gehofft. Mein Lieblingslied "Map Of The Problematique" kam zwar schon als zweites, die Performance war jedoch genial. Als letztes Stück spielten sie "Knights Of Cydonia", ein perfekter Song um ein Konzert zu beenden.

Die Bühne selber war ziemlich ungewöhnlich. Das Schlagzeug befand sich links in einem Körper, auf dessen Wänden Videos abgespielt wurden. Dieselben wurden auch auf eine grosse Leinwand hinter der Bühne projeziert. Neben dem Schlagzeug befand sich ein Klavier und ein Key - /Effektboard. Dann natürlich noch die Gitarre und der Bass. Aber schaut selber auf dem Bild.

Abschliessend kann ich eigentlich nur sagen, es war das beste Konzert in meinem Leben bis jetzt. Energiegeladen und musikalisch perfekt. Allerdings ist es wohl schwer ztu beschreiben hier, man müsste es erlebt haben. ;)

Sonntag, Dezember 24, 2006

Ho ho ho

Ich wünsche euch allen schöne Festtage und glückliche Stunden.

Fröhliche Weihnachten :)

de Bohli

Mittwoch, Dezember 20, 2006

RHCP, nicht so wahnsinnig..

So endlich komme ich dazu. Hiermit schreibe ich die Berichte zu den Konzerten die ich in letzter Zeit erlebt habe, jedenfalls Teil 1.

Montag 04.12.2006 / Hallenstadion, Zürich / Red Hot Chili Peppers

Irgendwie kann man so etwas bevor es beginnt gar nicht so recht glauben. Der Gedanke, eine solche Grösse der Musikwelt selber live zu sehen, gestaltet sich schwierig. Gleichzeitig baut man aber eine recht grosse Erwartung auf und wünscht sich innerlich jenste Lieder die sie spielen sollen.
Als der Tag dann gekommen ist, vergeht alles ganz schnell. Hinreise, Plätze einnehmen (Hatten Sitzplätze, an einem recht guten Ort, wenn auch ein bisschen weit hinten.), Vorband zuhören. Die war.. sagen wir mal speziell. Ein paar Lieder klangen extrem nach RHCP, der Rest eher wie eine Jam-Session in einer Garage. Komische Wahl.
Um 20.45 Uhr war es dann soweit, die 4 Amerikaner betraten die Bühne und begannen ihre knapp 2 Stündige Show. Die Songauswahl war ganz gelungen. Denn nebst den alten Kracher wie "Can't Stop", "Californication" oder "By The Way", kamen auch viele neue Lieder ins Set. Manchmal allerdings zu viel nacheinander. Die Show selber war sehr gelungen und mit 4, sich in dauerrotation befindlichen, Bildschirmen sah man auch immer genug. Licht und Video war alles in einem super Zusammenspiel, nur die Band selbst wirkte manchmal etwas abwesend. Nach jedem Lied eine längere Pause, Anthony verliess immer wieder die Band und praktisch kein rumgehüpfe. Auch die Stimmung war nicht kochend, aber doch gut.
Am Ende war ich dann ein bisschen ernüchtert. Hatte ich zuviel erwartet? Wohl schon, denn es war ein gutes Konzert und musikalisch sehr überzeugend, aber irgendwie nichts spezielles.

Der wahre Kracher sollte erst noch kommen..

Montag, Dezember 18, 2006

Musik wohin man hört..

Das letzte Wochenende stand wieder mal im Zeichen der Musik. Darüber gibt es jetzt mehreres zu berichten:
Am Freitag war im Ox-Saal ein Reggae Konzert mit den
Mighty Roots und The Woodleys. Letztgenannte haben hiermit auch ihr letztes Konzert gespielt und werden sich nun auflösen. Da die Band aus Olten stammt(e), kam die halbe Stadt nach Zofingen und füllte den Ochsen bis auf den letzten Platz. Ausverkauft.. wow. Das habe ich noch nie erlebt in diesem Saal. Die Musik war gut, wenn man Fan von diese Stil wäre sogar super ;) Ich war allerdings immer noch ziemlich kaputt und müde vom Tool Konzert + Schule + Boxen, dass ich gegen den Schluss fast eingenickt wäre.

