Donnerstag, September 20, 2007

Brittnau ohne Bohlis

Leider / Zum Glück muss Brittnau weiterhin ohne die Familie Bohli auskommen. Warum wir überhaupt in Versuchung gerieten uns dorthin zu begeben?
Das Leben in unserer Bruchbude.. ähh Wohnung ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Die Nachbarn in der unteren Wohnung können nerven, die alten Bestandteile des Hauses auseinanderfallen. Ebenso gibt es Pläne mit weiteren Leuten zusammen zuziehen und dafür sind dann auch die schlecht eingeteilten 7 Zimmer an der Aarburgerstrasse zu wenig.
Darum halten wir immer wieder die Augen nach top Angeboten auf und wandern über die Anzeigeseiten.

Auch in diesem Monat schien sich das Blatt zu wenden, denn ein EFH in Brittnau wollte fast in unseren Besitz. Schlussendlich allerdings war der Zustand des Hauses aber so schrecklich, dass auch der extrem niedrige Preis keinen positiven Entscheid herbeiführen konnte.
Ich stehe nun etwas zwiespältig auf der Strasse Richtung Zukunft und fühle mich ein bisschen hin und her gerissen zwischen Freude und Trauer.
Denn nach Brittnau zu ziehen wäre nicht wirklich das tollste, der Ort ist nicht wirklich mehr als ein SVP-Kaff. Und ich als Linksgrüner wäre da bestimmt sehr gerne gesehen. Ebenso fände ich es schade, alles hier in Zofingen zu verlassen.
Gleichzeitig aber wäre ein Neubeginn genau das richtige, frischer Wind und endlich raus aus dieser Wohnung. Schliesslich leben wir nun schon seit mehr als 18 Jahren hier. Auch wäre der Umbau sehr spassig gewesen, ich habe mich mit dem Gedanken hier zu verschwinden plötzlich stark angefreudet.
Auch die Aussicht auf eine WG-Gründung liess viele Pläne neu formieren. Dann aber der negative Entscheid, wir nehmen es nicht..

Und jetzt? Irgendwie bin ich sehr enttäuscht. Denn es bleibt wieder einmal alles beim alten. Für wie lange vermag ich nicht zu sagen, trotzdem steige ich in den Wagen und fahre weiter. Wohin die Strasse führt weiss keiner, aber wenigestens wissen wir alle: Es geht immer vorwärts.

Mittwoch, September 19, 2007

120.5 dB? Das chöneder besser..

Wie von mir beworben, fand am Wochenende das tolle "Musig i de Altstadt" in Aarau statt. (Satz bitte nicht mehrere Male hintereinander lesen, die Folgen könnten von schädlicher Natur sein.) Der Freitag Abend war eigentlich anders verplant gewesen, schlussendlich sind wir aber dann doch in der Kantonshauptstadt gelandet.
Leider war es musikalisch nicht meine Linie, wurde eher Country, Pop oder traditionelle Musik gespielt. Trotzdem schafften wir es mit einem durchschnittlichen Alkoholpegel den Abend zu überstehen. Die Band Scacciapensieri war dann wirklich ein gelungener Abschluss für den Abend und wir machten uns mit 2 Stühlen auf den Heimweg.

Der Samstag Abend stand ganz im Schatten eines Auftrittes:
Blusbueb.
Der Mann und seine verrückte Truppe bescherte uns einen musikalisch und humorvollen Auftritt der mehr als befriedigte. Die Plätze in der ersten Reihe hatten wir schon längers vor Konzertbeginn ergattert und gaben sie nicht mehr her, egal ob es blonde hübsche Fraue oder alte Männer (nein, nicht Fredy) waren.

Nach einer Stunde und 15 Minuten war es dann leider auch schon wieder vorbei, die Truppe konnte auch zu keiner zweiten Zugabe auf die Bühne kommen. Denn der Sicherheitsdienst hielt die Musiker davon ab. Immer diese Lärmauflagen..


Wir stapften danach frischmunter Richtung
Tortilla Flat. Leider war das Butchers Pup sehr voll und die Temperatur im inneren übermässig hoch. Zum tanzen kam man nicht richtig, die Band war trotzdem super. Abschliessend lässt sich sagen, dass der Anlass eine sehr unterhaltsame Sache ist. Und man lernt nebst neuen Leuten und Bands auch noch neue Bars und Pups in Aarau kennen..
Sowas sollte es eigentlich auch mal in Zofingen geben. Bloss: Welche Band würde schon freiwillig im Rebstock spielen?
Diese hier vielleicht?

Ach ja: Die Stühle sind nun in der Hütte des Haldenweihers gelandet. Mal schauen wie lange sie da verweilen ohne missbraucht / entfernt zu werden. Ansonsten muss trotzdem ein Sofa her.

Dienstag, September 18, 2007

"There Must Be More Than This" 4

Endlich wieder einer dieser raren Beiträge in der Reihe, die so manches Geheimnis in meinem Leben lüften wird. Oder auch nicht.. Jedenfalls zeigt sie mein Umfeld.

Folge 4: Ein gelber Ofen

Er ziert mein Zimmer und verschönert das Esszimmer. Dieser Wunderbare gelbe Kachelofen befindet sich schon seit dem erbauen unseres Haus
es an dem exponierten Platz und staub fleissig vor sich hin. Einfeuern kann man ihn schon lange nicht mehr, denn das Kamin wurde entfernt. Darum ist er eigentlich komplett unbrauchbar und steht ein da.
Schön ist das Ding nicht, ein Kaschierungsversuch mit Poster / Flaggen ging aber auch eher nach hinten los. Aber nach 18 Jahren in diesem Haus hat man sich ja schon an so manches gewohnt.. Bloss: Was denken die Besucher darüber?

Ach ja.. Diese Unordnung die in meinem Zimmer teilweise zu erhaschen ist, findet man nun nicht mehr vor. Das Bild ist aber schon vor ein paar Wochen entstanden als die grosse Aufräumaktion noch nicht passiert war.

Montag, September 17, 2007

Beitrag 250!

Schon 250 Beiträge ist es alt, mein Onlinetagebuch.

Aus diesem Grund möchte ich allen meinen Leser und Vorbeischauer herzlich danken.

Ohne euch gäbe es den Blog schon lange nicht mehr, auch die Kommentare geben mir immer wieder eine wichtige und hilfreiche Rückmeldung wie die aktuellen Einträge aufgenommen werden.


Ich hoffe ihr hattet bis jetzt genau so viel Spass beim Lesen wie ich beim Schreiben. Und dass ihr auch weiterhin meinen (mehr oder weniger) kreativen Ergüsse folgen werdet.

Danke!

Semesterarbeit: Stress und Spass

In letzter Zeit war es wieder einmal ein bisschen ruhiger um meinen Blog geworden. Das resultiert aus den aktuellen Verhältnissen in meiner Lehre:
Da ich nun das letzte Lehrjahr erreicht habe, häufen sich die grossen Arbeiten und Aufträge. So dürfen wir in der Schule momentan die SVA und Semesterarbeit erstellen. Daneben gibt es praktisch jede Woche eine Prüfung und sonst genügend Denkarbeit.
Auch im Büro selber haben wir momentan erstaunlich viel zu tun, ein frisch-fröhliches Blogschreiben gibt es nicht mehr häufig. Allerdings würde mir dies auch niemals einfallen *hust*.