Samstags ging es dann weiter mit dem Kauf eines Ticket für das
Roger Waters Konzert im kommenden April *freu*. Am Abend war dann im Takatuka in Däniken das, schon lange angekündigte, Konzert von Lama und Steel Skeleton. Besonders Lama haben mir sehr gefallen, der Sänger und Gitarrist hat nicht nur ein grosses Talent, seine Mimik war auch sehr interessant ;) Auch hier waren viele Leute anwesend, ein Novum für mich betreffend AGAD Däniken. Möge es so weitergehen, das nächste Mal mache ich auch gerne wieder Werbung.

Sonntags war eher der finanzielle Aspekt bei der Musik gefragt. Ich wackelte nach Zürich (genauer ins Albisgütli) an den Musik-Flohmarkt. Eigentlich wollte ich zuerst gar nicht gehen (ist ja immer eine Geldfrage, schliesslich ist der Zug dorthin auch nicht gratis), aber ein Verkäufer hatte mir in Roggwil extra einen Gratiseintritt gegeben, da er für mich U2-Singles mitnehmen könne. Und naja, da konnte ich als Fan schlecht widerstehen. Nebst 6 Stück Singles fand ich noch ein paar weitere gute CDs:
- Radiohead "Kid A"
-
Jethro Tull "Crest Of A Knave"
- Pink Floyd "The Final Cut"
Nachdem ich mir Kid A jetzt nun bestimmt schon 4 Mal angehört habe, ist diese Vermutung nun bestätigt: Radiohead sind Götter!

Natürlich wurde ab und zu auch ein bisschen an der Gitarre rumgeklimpert, aber so richtig auf einen grünen Zweig kam ich nicht. Es fehlte ein bisschen die Motivation..

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Früher war alles besser?

Auf jeden Fall war es anders. Teilweise komplett anders. Ich habe mir gestern wieder einmal praktisch den kompletten Blog durchgelesen (irgendwie fühlte sich das ein bisschen schizophren an) und kam zu dem Schluss: Je länger dieser Blog läuft, desto ernster wird der Inhalt.
Dies kann natürlich ein Vorteil sein. So sind die Film und Musik-Kritiken jetzt natürlich umeiniges informativer und sachlicher. Die Beiträge sind auch nicht mehr immer voller komischer Wortspiele und Kommentaren, allerdings geht so auch ein bisschen die Charakteristik flöten. Denn die persönlichen Einsichten in mein Leben sind auch auf ein Mindestmass geschrumpft. Die Frage nach der sinnvollen Existenz war bei diesem Blog ja schon immer präsent. So wurden immer wieder Stimmen laut, ein Blog sei ja eh ohne Sinn und Zweck, wer interessiert sich schon für mein Geschreibe.
Allerdings habe ich nun gestern etwas gemerkt: So ein Blog ist super. Denn man kann das Erlebte immer wieder nachlesen, in alten Erinnerungen schwelgen und über Vergangenes schmunzeln und den Kopf schütteln. Es zeigt in gewissen Bereichen auch sehr gut die Entwicklung von mir auf. Darum ist das Ganze hier auch in erster Linie für mich selber.

Aber trotzdem finde ich es ein bisschen schade, das der Witz etwas verloren ging. Ich werde versuchen, in nächster Zeit dies wieder ein bisschen zu ändern und ein nicht ganz ernst zu nehmender Blick auf mein Leben zu werfen. Aber momentan ist an dem eben nicht unbedingt so viel witziges dran..

Dienstag, Dezember 12, 2006

The Departed

Und wieder was es am Samstag soweit, wir wanderten nach Olten ins Kino. Na gut, wir sind eigentlich mit dem Auto angefahren, aber ich als Möchtegerngrüner/Greenpeace-Fritz darf so etwas ja nicht schreiben.

Zum Film: The Departed ist der neueste Scorsese und ein Remake von dem asiatischen Erfolgsstreifen "Infernal Affairs". Da ich allerdings gar nicht über das Original weiss, kann ich hier keine Vergleiche ziehen, war aber auch nicht voreingenommen mit einer Meinung.

Der Streifen spielt im heutigen Boston. Frank Costello (Jack Nicholson) herrscht dort als Ganster-Boss mit Unbarmherzigkeit und Brutalität. Da er Colin Sullivan (Matt Damon) im Kindesalter sozusagen unter seine Fitichen genommen hat, bleibt ihm dieser auch noch als Informant treu als er die Polizeiausbildung abgeschlossen hat. Durch seinen Ehrgeiz bringt es Sullivan innert kürzester Zeit zum hohen Tier und eine irmelle Goldgrube für Costello. Zur gleichen Zeit schleust die Polizei einen Undercovermann in Costellos Netzwerk ein. Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) ist selber Absolvent der Polizeischule und stammt aus der Bostoner Unterschicht. Somit sucht und jagt sich Sullivan selber, versucht aber gleichzeitig den Spitzel in Costellos Truppe ausfindig zu machen. Dieser ist hingegen damit beschäftigt sich selber zu decken und gleichzeitig den vermuteten Maulwurf in der Polzei auffliegen zu lassen..

Was ziemlich kompliziert zum zusammenfassen ist, entlädt sich auf der Leinwand in einer Spannungsspirale sondergleichen. Durch die pausenlose Schnitttechnik kommt der Zuschauer fast nicht mehr zum atmen. Und auch wenn man manchmal das Gefühl hat, die wichtigsten Details und Wendungen nicht kapiert zu haben, findet man immer wieder in den Plot zurück ohne Schwierigkeiten zu haben. In den 150 Minuten Laufzeit baut der Film eine beachtliche Spannung auf welche dann im Showdown so brutal explodiert, dass der Film wahrlich Amok läuft. In den letzten 5 Minuten folgt eine überraschende Wendung auf die andere und lässt einem ziemlich erschlagen im Sessel liegen.

Einen grossen Teil dazu tragen auch die durchwegs sehr gut besetzten Schauspieler bei. Matt Damon und Leonardo DiCaprio agieren beide sehr glaubwürdig und sehr überzeugen, obwohl eigentlich beide eher in untypischen Rollen gecastet wurden. Nicholson als Mafia-Boss überzeugt auch, manchmal wird er allerdings zu teuflisch in Szene gesetzt. So ist eine rote Beleuchtung mit einem Gesichtsausdruck die selbst den Leibhaftigen neidisch machen würde, doch etwas übertrieben. Überrascht war ich von Mark Wahlberg. Er spielt den Vorgesetzten von DiCaprio richtig schön fies und als perfektes Arschloch. Eine Meisterleistung ;)

Handwerklich ist der Film vorzüglich, allerdings nicht unbedingt was für zarte Gemüter. Die Gewalt ist sehr brutal dargestellt und Blut fliesst vorallem am Schluss in grossen Mengen. Für alle Leute die aber gerne einen fesselnden Thriller oder Ganster-Film schauen, lohnt sich der neue Scorsese. Auch wenn er nicht ein Meisterwerk wie Casino geworden ist.

8 von 10 Polizeimarken, aber nicht geschenkt.

Und in Zukunft?

Es geht uns das Öl aus.. Die Kohle wird nicht ewig halten. Auf welche Energie soll man denn da noch setzen? Ein lieber Politiker vom Parlament hat die einzig richtige, wenn auch sehr speziell formulierte Antowert parat:

"Nämlich die Energie, die erneuerbar ist und man nicht warten muss bis gewisse Dinosaurier kompostiert sind!"

Genau.. Und si wösset ja was si sind, Herr Corti..

Montag, Dezember 11, 2006

Zahn um Zahn..

Oje.. Ich hatte ganz vergessen, wie es sich anfühlt.. wie schrecklich. Genau, das Gefühl wenn ein komischer Kauz mit Breitbildlächeln (nicht ganz so extrem wie Julia Roberts, aber doch beachtlich) in meinem Mund rumstochert. Der letzte Zahnarztbesuch lag seit heute schon Jahre zurüc, aber zum Glück war es nur eine Kontrolle.

Apropos Zahn um Zahn: Schon bald wird Herr Knorrli ein Brief erreichen, der die Dinge hoffentlich ins Rollen bringt. Ihr werdet dann informiert.