Was ist aber eine Semesterarbeit?
Hier dürfen wir ein Schifflandungssteg in Luzern von Grund auf entwerfen / konstruieren und zeichnen. Die erste Phase besteht nun aus dem Design, der Nutzung und 1:100 Plänen. Dies alles ist zwar ziemlich aufwändig, macht aber auch Spass. Schliesslich kann man alles selber bestimmen und ist sein eigener Chef. Ob es dann auch gut herauskommt ist allerdings die andere Frage.

Hier schon mal eine Visualisierung meinen ersten Planentwürfen. Click it.


Achtung: An diesem Bild wurde noch nichts bearbeitet. So fehlen die schrägen Wände, Schilder, Kollektoren etc.

Mittwoch, September 12, 2007

Musig i de Altstadt

Wie denn? Ein Titel auf Schweizerdeutsch?

Jawohl, denn am Freitag und Samstag findet dieser Anlass wieder in Aarau statt und ich hoffe doch sehr, ein paar von euch da draussen anzutreffen.

Was ist denn "Musig i de Altstadt"? Ganz einfach: In diversen Pups und Bars treten Schweizer Bands auf ohne dass man dafür Eintritt bezahlen müsste. Man kann das gepflegte Trinken also mit dem Lauschen von wohlgespielten Klängen verbinden.
Hier finder ihr das Programm.

Freitags werde ich wohl nicht da sein, aber ganz sicher am Samstag. Und Blusbueb sowie Tortilla Flat sind einfach ein Must See!

Cheers.

Samstag, September 08, 2007

Brennen muss Salem

Brennen muss Salem
von Stephen King


Salem's Lot ist eine Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste. Alles geht dort seinen ruhigen, gemächlichen Gang, bis der Schriftsteller Ben Mears nach langen Jahren in die Stadt zurückkehrt. Er interessiert sich auffällig für das Marstenhaus, ein Spukhaus, das seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner im Jahre 1939 leersteht. Und wieder treibt eine unheimliche Kraft in Salem's Lot ihr Unwesen - das Grauen ist zurückgekehrt. [Zitat Buchrücken]

Einer der ersten Erfolge gelang Stephen King mit diesem Horror-Meisterwerk.
Erstmals 1975 erschienen, präsentiert Salem's Lot völlig neue Seiten und Aspekte in Vampirerzählungen ohne wirklich viel anders zu machen. Wie bei all seinen Bücher gelingt es dem Autor jedoch, den Leser schon nach wenigen Seiten total zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Der Horror ist wie immer sehr eindringlich und kann einem schon durch den Tag hindurch (oder eher durch die Nacht) verfolgen.

Die Personen sind wie immer sehr unterschiedlich und gut charakterisiert, die Bösen abgrundtief schlecht aber trotzdem mit Ecken und Kanten. Die Taten werden teilweise ziemlich genau und sehr blutig beschrieben, viel mehr Angst macht in diesem Buch aber die klemmende Atmosphäre im Städtchen Jerusalems Lot. Da die Vampire mit der Zeit immer mehr Besucher übernehmen und zu ihrer Seite bringen, sehen sich die "Helden" einer immer auswegsloseren Situation gegenüber.

Sehr interessant ist auch der Aspekt, dass die Menschen nur am Tag handeln können und in der Nacht die Stadt dem Grauen überlassen müssen. Bei den Vampiren ist dies natürlich genau umgekehrt, nur verstehen sie es vorzüglich sich während des Tages zu verstecken.


Wie immer ist der Schreibstil von King flüssig, unkompliziert aber doch detailliert.
Wer ihn liebt wird auch an diesem Buch freude haben, auch wenn ihn Vampire nicht unbedingt interessieren. Die Leute die noch nie gross was mit Stephen King anfangen konnten, werden es auch mit diesem Buch nicht.


Leider ist es nur knapp 600 Seiten und teilweise etwas schlecht übersetzt..


8/10

Freitag, September 07, 2007

Stanley Kubrick / 2001

Er war ein Visionär, ein Meister seines Faches und wird für immer einer der besten Regisseure aller Zeiten bleiben. Stanley Kubrick.
Um diesem Genie auch genügend Respekt zu zollen, exisitert seit längerem nun schon die Wanderausstellung "Stanley Kubrick - Inside The Mind Of A Visionary Filmmaker". Von April bis Anfang September gastierte diese auch im Sihlcity in Zürich. Und glücklicherweise habe ich es am letzten Tag noch geschafft die Exibition zu besuchen.

Anhand von vielen Photographien, Videoausschnitte, Originalrequisiten, Drehbücher, Texttafeln, Skizzen & Zeich
nungen und Modellen wurde sein Lebens- und Schaffenswerk detailliert nachgezeichnet. Begonnen bei seinen ersten Kurzfilmen bis zu Eyes Wide Shut, seinem letzten Film wurde jede Station erwähnt. Ebenso war auch Raum für die unvollendeten und abgebrochenen Filmprojekte vorhanden und die Technik die er beim Drehen einsetzte.
Auch wenn man die Filme teilweise nicht kannte, jeder einzelne fasziniert heute immer noch genau so stark wie an der Premiere. Erstaunlich auch, wie jedes seiner 16 Werke komplett anders war als das vorhergehende. Eine Vielfalt, die praktisch kein anderer Regisseur je zustande gebracht hat.

Dank dem Kombieintritt war es uns nach der Ausstellung noch erlaubt, ins Kino zu gehen und "2001: A Space Odyssey" zu bestaunen. Den Film kannte ich schon sehr gut, allerdings ist das Erlebnis auf der grossen Leinwand ein komplett ein neues. Die langen Einstellungen gewinnen an Kraft, die ruhigen Momente sind noch bedeutungsvoller und die Effekte erscheinen erstaunlich zeitgemäss. Ein psychodelisches Erlebnis, voll mit Bruchstücken und Ideen die nie erklärt werden. Was der Film aussagen will, wie und warum bleibt dem Zuschauer überlassen. Und genau darum bleibt der Streifen spannend, interessant und wertvoll. Es gab und wird nie einen besseren Science Fiction Film geben. Schon alleine wegen HAL.
10/10


Wer den Mann oder sein Werk überhaupt nicht kennt, hat einen grossen Teil der Filmgeschichte verpasst.
Darum nachholen:

Spartacus, Lolita, Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb, 2001: A Space Odyssey, A Clockwork Orange, Barry Lyndon, The Shining, Full Metal Jacket, Eyes Wide Shut

Donnerstag, September 06, 2007

Intelligenter Strom Teil 2

In die ganze Energiedebatte hinein möcht ich jetzt einmal ein paar konstruktive Tipps geben. Denn wer weiss momentan noch wirklich, welcher Strom erlaubt ist?

Im zweiten und vorerst letzten Teil dieser kleinen und extrem kurzen Serie möchte ich mich an alle euch wenden:

Mit diversen Produkten der Firma Megasol lässt sich der Alltag um einiges Energiefreundlicher gestalten. Ich selber habe mich während des Solarcamps in Cudrefin mit einigen dieser Dinge eingedeckt.

Zuerst hätten wir das Herzstück: Das SEPP ist eine tragbare Solarzelle mit Lithium-Polymer-Akku. Zuerst ein paar Stunden in der Sonne aufgeladen, kann man auch über Nacht oder bei schlechtem Wetter mit diesem Gerät das Handy oder diverse andere Dinge mit USB-Anschluss gratis aufladen. Eine private Solarsteckdose. Bei Megasol gibt es auch gleich die passenden Handy-Stecker und USB-Kabel.
Wer dann seinen iPod schon mit Solarenergie vollgepumpt hat, will vielleicht auch seine Musik mit anderen teilen. Dafür bietet Megasol die kleinen aber feinen (und erstaunlich leistungsfähigen) Lautsprecher. Natürlich ist an denen eigentlich nichts spezielles (nebst enhaltenem USB-Stecker und normalem Kopfhöreranschluss), mit Solar-Akku-Battieren mutieren sie aber schnell zu einer tollen Sache.

Im Webshop der Firma finden sich noch zig andere Produkte für alle Lebenslagen. Schaut doch mal rein.


Und das war jetzt genug Gratis-Werbung. ;)

Jugend und Kultur

So manch einer sieht bei diesem zwei Wörtern keine Verbindung mehr. Die Jugend habe den Sinn für Kultur verloren, die Kultur biete nichts für die Jugend. Falls dies wirklich so ist, sind wir verloren. Allerdings möchte ich diesen Schwarzseher nicht zustimmen sondern darauf hinweisen, dass die Jugend schon lange selber Kultur macht / ist.

Jüngstes Beispiel: JugendKultur-Fest in Basel

Ich durfte da meinen Samstag Abend letzter Woche verbringen, nachdem wir zu dritt nicht wirklich wussten wohin. Das Leben bietet zeitweilen zu viele Möglichkeiten. Aus praktischen Überlegungen entschieden wir uns dann für die Rheinstadt und begaben uns unter das Volk.
Das Fest findet all 2 Jahre immer wieder statt und ist ein nonkommerzioneller Anlass. Das heisst: Kein Eintritt, nur Spass. Und dafür sorgten 7 Bühnen mit unglaublich vielen Bands, diverse Theater- und Tanzaktivitäten, Fress- und Trinkstände und auch massig Infos bezüglich aktuellen Wahlen und Aktivitäten linksgrüner Organisationen. So waren auch unsere Freunde von der "Stopp Offroader"-Aktion vertreten.

Die meiste Zeit hatten wir unser Zelt auf dem Barfüsslerplatz aufgeschlagen und lauschten 3 Bands.
Sapphire waren die ersten und für mich das Highlight. So spielten diese 5 Männer Proghits aus den 60er und 70er Jahren. So begann das Set mit "21st Century Shizoid Man" [King Crimson] und endete mit einem göttlich gespielten "The Cinema Show" [Genesis]. Ich hätte nie gedacht, dass man eine solche Band vor ein solches Publikum lässt. Aber hier scheint alles möglich zu sein.
Danach beglückten uns Cloudride mit einem harten Sound Marke Amplifier. Diese durften sie auch schon auf Tour begleiten. Eine CD ist von der Band ebenso zu haben und es lohnt sich. Radiountaugliche Musik aus der Schweiz von höchster Qualität.
Als letztes lauschten wir dann noch The Bianca Story welche nicht eine Geschichte vorlasen, sondern die Menge mit einem energiegeladenen Electro-Rock Set aufmischten. Sehr spassig, sehr gut. Solche Musik ist zum tanzen (oder besser hüpfen) einfach perfekt geeignet.

Leider konnten wir "...And You Will Know Us By The Trail Of Dead" nicht mehr zujubeln, da wir uns genau dann auf den Weg zum Bahnhof machen mussten. Sehr ärgerlich..
Aber auch ohne diese unberechenbare Truppe war es ein toller Abend mit vielen Überraschungen.

Mittwoch, September 05, 2007

Planet Terror

Nach Death Proof kam nun auch der zweite Teil dieser grandiosen Grindhouse-Hommage bei uns ins Kino.

Nachdem uns Tarantino ein eher ruhiger und langsam erzählter 70er-Jahre Action-Trash-Verschnitt auf die Leinwand brachte, feuert Robert Rodriguez ein B-Movie Feuerwerk sondergleichen ab. Allerdings muss man hier schon ein bisschen diese Filmmechanik verstehen und unterhaltsam finden um den Film geniessen zu können.

Die Geschichte ist so doof wie nebensächlich, typisch für B-Movies. Ein Virus wird in einer Kleinstadt versehentlich in die Luft entlassen und verwandelt immer mehr Bewohner in blutrünstige Zömbies mit Eiterbeulen und zerfressener Haut. Nur ein kleiner Haufen verrückter Gesellen stellt sich dieser Bedrohung, ohne zu wissen dass noch viel mehr dahinter steckt als man vermuten könnte.

Was kann man unter diesem Voraussetzungen also erwarten? Action, Blut, Gags und Frauen, wie in den echten B-Movies.
- Die Action ist übertrieben und manchmal eher zum lachen, wenn auch sehr professionell gemacht.
- Das Blut fliesst in grossen Mengen, Körper werden zerissen, Gesichter vom Virus zerfressen und nach Lust und Laune Körperteile amputiert. Die alles geschieht in Grossaufnahme ohne dass die Kamera wegdreht. Und trotzdem wirkt alles so übertrieben (und teilweise überhaupt nicht echt), dass man es eher als belustigend empfindet.
- Zum Lachen bietet der Film von seiner Natur aus schon viel, jeder der schon mal ein B-Movie gesehen hat weiss was ich meine. Trotzdem sind die Figuren teilweise so klischeehaft und die Szenen so unglaublich, dass man sich in eine Komödie versetzt fühlt.
- Die Frauen waren auch in diesem Film durchschnittlich hübsch und knapp bekleidet. So wurde ein weiterer Pluspunkt bei der Optik auf sicher gestellt. Auch wenn manche Personen diese Momente niemals vergessen werden. Ausserdem stellt der Film eine Fortführung der Reihe "Wehrsame Frauen" dar. Anfangs sind alle noch eher zurückhaltend, gegen Ende dann die wichtigsten Figuren in der Truppe.

Schauspieler und Produktion ist alles auf höchsten Niveau, mit dem Einsatz diverser Stilmittel erhält aber auch dieser Film den Charme des alten und dreckigen. So wurde auch hier die filmrolle extra zerkratzt und die Farbfilter sind en masse vorhanden.

Wer also sinnlose Unterhaltung sucht die trotzdem komplett durchgestylt ist: Bei diesem Film ist er richtig.

8/10 ersetzte Beine.

Freitag, August 31, 2007

Intelligenter Strom Teil 1

In die ganze Energiedebatte hinein möcht ich jetzt einmal ein paar konstruktive Tipps geben. Denn wer weiss momentan noch wirklich, welcher Strom erlaubt ist?

In unserem ersten Teil dieser kleinen und extrem kurzen Serie möchte ich mich vor allem an die Notebook- und Elektrovelobesitzer wenden. Aber auch alle anderen dürfen meinem Hinweis folgen:

Die Solarvignette bietet für 50.- CHF eine Strommenge von 45kw/h, was einem Jahresbedarf eines Notebooks entspricht. Wenn ihr diesen kleinen und schicken Aufkleber bestellt, sorgt ihr dafür dass genau so viel Solarstrom in das Netz eingespeist wird.
Die Stromproduktion erfolgt in Cudrefin (ja, dort war auch das Lager) und zugleich sorgt ihr mit dieser Spende auch für den Bau weiterer Photovoltaik-Anlagen.

So lässt sich mit gutem Gewissen auch wieder mal Strom aus der Steckdose zapfen. Also: Bestellen, noch heute.