Und noch mehr Infos zu meinen kürzlichen Kino- und Konzertbesuche gibt es diese Woche auch noch. Bleibt dran. :)

Sonntag, Dezember 03, 2006

Children Of Men

Was gibt es zu diesem Film zu sagen? Irgendwie fällt es mir hier nicht so leicht eine Kritik im gewohnten Rahmen zu schreiben. Vielleicht bin ich auch einfach nicht in der Stimmung.

Der Film ist auf jeden Fall sehenswert, wenn nicht sogar ein Muss in diesem Kinowinter. Er verbindet aktuelle Probleme und Ängste mit der nahen Zukunft und schaft somit ein beängstigendes Bild von einer Welt, in der die gesamte Zivilisation zusammengebrochen ist. Grund dafür: Es wurden seit 18 Jahren keine Kinder mehr geboren. Warum weiss niemand.

Der Film arbeitet mit einer Wucht von Bildern, Textbotschaften und brutalen Szenen. Für schwache Gemüter ist er nicht wirklich geeignet, denn man wird schon mal Zeuge eines Terroranschlages oder befindet sich mitten in einer Strassenschlacht Illegale vs. Armee. Von der ersten Minute an, macht sein eine bedrückende Stimmung breit. Man will, aber kann den Blick nicht abwenden.

Handwerklich ist der Film überragend. Da kann es gut und gerne mal 5 Minuten dauern bis ein Schnitt kommt, egal ob gerade ein kleiner Krieg vor der Kamera tobt oder nur geredet wird. Dadurch entsteht ein starkes Mittendrinn-Gefühl. Die Schauspieler sind durchweg top (allen voran das Dreiergespann Clive Owen, Julianne Moore und Michael Caine) und die Musik ist ein Wunder für sich. Wo sonst kommt in einem Film schon ein Lied von King Crimson vor?

Ach ja: Wer das Element von Pink Floyd entdeckt, kriegt von mir ein Schokoriegel.

10 von 10 Fehlgeburten, trotzdem hocherfreulich.

Scoop

In letzter Zeit wird der Samstag Abend (oder besser gesagt, die Samstag Nacht) zur traditionellen Kino-Nacht. Nachdem schon Olten, Zofingen und Baden uns ertragen mussten, setzte sich der Tross dieses Mal Richtung Aarau in Bewegung. Das Ziel: Scoop, der neueste von Woody Allen.

Soweit ich weiss, habe ich bis jetzt noch nie einen Film von Allen gesehen. Eigentlich sollte ich mich dafür schämen ich weiss, aber ich habe einfach zu viel zu tun ;) Auf jeden Fall habe ich viele gute Kritiken gesichtet und mir wieder mal eine freudige Erwartung gebastelt, auch wenn ich in diesem Fall eigentlich nicht so recht wusste was mich erwartet.

Die Geschichte selber ist ziemlich speziell. Die amerikanische Studentin Sondra (mittelmässig gespielt von Scarlett Johansson) macht Ferien in London und sammelt Storys für die Schülerzeitung. Als sie dann während einer Zaubershow zu einem Trick assisitieren darf, erscheint der kürzlich verstorbene Star-Journalist Joe Strombel und weiht sie in sein Geheimnis ein: Der reiche Peter Lyman (Hugh Jackman, charmant wie immer) soll der berüchtige Tarot-Karten-Killer sein, der nun schon seit geraumer Zeit sein Unwesen in London treibt. Zusammen mit dem Magier Splendini (Woody Allen) macht sie sich an die Untersuchung dieser doch etwas weit hergeholten Behauptung..

Wie für das Genre typisch ist der Film nicht ein audiovisuelles Spektakel, sondern entfalltet seinen Reiz in den teilweise grandiosen Dialogen und den etwas ausgeflippten Charaktere. Auch in der Geschichte selber gibt es immer wieder sehr spezielle Szenen und Momenten, die dem Film seine persönliche Note geben. So sind Schauplätze wie das Schiff der Toten, oder Taschenspielertricks an Partys der Oberschicht keine Seltenheit. Wenn dann noch ab und zu ein Verstorbener auftaucht, wundert sich keiner mehr.

Die Schauspieler machen Ihren Job durchweg gut, nur bei Scarlett ist man sich nicht so ganz sicher, ob sie die vielen Aufträge wirklich nur durch ihr bildhübsches Aussehen bekommt. Ihr Spiel bleibt teilweise recht blass oder übertrieben, allerdings entschädigen dann perfekt geschriebene Momente wie Streitduelle zwischen Allen und ihr.

Zum Abschluss lässt sich sagen, dass es für mich ein gelungener Start in die Welt von Woody Allen war und ein perfekter Film für einen lockeren und leichten Samstag Abend.

8 von 10 Tarotkarten, ganz ohne Bluttropfen

Dienstag, November 28, 2006

Es beginnt......

Als ob die nächste Woche nicht schon genug vollgestopft wäre (RHCP & MUSE Konzerte, Weihnachtsmarkt in Bremgarten, Comicbörse in Zürich..) kam jetzt noch ein wichtiger Termin hinzu. Einer, der vielleicht bald ein grosser Teil meines Lebens ändern wird. Na wir werden sehen. Auf jeden Fall werde ich euch auf dem laufenden halten.

Haltet die Bleistifte gpspitzt ;)

Montag, November 27, 2006

Reggae, Ska ‘n’ More @ Takatuka Däniken

16.12.2006: Reggae, Ska ‘n’ More @ Takatuka Däniken
Tür: 19.30 Uhr | Beginn: 20.30 Uhr | Eintritt: 8.–

Das letzte Takatuka-Konzert im Jahr 2006, also auf keinen Fall verpassen!!!
Zum Abschluss präsentieren wir euch folgende Leckerbissen:

Lama: Mal sanft und leise, mal witzig und spritzig, mal hart und brutal, dann wieder genial, das ist Lama. Die dreiköpfige Basler Truppe kommt zum zweiten mal zu uns ins Takatuka, bevor sie dann im Dezember wieder Deutschland unsicher machen! Schlagzeug, Bass und Gitarre, dass genügt den Jungs schon zum richtig abzugehen mit einer Mischung aus Reggae, Ska und Punk!

Steel Skeleton: Weiter in der Offbeat-Party geht es mit der jungen Band Steel Skeleton aus Bern. Sie spielen eine Mischung aus den jamaikanischen Stilen Ska, Reggae und Dub, dazu kommen Einflüsse aus Rock, Blues, Jazz, Punk und Flamenco. Entstanden ist ein sehr eigener Stil, der von sich behauptet tanzbar zu sein. Der Offbeat ist auf alle Fälle in den meisten Stücken present.

Billige Getränke, leckeres Essen, gemütliche Stimmung... so wie immer halt!

1.- pro Eintritt geht an das Bündnis gegen Ausschaffungen und Auslieferungen in die Türkei! Free Erdogan E.!
Weitere Infos:
www.auslieferungen-stopp.ch

Wäre schön wenn Ihr zahlreich kommen könntet :)

Donnerstag, November 23, 2006

Sein Name ist Bond.. James Bond.

Und das zu Recht. Was musste sich Daniel Craig schon kurz nach Bekanntgabe seiner Erenennung über sich ergehen lassen. Zu blond, zu normal, zu wasweissich. Eigentlich habe ich die Leute nie verstanden. Er ist ein wirklich guter Schauspieler und passt eigentlich gut in die Rolle, denn Bond ist nun mal eher ein Mann der brutal sein kann und auch nicht aussieht wie ein wandelnder Kleiderständer.

Ich war dem Film gegenüber sowieso nur positiv eingestellt und hatte durch die vielen Vorberichte so langsam aber sicher eine riesige Erwartung angehäuft.

Und das ist bei mir immer sehr gefährlich, denn meistens werde ich dann bitter enttäuscht. Aber dieses Mal sollte alles ein bisschen anders kommen.

Es beginnt wie sehr selten in der langen Filmreihe: Ohne spezielle Actionszene vor dem Vorspann findet man sich direkt in der Geschichte wieder. James muss seine Doppelnull-Lizenz erwerben und somit 2 Menschen töten. Die geschieht brutal, hart und schnell in schwarz/weiss. Schon jetzt wird dem Kinobesucher klar, dieser Bond wird anders. Und dann kommt es, der Vorspann. Das Lied von Chris Cornell (endlich wieder einmal ein Mann ;)) passt, die Animationen sind gelungen.