Donnerstag, August 30, 2007

Live-Musik in diversen Formen

Wenn wir schon bei Konzerten und tollen Ereignissen sind, hier noch ein paar Tipps und Neuigkeiten bezüglich Livemusik.

1. Archive sind schon wieder in der Schweiz
Wer sie am Blue Ball's Festival oder Festival im Hb verpasst hat, hier die nächste Gelegenheit die wohl jeder wahrnehmen sollte.
Sonntag 07.10.2007 im Kofmehl Solothurn.

2. Dream Theater sind auch wieder einmal zu besuch
Wohl DIE Progmetal Band aus den USA stattet zusammen mit Symphony X Winterthur einen Besuch ab. Die Show wird bestimmt ziemlich gewaltig, die Musik ist sowieso über alle Zweifel erhaben.
Mittwoch 31.10.2007 in der Eulachhalle Winterthur.

3. R.E.M. veröffentlichen ihre erste Live-DVD / CD
Nach so langer Zeit und vielen Alben erstaunt es, dass die erste Liveveröffentlichung erst jetzt erfolgt. Warum auch immer so lange gewartet wurde, der Trailer verspricht schon mal sehr gelungene Unterhaltung. Watch it!



4. Blackfield schmeissen ebenfalls eine DVD auf den Markt
Die besten Popgruppe der Welt ist da einiges schneller. Schon nach nur 2 Alben erscheint die erste DVD mit einem schönen Konzert. Bei solchen Songs und Melodien kann gar nichts schief gehen und der Name Steven Wilson steht sowieso für höchste Qualität. Darum: Bedenkenlos zugreifen.
Auf der Myspace-Site der Band gibt es eine 4 minütige Preview. Have fun.

Mittwoch, August 29, 2007

Eine der besten Prog-Bands in der CH

Das Leben ist manchmal doch noch gütig und schön, und die kühnsten Träume werden wahr..
Ich glaube ich schmelze dahin.....


Tickets gibt es bei Starticket.ch im Vorverkauf für 50.00 SFr.

Lasst euch diese Band nicht entgehen, Musik vom besten was momentan auf dem Markt ist.

Und besten Dank an Stefan für diesen Tipp, auch wenn ich zuerst sehr ungläubig war. ^^

Montag, August 27, 2007

Heitere Open Air 2007

Ja es ist schon längere Zeit her, seit dieses Ereignis statt fand. Allerdings kamen mir andere Dinge dazwischen, welche diesen Eintrag etwas verzögert haben. Gegebenermassen hat es nun aber auch wenig Sinn, alles noch einmal zu reflektieren.
Viele von euch werden eh schon aus anderen Quellen erfahren haben, wie es war.
Darum wie immer:

Beste Bands am Heitere Open Air 2007:
- Kosheen (Auch wenn die neuen Songs nicht so super sind wie die alten, tanzen konnte man hier wie ein Wahnsinniger)
- Kashmir (Traurig, melodiös und einfach nur schön.)
- Mando Diao (Die Musik liegt mir eigentlich nicht so, allerdings haben es ein paar Momente unvergesslich gemacht. *i feel dizzy ..*)

Neuentdeckungen am Heitere Open Air 2007:
- Gogol Bordello (Abgefahren, ausgeflippt und indieBeinefahrend)
- The Answer (Straight, dreckig und ein bisschen wie Led Zeppelin. So muss es sein.)

Etwas hat sich auch dieses wieder bestätigt: Auf der Zeltbühne sind die besseren Acts als auf der Hauptbühne, ebenso ist dort die Atmospähre einfach toller. Besonders, wenn sich auch Otto Normalbürger als Luftgitarrenmeister die Ehre geben (leider dann etwas hirnlos kommentiert von Chris "Dräck" Rohr.

Dank Freunde und Bier war es aber auch dieses Mal wieder sehr unterhaltsam, wenn auch das Open-Air-Feeling etwas fehlte (kein Camping, kein Snitch, keine Geländeöffnung um 12.00 Uhr etc.)
Ein weiterer Bericht findet ihr hier.
Oder die berühmten Berichte von Reto Porter.

Die Zukunft ist Grün

Das Lager hat so einiges bewirkt. Nebst dem Umstand, dass jetzt ein SEPP bei uns zu Hause weilt und meine Türe nun ein SolarGeneration Poster ziert, wurde auch bezüglich meiner Zukunft einiges klarer.

Die Aktivitäten beim JugendSolarProjekt werde ich noch verstärken und mich auch vermehrt bei den Sitzungen zeigen. Schliesslich ist es personell gesehen in Zukunft noch nicht vielversprechend, da muss man ein Zeichen setzen. Ebenso habe die viele Leute in diesem Jahr nun sehr gut kennen gelernt und arbeite gerne mit ihnen.

Neu hinzugekommen, ist meine Aktivzeit bei der neuen Greenpeace ReGru Olten. Diese Regionalgruppe bietet sich als Alternative zu der Vereinigung in Zürich und möchte den anderen Personen in der Schweiz eine Plattform bieten. Da ich mich schon immer auch auf diese Art bei GP engagieren wollte, kam diese Neugründung wie gerufen. Das Beste daran, ist aber die Beteiligung diverser Cudrefin Lagerteilnehmer. Denn diese Personen habe ich alle sehr lieb gewonnen, mit ihnen weiterhin für Greenpeace was zu bewirken kann nur super werden.

Ebenso möchte ich mich nach der Lehre vielleicht komplett bei Greenpeace anstellen lassen. Allerdings habe ich dazu noch keine Infos, wie was wo möglich ist. Da heisst erst Mal abwarten und Tee trinken.

Trotzdem, ich bin sehr glücklich über diese Veränderungen. Endlich ist ein grösserer Teil meines Lebens wieder klarer und geordneter. So kann es weiter gehen!

Freitag, August 24, 2007

"There Must Be More Than This" 3

Aller guten Dinge sind Drei in der Reihe, die so manches Geheimnis in meinem Leben lüften wird. Oder auch nicht, jedenfalls zeigt sie einfach mein Umfeld.

Folge 3: Der Balkon


Unsere Wohnung in Zofingen befindet sich in einem sehr alten Gebäude. Dies sah man teilweise schon an den Bildern über den Türdrücker. Der Eindruck kann ich heute aber noch verstärken, indem ich unseren tollen und über alle Zweifel erhabenen Balkon präsentiere.

Nebst den grazilen Rostgeländer (die wohl nicht mehr jedes Gewicht aushalten würden, darum besser nicht besoffen dagegenspringen) befinden sich auf der Freiluftpla
ttform ein paar Pflanzen von meinem Vater, ein Sack Erde (kann man immer gebrauchen) und ein Aschenbecher. Der ist allerdings so schön, dass jeder Raucher lieber an Entzugserscheinungen leidet als ihn zu benützen.

Trotzdem ist er in gewisser Weise nicht mehr aus meinem Leben zu denken. Klar, ich wohne in diesem Gebäude und so.. Aber dank der guten Sonnenlage wurde er zum besten Aufladeplatz für mein SEPP, ein gemütlicher Plauderort für Freunde die der Sucht fröhnen und Aussichtspunkt für alle Familienmitglieder. Irgendwie hat er einfach einen alten Charme..

Donnerstag, August 23, 2007

Photographie in Cudrefin

Nebst den "normalen" Bilder (siehe auch diesen Eintrag), habe ich natürlich auch in Cudrefin versucht das spezielle Motiv vor die Linse zu kriegen. Wie vielfach gibt es exklusiv auf meinem Blog eine Auswahl dieser Photos. Ich hoffe euch gefallen die Werke.

Let's Go Solar [This Time: Cudrefin]

Drei Länder auf einem Bild (Albert von den Philippinen, David aus Deutschland und ich)

Das war es nun also, das zweite Internationle SolarCamp welches von mir besucht wurde. Und obwohl ich es nicht mehr für möglich gehalten hätte: Es wurde noch besser, nur unterhaltsamer und abwechslungsreicher als das Vorjährige in Bergün.


Denn dieses Jahr waren wir mehr Jugendliche, interessantere Leute und mit mehr Arbeiten beauftragt. So wurden nebst den Warmwasserkollektoren auch noch eine PV-Anlage gebaut, ca. 40 Solartaschenlampen zusammengelötet und der Energieverbrauch in unserem Lagerhaus berechnet. Natürlich kam auch die Freizeit nicht zu kurz; schwimmen im Neuenburgersee, Spiele spielen, gemütliche Abende am Lagerfeuer oder ausgefallene Diskussionsrunden gab es immer wieder. Schon nach dem ersten Abend war unsere Gruppe fest zusammengewachsen und die Freundschaften verfestigten sich mit jeder Minute.

Doch wie immer bei solchen Lager ging auch hier die Zeit viel zu schnell vorüber. Schon bald war es wieder Samstag, die ersten Verabschiedungen mussten hinter sich gebracht werden. Der Momentan war wirklich traurig und wäre am liebsten von allen noch um Wochen herausgezögert worden.

Zum Glück hatte sich eine kleine Gruppe entschieden, noch an das NaturTalent-Festival zu gehen. Somit war noch nicht ganz Schluss. Darüber gibt es dann später einmal noch ein kurzer Bericht. Stay tuned!

Das erste und letzte Bild stammen beide von Albert. Hier findet ihr die Solar Generation Homepage von den Philippinen.

Freitag, August 10, 2007

Es wird wieder ruhiger / LAUTER

Ich künde es schon einmal an, wer weiss ob ich noch zum schreiben komme vor Sonntag Nachmittag.

Denn ab heute Abend beginnt wieder das tolle Heitere Open Air. Nebst Mando Diao und Pink kann man sich auf Bands wie Kosheen, The Answer, Ten Years After, Lunik oder Kashmir freuen. Das Programm ist wie immer (leider..) sehr durchmischt und nicht mehr so wahnsinig super wie auch schon.
Allerdings werde ich sowieso nur Freitag und Samstags auf dem Heiteren anzutreffen sein, am Sonntag geht es ab nach Cudrefin. In dem hübschen Ort am Neuenburgersee ist dieses Jahr das internationale Solarcamp vom JSP. Da darf ich natürlich nicht fehlen, der Blog muss allerdings pausieren.

Ich wünsche euch eine schöne Woche und man liest sich frühstens am 19.08.2007 wieder. Haltet die Ohren steif.

Cheers.

Donnerstag, August 09, 2007

Sky Blue [Nachtrag]

Ein Text und ein bisschen persönliche Gedanken zu einem Lied sind ja schön und gut, doch was bringt es wenn sich niemand vorstellen kann wie das Musikstück denn klingt.

Darum gibt es hier den Clip zur Live-Version von der "Growing Up"-Tour im Jahre 2003. Aufgezeichnet wurde dsa Konzert in Milano (Italien) und ist auf DVD günstig zu kaufen.
Der Konzertfilm lohnt sich wirklich, ebenso den ganzen Clip zu schauen. Denn das Lied wird immer intensiver.


Mittwoch, August 08, 2007

Sky Blue [Peter Gabriel]

Lost my time lost my place in
Sky blue
Those two blue eyes light your face in
Sky blue
I know how to fly, I know how to drown in
Sky blue

Warm wind blowing over the earth
Sky blue
I sing through the land, the land sings through me
Sky blue
Reaching into the deepest shade of
Sky blue

Sky blue
So tired of all this travelling
So many miles away from home
I keep moving to be stable
Free to wander, free to roam

Train pulled out said my goodbyes
Sky blue
Back on the road alone with the sky
Sky blue
Theres a presence here no one denies
Sky blue

Sky blue

Sky blue
So tired of all this travelling
So many miles away from home
I keep moving to be stable
Free to wander, free to roam

I can hear the same voice calling
Crying out, from my heart
And that cry, what a cry
What a cry, its going to be
If I can stop to let it out, oh

Seit dem Konzert in Locarno hat die Musik von Peter Gabriel eine sehr grosse und persönliche Bedeutung für mich, ebenso ist er mein Lieblingsmusiker geworden. Ich kann jedem nur empfehlen bei Gelegenheit in eines seiner Werke reinzuhören. Denn abseits der bekannten Hits wie "Sledgehammer" hat er noch viel bessere, schönere, ergreifendere und atemberaubende Lieder geschrieben.

Ich könnte hier unglaublich viele (argh.. das versucht man für einmal nicht "jenste" oder "zig" zu schreiben und es geht fast nicht anders.. ) Lieder erwähnen und deren Texte veröffentlichen, allerdings tut es dieser. Denn "Sky Blue" hat mich heute ganz besonders berührt. Besonders in der Liveversion ein unglaublich tief gehendes Lied.

Dienstag, August 07, 2007

"There Must Be More Than This" 2

Und hier ist auch schon der zweite Beitrag in der Reihe, die so manches Geheimniss in meinem Leben lüften wird. Oder auch nicht, jedenfalls zeigt sie einfach mein Umfeld.

Folge 2: Der Türgriff

Wie bitte? Ein Blogeintrag über einen Türgriff? Wie tief kann man sinken?
Sehr tief, aber dies sei nicht der Inhalt unseres heutigen Exkurses in meine Welt. Warum ich aber über ein solch belangloses Ding einen Eintrag verfasse, rechtfertigt zu weiterer Ausführung.

Wie ein paar von euch vielleicht wissen, lebt unsere Familie in einem eher baufälligen Haus. Darum kann man auch viele Dinge abmontieren, verändern oder ganz vergessen. Dies ist auch bei dem Türgriff zu meinem Zimmer der Fall.
Plötzlich war da nämlich der Stift den es zum halten braucht, einfach weg. Ergo läsast sich der eine Griff (der in meinem Zimmer) nun vorzüglich abnehmen und anders wieder anbasteln. Und ich würde ja nicht Bohli heissen, wenn ich nicht schon alle Positionen ausprobiert hätte.
Dies sorgte nicht nur für allgemeine Verwirrung bei meinen Besucher, es machte das Türöffnen auch zu einem komplett neuen Erlebnis. Warum er jetzt aber genau in der Stellung geblieben ist, kann ich nicht sagen. Schicksal?


Pink Floyd The Wall

Huch was jetzt? Eine Kinokritik zu einem Film, der 1979 in die Kinos kam? Das kann doch gar nicht sein..
Und wie das sein kann meine Lieben, denn nebst aktuellen Blockbuster verstehen es ein paar Kinos in der Schweiz die etwas anderen Geschmäcker zu befriedigen. So auch das Cinematte in Bern. Dort laufen zur Zeit die Sommerwunschfilme, und in den letzten paar Tagen auch "The Wall."