Schnell ist es vorbei, man befindet sich mitten im Fim. Die Zeit fliegt nur so vorbei, Action an jeder Ecke. Und was für Action: Ohne grossen Computereinsatz wurden schnelle und perfekt choreographierte Szenen kreiert, die auch dem abgehärteten Bondfan so manchen Adrenalinschub verpassen. Hier wird geklettert, gesprungen, gekämpft und geschossen wie in den wildesten Zeiten der Reihe. Aber zu keiner Zeit wirkt es übertrieben und unrealistisch, jedenfalls nicht so extrem wie zu Brosnans Zeiten. Die Fights sind brutal, dreckig und nicht sehr fair. Genau wie Bond selber, er ist nicht mehr der Strahlemann sondern der kaltblütige Killer. Und auf die Frage,ob er den Martini geschüttelt oder gerührt haben will, antwortet er trocken: „Seh ich so aus, als ob mich so etwas interessieren würde?“

Daniel Craig gelingt es wahrlich perfekt, den Charakter von allen Seiten zu zeigen. Als Attentäter, als kaltherziger Mensch und als gefühlvoller Liebhaber. Zu keiner Zeit scheint der Mann in der Rolle unpassend, der Anzug steht im perfekt. Und für die Actionszenen hat er auch genug Muskeln.

Wie immer stehen auch in diesem Film unserem Lieblingsagenten wunderschöne Frauen zur Seite. Besonderns hervorzuheben ist Eva Green, welche ihre Rolle nicht nur als Begleitung von Bond erfüllt sondern auch selber in das Geschehen eingreift und für so manchen Wechsel in der Geschichte sorgt. Dank ihr sind auch die Dialogszenen immer wieder erfrischen toll. Da muss man den Autoren ein grosses Lob aussprechen, denn die Gesrpäche sind wirklich sehr gelungen. Das hat man in dieser Filmreihe praktisch noch nie gehört und gesehen.

Auch die Geschichte selber ist mal ein bisschen anders, der Bösewicht will nicht die Weltherrschaft an sich reissen sondern nur seinen eigenen Kopf retten. Le Chiffre, sehr gut verpörpert von Mads Miekelsen, veranstaltet darum ein Pokerturnier bei dem auch Bond nicht fern bleibt. Es gibt ein paar Wendungen die nicht wirklich vorhersehbar sind und das Ende ist auch mal anders. Aber mehr will ich eigentlich nicht verraten.

Die Gadgets wurden praktisch komplett aus dem Film gestrichen, fehlen aber in keiner Sekunde. Der Film wirkt dadurch um einiges realistischer. Autos gibt es natürlich auch wieder zu Hauf, Bond darf gleich 3 verschiedene an der Zahl fahren. Darunter auch zwei Aston Martin. Das freut das Herz.

Wie man also lesen kann, ist die übertragung von Bond in eine neue Ära komplett gelungen und der Abspann kommt nach 150 Minuten viel zu früh. Aber eine Fortsetzung wird bestimmt folgen, denn nebst den durchwegs positiven Kritiken hat Craig schon für weitere 2 Filme unterschrieben.

Mission erfolgreich abgeschlossen, den Mythos wunderbar neu reanimiert. Mögen die Abenteuer neu beginnen.

10 von 10 wasauchimmer ;)

Mittwoch, November 22, 2006

Wieder mal was auf die Ohren

Kurz und knackig, ein paar CDs / Platten die sich wirklich lohnen:

David Bowie - Reality
Wie die meisten Alben von dem Ausnahmetalent ist auch diese Platte zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr abwechslungsreich. Nachdem mir Heathen schon sehr gefallen hat, wurde ich auch hier nicht enttäuscht.

Porcupine Tree - Stupid Dream (Re-Release 2006 inkl. DVD)
Ein Album für die Ewigkeit.. Nach 2 Hörduchläufen war ich den Liedern, der CD, der Band verfallen. Genial vom ersten bis zum allerletzten Ton. Schon alleine der Opener "Even Less" rechtfertigt den Kauf. Musik mit enormer emotionaler und klangtechnischer Wucht.