Was soll man zu diesem Film, zu diesem Meilenstein der Filmgeschichte noch schreiben? Eigentlich wurde über diese Jahr hinweg schon alles zig mal in Worte verfasst. Nichts desto trotz will ich hierzu ein paar Sachen schreiben. Allerdings werde ich mich eher auf die persönliche Seite beschränken, im Netz gibt es ja schon zig andere gute Seiten über den Film selber.

Da "The Wall" komplett von der Musik und von seinen Bildern lebt (Dialog gibt es eigentlich keinen einzig richtigen), entfaltet er eine Magie wie kein anderer Film. Viele Szenen und Bilder sind sehr bedeutungsschwanger und mit jeder Sichtung bekommen sie wieder eine komplett andere Bedeutung. Der Film verändert sich komplett, je nach Lebenssituation man sich gerade befindet. Alleine die Musiktexte kann man entweder als Interpretation der ablaufenden Filmsequenzen sehen, allerdings drängt sich sofort die Vermutung auf, alles wurde für einem persönlich geschrieben. David Gilmour und Roger Waters scheinen die Gedanken von euch selber erfasst und sie mit bombastischer unterlegt zu haben.
Ohne es in erster Linie zu wollen, verwandelt sich das undurchsichtige Flickwerk aus Realsequenzen und gezeichneten Abschnitte in eine Projektion eigener Gefühle, Gedanken und Wünsche. Das Bewusstsein beginnt mit dem Film zu interagieren und verschmelzen. Man versteht sich ein bisschen besser und sieht sich teilweise sogar selber auf der Leinwand.

Wenn dann die letzten Minuten vorbeiziehen und der Abspann einem wieder zurück in den Kinosaal entlässt, kann man nicht anders als eifach tief durchatmen. Das Erlebte muss zuerst verarbeitet werden, bevor man überhaupt darüber sprechen kann. Denn besonders wenn man ihn zu ersten Mal sieht, kann man schon ein bisschen überforder sein. Besonders wenn man den Film auf der grossen Leinwand sieht, da ist er (wer hätte das gedacht) noch einmal komplett anders und natürlich noch eindrücklicher.

Das Meisterwerk "The Wall" ist einer der besten Filme die ich kenne, zeitlos und unglaublich fesselnd. Ebenso bei jeder Sichtung neu und frisch, und eines ist der Film bestimmt nie: Langweilig.

10/10

Sonntag, August 05, 2007

Death Proof

Alle Schaltjahre wieder beehrt uns der König des Action / Trash / Horror / Retro Kino wieder mit einem Machwerk, das sich gewaschen hat. Auch in diesem Sommer fand Quentin Tarantinos Rückkehr in unsere Lichtspielhäuser statt. Das Vehikel:
Death Proof
.


Die Geschichte ist für einmal sehr simpel und linear erzählt:
Stuntman Mike fährt mit seinem todsicheren Auto durch Amerika, auf der Suche nach jungen wehrlosen Frauen, die er mit seinem Auto in tödlichen Stunts über die Klippe springen lässt. So lächerlich das auch klingt, im Film funktioniert es.
Die Handlung wird eigentlich zwei mal erzählt, beim zweiten Mal trifft Mike allerdings auf 4 Girls die ihm ebenbürtig sind. Und aus dem kleinen Spass wird auch für ihn plötzlich bitterer Ernst.

Was erwartet man von einem Tarantino? Blut? Brutale Morde? Nein, wohl eher brillant geschriebene Dilaoge, spannende Wendungen und ein retrocharm Sondergleichen. Und all dies ist ihm mit seinem neuen Streifen perfekt gelungen. Die Protagonisten scheinen in den 70er zu leben, jedenfalls solange bis sie Ihr Handy zücken. Auch durch die zerkratzten Bilder, Schnittfehler und Filmrisse entsteht ein täuschend echtes Bild eines alten Filmes. Genauso schnell ändert dies allerdings in der Hälfte, plötzlich ist alles schwarz/weiss (und dann plötzlich wieder farbi) und auf High-Definition Niveau.

Die Gespräche zwischen den - mehr oder minder bekannten - Schauspieler sind wie immer auf höchsten Niveau, zum Glück auch. Denn zum grössten Teil wird im Film nur gesprochen. Action gibt es sehr selten. Macht nichts, denn die Leute verstehen ihr Handwerk. Allen voran natürlich Kurt Russel in einer Rolle die sein perferktes Comeback wäre, wenn er es nötig hätte. Auch die Frauen (u.a. Rose McGowan, Rosario Dawson und Stuntfrau Zoë Bell) sind mehr als blosse Stichwortgeberinnen und Eyecatcher.

Trotz all diesen tollen Ideen und Umsetzungen fehlt einfach stellenweise der typische Tarantino-Twist. Noch nie gab es eine solch lineare Geschichte von ihm, noch nie passierte so wenig in einem kompletten Film. Trotzdem fasziniert der neue Streifen von Anfang an, auch wenn es schade ist, dass er hierzulande nicht in der Grindhouse-Version (zusammen mit Planet Terror von Rodriguez und Vorschauen zu fiktionalen Filmen) gezeigt wurde. Vielleicht hätte ihm die etwas kürzere Laufzeit gut getan.

Das Ende ist übrigens so etwas von abrupt und brutal, dass es einfach nur überrascht. Und ab und zu gibt es auch Blut und Morde. Nur falls sich schon jemand gewundert hat.

8/10

Samstag, August 04, 2007

"There Must Be More Than This" 1

Willkommen zur neuen und schon lange Willkommen zur neuen und schon lange angekündigten Beitragsserie, hier auf dem berühmtesten Blog im ganzen Buschguet.
Wie ihr bestimmt schon gelesen habt, erhielt die Reihe den etwas bemühten Titel "There Must Be More Than This", frei nach einer Songzeile von Peter Gabriel. Was muss man hier erwarten? Bilder und kurze Kommentare von Dingen und Orte in meinem Leben, die mir etwas bedeuten / mich schon seit Jahren begleiten oder einfach nicht mehr aus meinem Leben zu denken sind, warum auch immer.

Heute beginnen wir mit: Teil 1; Mein Velo / Fahrrad

In manchen Sachen bin ich etwas komisch, in anderen noch mehr. Mein Stahlross ist allerdings eine Klasse für sich. Ich hätte mir eigentlich schon lange ein Neues kaufen können, sogar mit finanzieller Beteiligung von familiärer Seite. Doch was mache ich? Weiterfahren und glücklich sein. Obwohl es manchmal etwas gefährlich werden könnte, schliesslich
a) geht die vordere Bremse nicht mehr
b) springt der Kranz mit den kleinsten Gänge nicht mehr rein
c) hat das Licht meistens keine Batterien die noch aufgeladen sind
d) zerfällt der Ständer gerne in Einzelteile.
Dasselbe ist auch schon mit der Klingel passiert, auf mich aufmerksam machen kann ich darum nur mit meiner quietschendenKette und dem klappernden Schutzblech.

Warum dann also nicht endlich ein neues? Ich meine es rostet überall, die Farbe ist nicht wirklich toll und überhaupt. Eigentlich eine gute Frage, allerdings lässt sie sich auch halb so gut beantworten. Das Fahrrad ist mir fast ans Herz gewachsen. Was haben wir schon alles zusammen erlebt, wo überall gewesen. Und ein solch halb zerschrottetes Velo hat auch den Vorteil, überall durch zu fahren ohne wirklich kaputt zu gehen. Und es wird nicht sofort geklaut wenn man schnell - ohne es abzuschliessen - in die Post reinwatschelt.