David Gilmour - On An Island
Wieder eine solche Platte die Zeit braucht. Nach den ersten beiden Durchgänge hatte ich noch das Gefühl, das Album seit langweiliger Quatsch. Mit der Zeit zieht einem die Musik dann aber in ihren Bann und man erkennt: Der Typ hat es immer noch drauf. Gemütliche Musik zum träumen. Für Leute die lieber die Pink Floyd-ekse Gitarre von ihm mögen ist das selbstbetitelte Solo-Debut besser geeignet.

Dienstag, November 21, 2006

U2 BY U2

Im September 1976 hängt ein Dubliner Schüler in seiner Schule einen Zettel aus, mit dem er interessierte Mitschüler für eine Band sucht. Ein paar Jungs treffen sich einige Tage später in der Küche seines Elternhauses. Keiner von ihnen hätte auch nur im Traum daran gedacht, dass sie nach dreißig Jahren in fast der gleichen Besetzung immer noch gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Rede ist von U2, der erfolgreichsten Rock-Band aller Zeiten. In diesem großformatigen, mit zahlreichen Fotos versehenen Buch kommen Bono, Larry, Adam und Edge selbst zu Wort. Jeder erzählt aus eigener Perspektive vom Aufstieg der Band und gibt einen ungeschminkten Einblick in sein ganz privates Leben.

Ungeschminkt trifft es perfekt. Alle Mitglieder der Band und Ihr Manager Paul McGuinnes erzählen wirklich praktisch alles, was sie in ihrer Zeit bei U2 erlebt haben. Es beginnt mit den kurzen Biographien von jedem Mitglied und wechselt dann in die Form von zusammengeschnittenen Interviews, eine Art die man bestens aus Dokumentationen oder Making Of Filmen kennt. Die Aussagen decken sich meistens und ergänzen sich um spannende Details. Es entsteht ein toller Lesefluss, die Übersetzung ist gelungen. Leider konnten manche Wortspiele und versteckte Hinweise auf Lieder nicht genau übersetzt werden, allerdings stört dies nicht wirklich. Die englische Ausgabe bleibt für Leutet mit guten Sprachkenntnissen weiterhin die erste Wahl.
Dass der opulente und wirklich genial gestaltete Band für U2 Fans ein Muss ist, wird klar sein. Man könnte fast sagen, es ist die Bibel für einjeden Fan. Was ist aber mit den Personen die nicht unbedingt von der Band angefressen sind?
Auch für sie öffnet sich hier eine Schatzkiste voller wunderbarer Anekdoten, gefühlsvoller Momente und interessanten Insiderinfos. Alles von der Herstellung eines Albums, über die gewaltigen Tourneen, bishin zu den kleinen Geschichten innerhalb der Familien wird abgedeckt. So erfährt man endlich, warum Adam bei einem einzigen Konzert auf der ZOOTV Tour nicht spielen konnte. Warum Bonos Stimme auf dem POP-Album so anders klingt. Was The Fly eigentlich darstellt. Wieso die Familien immernoch zusammenhalten und wie eigentlich die Liedfindung bei U2 so abläuft....
Einfach nur genial!

Bono, The Edge, Adam Clayton, Larry Mullen Jr., U2 BY U2
Gebunden, Deutsch, 352 Seiten
Scherz Verlag
ISBN: 350215046X

Sonntag, November 19, 2006

Turbo Disco

Nächten Freitag ist es wieder einmal soweit, im Ochsen in Zofingen findet die Turbo Disco statt.

TURBO! - DIE ROCK-DISCO
Freitag, 24.11.2006
Punk – Metal – Rock – Stoner Rock
mit DJane E.P., DJ A.R.N. & DJ Paeddy

Ab 21 Uhr | Gratis Eintritt bis 22 Uhr
Wieder einmal mehr wird der OX-Saal zur Tanzstube. Bei diesen drei hochkarätigen DJs bleibt bestimmt kein Bein ruhig! Rockende Gitarrenriffs und treibende Schlagzeugbeats stehen an diesem Abend an der Tagesordnung!
Gratis Eintritt bis 22 Uhr - Don’t miss it!