Ihr seht also, ich werde das Ding weiterhin fahren, verrückt genug bin ich schliesslich. Und wenn es dann mal auseinanderfällt.. Nun dann bekommt es einen schönen Ecken in der Schrottsammlung.

Freitag, August 03, 2007

Erholung

Es waren bloss 2.5 Wochen, eigentlich nicht wirklich eine lange Zeit. Trotzdem haben sie etwas bewirken können.
War ich vor Antritt der Ferien noch ziemlich am Boden und ohne Interesse den Job weiter zu führen, habe ich mich nun fangen können. Den Abstand zum Büro hat bewirkt, dass ich wieder ziemlich frischfröhlich am Morgen ins Büro fahre ohne schon gleich da den Tag verfluche.

Ebenso macht mir die berufsbezogene Arbeit wieder mehr Freude. So langsam sollte ich mich auch richtig reinknien, schliesslich ist es das letzte Lehrjahr. Wie die Zeit vergeht.. Auch das Repetieren des Schulstoffes beginnt bald anzurollen. Mal schauen wie hart die Zeit wird.

Ach ja: Ich plane da eine etwas neue Beitragsreihe die wirklich mit meinem Leben zu tun hat. Was genau das ist? Bald mehr dazu hier in diesem Theater.

Mittwoch, August 01, 2007

Erster Achter Nullsieben

Da ist er wieder, der berühmt-berüchtigte erste August. Und überall in der Schweiz knallen die Feuerwerkskörper, lachen die Herzen und spielen die Kinder.
Ich hoffe, ihr habt alle eure Fahne aufgespannt, das Feldschlösschen kühlgestellt und die Cervelat auf dem Rost.


Ach Quatsch, ich will hier nicht den Patrioten raushängen lassen, sondern euch allen einfach einen schönen Sonntag wünschen. Vielleicht habt ihr glücklichen sogar noch Ferien, meine gingen gestern zu Ende. Ich freue mich ja schon auf das morgige Aufstehen und ins Büro wanken.

Wieso macht man eigentlich nicht den 02.08. zum offiziell freien Tag? Denn wer am 01. kräftig feiert, mag doch nicht arbeiten gehen.. Hach welch verkehrte Welt das ist.

Ach ja: Ich habe mir gestern "Death Proof" zu Gemüte geführt. Eine Kritik folgt noch diese Woche.

Montag, Juli 30, 2007

Open Air St.Gallen 07

Was vorher geschah, Teil 3: Die Musik

Noch vor dem Paleo Festival und dem Peter Gabriel Konzert durfte ich nach St.Gallen ins Sittertobel pilgern um jensten Bands zu lauschen.
Wie schon beim Greenfield werde ich hier nur meine Highlights erwähnen. Schliesslich liegt das Ereignis auch schon wieder fast einen Monat zurück.

Beste Bands am Open Air St.Gallen 2007:
- Arcade Fire (Schon auf CD ein fast spirituell schönes Erlebnis, live dann die Offenbarung schlechthin.)
- LCD Soundsystem (Hammer Sound, super Band und ein ziemlich spezieller Frontmann. So gefällt es uns doch, und tanzbar ist die Musik auch extrem.)
- Snow Patrol (Musikalisch nicht wirklich so genial, durch die Umstände [Regen, Stimmung] aber das wohl intensivste Konzert.)

Neuentdeckungen am Open Air St.Gallen 2007:
- Heinz de Specht (So verrückt wie sein Name, bestechen die Songs vor allem durch den Wortwitz und erinnern nicht zufällig an Blusbueb und Stiller Has.)
- Jan Delay & Dorf-Disco Nr.1 (Einfach nur groovy =P)

Unvergleichlich, immer:
- Snitch (Jesus, Gott, Snitch!)

Sonntag, Juli 29, 2007

Earth - Unsere Erde

Was vorher geschah, Teil 2: Die Filme

Genau einen Tag vor dem Simpsons-Spektakel im Lichtspielhaus, durfte ich noch das schöne Open Air Kino Zofingen besuchen.
Nachdem im Jahre 2001 zur 800-Jahr-Zofingen Feier schon ein solches Ereignis stattfand, war nun dieses Jahr die grosse Rückkehr. Allerdings mit neuem Standort und erweitertem Programm.
Ganze 2.5 Wochen lang fanden auf dem Platz vor dem Gemeindeschulhaus Vorführungen in wunderbarer Kulisse statt. Nachdem ich aber leider nicht Zeit hatte, schaffte ich es dennoch zu einer Vorstellung zu gelangen.


Earth - Unsere Erde ist eine Dokumentation wie sie im Buche steht. Schöne lange Kamerafahrten über unsere wunderbare Welt, blicke in unbekannte Ecken der Erde und auf ungesehene Tierarten.
Begleitet von der Stimme von Patrick Steward führt uns der Film auf eine Reise, in der man verschiedenste Tierfamilien begleitet. Eisbären, Elefanten oder Zugvögel. Und jede Geschichte unterliegt dem Grundthema der Jahreszeiten und der Auswirkung der Sonne.
Dazu kommen auch noch mahnende Botschaften bezüglich dem Klimawandel und der Auswikrungen auf die Tierwelt. Allerdings sind diese eher subtil und am Ende des Filmes verpackt, so dass es nicht allzu sehr auffällt.

Handwerklich ist der Film allererste Klasse. Die Bilder und Aufnahmen sind wunderschön und von bestechender Schärfe. Die Musik ist sehr gelungen gewählt und passt sich je nach Klimazone an. Auch der Kommentar ist gelungen, wenn sich gewisse Aussagen allerdings auch ein bisschen repetiv anhören. Dennoch haben die Macher es geschafft, auch Witz und Dramatik in die Geschichte einzubinden.

Für Tier- und Naturfreunde ein interessanter Film, der die Doku-Welt aber nicht revolutionieren wird.

7/10

Kein Friede den Toten

Was vorher geschah, Teil 1: Die Bücher

Kein Friede den Toten
von Harlan Corben

Matt Hunter ist zwanzig, als sein Leben in Trümmern liegt: Ohne es zu wollen, hat er einen Menschen getötet. Neun Jahre später will Matt nur noch an die Zukunft denken, die gemeinsame Zukunft mit seiner Frau Olivia und dem Kind, das sie erwarten. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse. Matt erhält eine mysteriöse Videobotschaft, die Olivia mit einem andern Mann zeigt, und die Polizei steht vor Matts Tür: Ein Fremder, der Matt offenbar beschattet hatte, wurde ermordet ... [Zitat Buchrücken]

Noch bevor ich mich an das erschreckende "American Psycho" wagte, habe ich mich mit diesem eher durchschnittlichen Krimi eingestimmt.
Wie schon auf dem Klapptext zu erahnen war, spielt das Buch eher mit bekannten Ideen und Themen. Ein Ex-Sträfling der zu Unrecht (?) im Gefängnis war, wird wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Daraus lassen sich natürlich vorzügliche Geschichten spinnen, wenn man es auch zu verstehen weiss, die Wendungen klug einzusetzen. Allerdings sind diese hier nicht unbedingt sehr einfallsreich. Trotzdem schafft es die Geschichte einigermassen zu fesseln und ist besonders zu Beginn noch eher undurchdringbar und mysteriös. Gegen das Ende hin flacht dieser Eindruck jedoch stark ab. So bleiben auch die Figuren etwas zu stark auf Entfernung.
Trotzdem ist das Buch eine gelungene, leichte Kost für warme Sommertage. Mit einem kühlen Drink im Garten, lässt es sich wunderbare Lesestunden hinter sich bringen. Denn der Schreibstil von Corben ist wirklich gut und sehr auf tempo getrimmt. Die Kapitel sind eher kurz, der Satzbau nicht allzu verschachtelt. Grosse Detailbeschreibungen gibt es nicht, man ist sofort im Geschehen.

Ein Buch das knapp dem Durchschnittsfeld entschwimmen kann und sich doch zu recht
7/10 Punkte holen kann.

Samstag, Juli 28, 2007

American Psycho

American Psycho
von Bret Easton Ellis

Die 80er Jahre gehen zu Ende. Pat Bateman ist ein Investment Banker an der Wall Street und lebt in seiner eigenen Welt. Durch den Tag geht er seiner Arbeit nach, besucht das Fitnessstudio und geht mit seinen Yuppie-"Freunden" in neue, hippe Bars und Restaurants. Sein Leben wird bestimmt durch neue Markenkleider, die perfekte Frisur und haufenweise Drogen. Er lebt in einer Welt, in der Geld und Moral keine Rolle spielen. Und wenn dann die Nacht hereinbricht, erfüllt sich Bateman seinen eigenen Traum vom amerikanischen Lifestyle. Er gibt sich seinen Sex- und Gewaltphantasien hin und hinterläst eine Spur von grausamen Foltermorden.. Oder doch nicht?

Mit American Psycho hat Ellis ein Werk geschaffen, dass in seiner Grausamkeit bis heute wohl nicht übertroffen wurde. Er bracht jede Regel der normalen Bücher und legte ein Werk vor das nicht nur schockiert, sondern auch für Jahre in Deutschland indiziert war.
Mit der Geschichte um Bateman hat der Autor ein Monster geschaffen, das praktisch nicht klar zu erfassen ist. Schon alleine der Stil des Buches verwirrt von Anfang an und lässt einen praktisch nicht näher an das Geschehen heran. So werden seitenlang Markennamen von Bekleidungen beschrieben, aufgezählt was es in welchen Geschäften zu kaufen gibt und über den perfekten Anzug philosophiert. Im krassen Gegensatz dazu stehen die gehalt- und sinnlosen Abende in den Clubs, in der sich die Leute mit Drogen und Alkohol zuknallen um zu vergessen, wie einfallslos und langweilig ihr Leben ist. Auch kapitellange Abhandlungen bestimmter Bands finden ihren Platz in der - in Ich-Form erzählten - Welt der Brokers. Um alles noch verwirrender zu gestalten, sind die einzelnen Kapitel scheinbar ohne grossen Zusammenhang aus dem Leben gerissen. Manche habe nicht einmal einen abschliessenden Punkt, das Buch selber beginnt an einer willkürlichen Stelle.
Wenn der Leser durch diese verschiedenen, nicht wirklich zusammenpassenden Teile schon fast eingelullt wurde, explodiert das Buch in unbeschreiblicher Brutalität. Pat Bateman begibt sich in der Nacht seiner Blutlust hin und ermordet am liebsten Penner oder Callgirls. Allerdings genügt es nicht, dem Leben durch eine Pistole oder dergleichen ein Ende zu setzen. Die Folterexzesse werden akribisch genau beschrieben und degradieren den Leser zu einem Voyeur der an unvorstellbaren Grausamkeiten teilnimmt.

Nicht selten stellt sich einem die Frage, warum man überhaupt so ein Buch weiterliest. Denn schon nach dem ersten Mord wird jedem normalen Menschen die Motivation praktisch aus dem Körper geschnitten. Trotzdem zieht einem die Geschichte immer stärker hinein und beginnt einem doch zu faszinieren. Auch weil man nie genau weiss, was sich wirklich zugetragen hat. Exisitert Pat Bateman überhaupt? Sind die Morde wirklich geschehen? Was ist überhaupt die Realität?
Denn je länger das Buch dauert, desto mehr verliert sich die Hauptperson in ihrem Wahn. Ebenso wird sie durchs Band weg von praktisch allen anderen nicht erkannt und mit falschen Namen angesprochen. Das Ende kommt so abrupt wie der Anfang, allerdings erst nachdem die Gewalt solch extreme Ausmasse angenommen hat, dass es nicht mehr zu steigern ist.

Ein solches Buch abschliessend zu bewerten erscheint mir praktisch unmöglich. Auf der einen Seite ist es faszinierend und packend, auf der anderen nur ekelerregend und ermüdend. Ebenso stellt sich die Frage, ob so eine Geschichte überhaupt moralisch vertretbar ist..
Trotzdem empfehle ich jedem Interessierten, das Buch zu lesen. Aber nur, wenn ein starker Magen vorhanden ist, denn die Geschichte ist wirklich Hardcore.


Übrigens ist dieser Post eine Schnappszahl. Schon seit 222 Beiträgen muss die Blogwelt mich ertragen.. Und hoffentlich noch viel länger.

Freitag, Juli 27, 2007

The Simpsons - Der Film

Die gelbe Familie auf der grossen Leinwand. Seit Jahren wird dieses Ereignis von zigtausend Fans erwartet und heraufbeschworen. Allerdings auch mit gewisser Skepsis, denn wird der Film den riesigen Ansprüchen genügen können? Lässt sich eine solch erfolgreiche TV-Serie auf 90 Minuten erweitern, ohne das herbe Qualitätverluste entstehen?

Um es nicht all zu spannend zu machen damit ihr gleich im nähesten Kino reservieren könnt: Ja es lässt sich machen. Und wie! Besser könnte ein Simpsons-Film nicht mehr sein.
10 /10!

Die Geschichte ist genau so verrückt und abgedreht wie in der Serie selber, durch die lange Laufzeit hat sie aber den Vorteil sich endlich bis in alle Details entfallten zu können. Das Tempo der Film wurde gegenüber den normalen Episoden teilweise stark gebremst, was allerdings nur Positives mit sich bringt. So kommen auch die Gefühle und ruhigeren Momente stärker zur Geltung und gehen nicht in der Gag-Flut unter.
Denn von den Witzen gibt es mehr als genug. Wenn auch ein paar nicht wirklich zünden, ist der grossteil einfach nur exzellent und weit über dem Niveau der aktuellen Folgen. Da wird hemmungslos auf die Regierung und Politik von Amerika eingeprügelt, typische Verhaltensweisen auf die Schippe genommen und zig grosse Namen durch den Kakao gezogen.

Über der Inhalt will ich eigentlich gar nichts schreiben, denn wie auch bei den Folgen besteht auch beim Film ein grosser Reiz von dem Unbekannten. Um was wird es gehen? Wie wird sich die Geschichte auflösen und wer wird welche Rolle spielen?

Auch Animationstechnisch wurde für den Film einiges geleistet, wenn auch manche 3D-Szenen etwas aus dem Gesamtbild fallen. Ansonsten sind die Hintergründe, Szenen und Figuren viel detailierter als man es im TV jemals zeigen könnte. Die Stadt wird noch lebendiger, noch echter... noch gelber!

Wie sagte ein Freund von mir?
"Wer auch nur ein klitzekleines Bisschen Simpsons-Fan ist, wird diesen Film lieben!"
Da kannt ich nur zustimmen und zücke ohne abzuwarten die Höchstwertung.

10/10

Ach ja: Bleibt den ganzen Abspann über sitzen. Es lohnt sich.